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Der Winter geht, das Fahrrad kommt

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Autor: Florian Schubert

Florian ist verheiratet, Vater zweier Kinder und Geschäftsführer der Fahrradcafé GmbH (www.fahrradcafe.de).
Nach seinem erfolgreich absolviertem Studium machte er sich selbstständig und aus seiner Leidenschaft wurde eine Berufung. In seinem Fahrradcafé in Hannovers schöner Nordstadt könnt Ihr euch bei einem leckeren Kaffee, Rund um das Thema Fahrrad beraten lassen.

Der Winter geht, das Fahrrad kommt

Die Temperaturen steigen, die Tage werden wieder länger. Zeit, das Fahrrad aus dem Keller zu holen. Seit dem Herbst steht es nun da und fristet ein trauriges Dasein. Die Reifen sehen ziemlich platt aus und die Bremsen sowie Schaltung funktionierten zuletzt auch nicht mehr so richtig gut. Der Dreck der letzten Tour im Herbst klebt auch noch überall. Es nützt alles nichts: Das Fahrrad muss nach dem Winter wieder fit für die Saison gemacht werden.

Was ist hierfür zu tun?

In einem ersten Schritt sollten die Reifen ordentlich aufgepumpt werden. Am besten klappt dies mit einer Standpumpe mit Manometer. So kann sichergegangen werden, dass der Reifen den richtigen Druck hat. Sobald die Reifen aufgepumpt sind, kann selbst der Laie sehen, ob Risse oder Beschädigungen am Reifen zu entdecken sind: Ist dies der Fall, sollten die Reifen lieber erneuert werden.

Fahrrad-Checkliste

Was kann ich selber machen

  • Nach dem Aufpumpen der Reifen sollte das Fahrrad gereinigt werden.
  • Dies kann, ebenso wie das Fetten der Kette, unproblematisch und einfach zuhause geschehen.
  • Außerdem können hierbei sowohl die Beleuchtung als auch die Bremsen eigenständig auf ihre Funktionalität hin überprüft werden.

Was sollte ich lieber dem Profi überlassen

Für manch andere Tätigkeiten sollte man allerdings lieber das Fahrradgeschäft seines Vertrauens aufsuchen. Dies ist insbesondere der Fall, sofern

  • eine Erneuerung von Antriebskomponenten, Bremsbelägen und Bereifung,
  • eine Instandsetzung der Beleuchtung und / oder
  • das Zentrieren der Laufräder

erforderlich werden, um das Fahrrad wieder frühlingsfit zu machen.

Reinigung und Pflege

Bevor das Rad zur Inspektion gebracht wird, damit die Bremsen und Schaltung gecheckt werden, empfiehlt es sich, das Fahrrad zu reinigen. Dies ist nicht nur schön für den Mechaniker, sondern auch für das Fahrrad.

Der hartnäckige Schmutz sollte am besten mit ein wenig lauwarmen Wasser eingeweicht und anschließend abgespült werden. Dann kann der Drahtesel mit einem weichen Tuch und etwas Spülmittel ordentlich geputzt werden.

  • Manchmal sind Hausmittel die beste und günstigste Wahl, so glänzt das Fahrrad nach wenigen Minuten und die Kosten belaufen sich auf nur wenige Cent
  • Für Ketten gibt es spezielle Reiniger, diese erhalten die Grundschmierung der empfindlichen Kettenglieder
  • Wenn ein spezieller Fahrradreiniger gekauft wird, sollte darauf geachtet werden, dass dieser auch umweltverträglich ist

Tipp vom Profi: Lass lieber die Finger vom Hochdruckreiniger. Das mag zwar schneller gehen, führt aber bei nicht sachgerechter Anwendung zu Schäden an Lagern und anderen beweglichen Teilen.

Inspektion

Für die Wartung sicherheitsrelevanter Teile sollte ein Fachgeschäft aufgesucht werden. Das eigenmächtige Hantieren an Bremsen, Schaltung und den Laufrädern kann einen sonst schnell in gefährliche Situationen bringen und auch wenn man eine gute Haftpflichtversicherung hat, sollte man nicht leichtfertig seine eigene und die körperliche Unversehrtheit anderer aufs Spiel setzen. 

