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+++ AHA! Mit Abstand, Handhygiene und Altagsmaske führen wir wieder die persönlichen Beratungsgespräche durch. +++


Die Agentur für Finanzdienste ("HAFiN") ist die Dependance in der Berliner City für die seit 1864 nur ihren Mitgliedern verpflichtete Concordia Versicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit, inhabergeführt durch Gunnar Hoppe seit 1992.


Verantwortungsgerecht werden die lebenstragenden Säulen Vorsorge, Vermögensbildung und Versicherungslösungen für Familien, Studien- und Berufsanfänger, Senioren, Freiberufler, Berufsangehörige des Heilwesens, Betriebe und Bauherren aufgebaut und gesichert.


Beihilfeberechtigte des Bundes und der Länder erhalten im Hauptstadt-Büro nicht nur Angebote von der durch FINANZtest dreimalig in Folge als Testsieger erkorenen Krankenversicherung für Beamte und Anwärter sondern dauerhafte Beratung und Unterstützung. Gesetzlich Versicherte überwinden mit unserer Hilfe die Zwei-Klassen-Medizin und beseitigen das immense Pflegekostenrisiko für sich und Angehörige.


Ökologisch rein und ethisch einwandfrei finanzieren wir die lebensbegleitende Absicherung für Kinder ("juniorBASIC") und die private Vorsorge für Erwachsene oder die betriebliche Altersversorgung. Die "Concordia oeco" ist die erste und einzige Vorsorgeinstitution, die das Geld unter strengsten Ausschlusskriterien zukunftsorientiert anlegt!


Wer Versorgungsangelegenheiten und Sicherheitsaspekte professionell betreut haben möchte, dabei die Kontinuität seit über 25 Jahren schätzt und persönliche Gespräche dem Internet vorzieht, wird sich in der Agentur besonders wohl fühlen.


Erfahrung und fundiertes Wissen lotsen Sie durch die Finanzwelt.


Anfänglich spezialisiert auf die Absicherung von Medizinern und Apotheken entwickelte sich durch die Weiterempfehlung unserer Kunden auch eine besondere Beratungskompetenz für

  • Beihilfeberechtigte (Hauptstadt-Büro für Beamte und Anwärter)
  • Trägerunternehmen der betrieblichen Altersversorgung (bAV)
  • Reformhäuser, Praxen, Zahnlabore, Arzt- und Sanitätshäuser
  • Gehobene Gastronomie, Cafés, Bistros, Hotels und Boutiquen
  • Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Immobiliendienstleister
  • Bio- und Naturkosthandel, Bio-Bäcker und -Fleischer
  • die gewünschte Individuallösung kann so gut wie immer ausgearbeitet werden!


Service-Büro

Gunnar Hoppe
Agentur für Finanzdienste

Westfälische Str. 82
10709 Berlin

Tel: +49 (30) 86008351 Fax: +49 (30) 86008352 gunnar.hoppe@concordia.de

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bei uns oder bei Ihnen - nur nach Vereinbarung und

nach den derzeit geltenden Abstands- und Hygienestandards "AHA"!

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Unser Sekretariat hat rund um die Uhr ein offenes Ohr, notiert Ihre Anrufe und kanalisiert schnell Ihre Hilferufe, Fragen und Terminwünsche, so dass anschließend und schnellstmöglich alles vom Agenturinhaber persönlich begleitet, beantwortet und bestätigt werden kann.

Agenturinhaber Gunnar Hoppe

gunnar.hoppe@concordia.de

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Werdegang

  