Die Kosten für eine Inspektion in einem Fachgeschäft liegen je nach Umfang bei zwischen € 30,00 und € 80,00 (exklusive Ersatzteile). Ist das Fahrrad noch nicht allzu viel gefahren worden oder neueren Baujahres, ist es meist nicht vonnöten, Teile erneuern zu lassen. Hier reicht es häufig, die Schaltung und die Bremsen nachzustellen und den festen Sitz aller Schrauben zu überprüfen. Bei älteren oder viel gefahrenen Fahrrädern kommt es hingegen schon häufiger vor, dass Antriebskomponenten und Verschleißteile erneuert werden müssen, folglich ist hier auch mit etwas höheren Kosten zu rechnen.

Regelmäßige Fahrradinspektionen - Sollte ich mein Fahrrad vom Experten überprüfen lassen?

Hier eine ganz klare Empfehlung: Ja, denn ob man nun eher selten fährt oder tagtäglich mit dem Fahrrad zur Arbeit pendelt, nichts ist nerviger als ein kaputtes Rad, wenn man es dringend braucht. Eine Inspektion schützt natürlich nicht vor einem platten Reifen oder einem anderen spontanen Schaden am Rad, wird das Fahrrad aber regelmäßig von einem Profi begutachtet, kann man rechtzeitig defekte Teile tauschen und so das Fahrvergnügen erhalten.

Make Bike not Car


Auch hinsichtlich der körperlichen Ertüchtigung und der allgemeinen Fitness und Gesundheit ist es immer ratsam, mit dem Fahrrad zu fahren. Mehr frische Luft und mehr Bewegung – all das führt nicht nur zu einer besseren Fitness und einem gesünderen Leben, auch wird die Umwelt geschont und man bewegt sich relativ CO2 neutral durch den Großstadtdschungel.

Was tun, wenn alles nichts genutzt hat?

All die nützlichen Tipps bringen natürlich nichts, wenn ich nach dem Winter in den Keller komme, das Kellerschloss aufgebrochen vorfinde und mein geliebtes Fahrrad verschwunden ist. Gleiches gilt, wenn ich nach einem anstrengenden Tag im Büro mit meinem Fahrrad nach Hause fahren möchte und das Rad an der Stelle, an der ich es morgens angeschlossen hatte, nicht mehr vorfinden kann. Um in einem solchen Fall nicht im Regen zu stehen und sich Sorgen machen zu müssen, wie ein neues Fahrrad finanziert wird, empfiehlt es sich immer, eine Hausratversicherung abzuschließen, die einen solchen Verlust mit abdeckt.

 

Im Rahmen des Sorglos-Tarifs der Concordia ist das Fahrrad automatisch gegen Diebstahl in Höhe von 1 % der Versicherungssumme mitversichert. Ist zum Beispiel der Hausrat in einer Höhe von 75.000€ versichert, so ist das Fahrrad mit bis zu 750€ versichert. Eine weitere Erhöhung des Anteils kann außerdem individuell vereinbart werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Rad durch ein eigenständiges Fahrradschloss gegen Diebstahl gesichert wird, wenn man es irgendwo abstellt. Abschließend daher noch ein paar Tipps, wie das Fahrrad möglichst gut gegen Diebstahl gesichert wird:

Tipps für das richtige Anschließen und den Erwerb eines Schlosses

  • Das Fahrrad sollte immer an einen festen Gegenstand angeschlossen werden
  • Auch im Keller sollte es nie unangeschlossen stehen gelassen werden
  • Bei einem Rahmenschloss handelt es sich lediglich um eine „Wegfahrsperre“, ein
  • Zusätzliches Schloss wird immer benötigt (insbesondere auch, um im Versicherungsfall eine Zahlung seitens der Versicherung zu erhalten)
  • Es ist ein für das jeweilige Fahrrad „richtiges“ Schloss zu benutzen (Empfehlung: 5-10% des Wertes des Fahrrades in ein Schloss investieren)
  • Bei dem Erwerb des Schlosses sollte auf Gütesiegel geachtet beziehungsweise Testberichte unabhängiger Prüfinstitute berücksichtigt werden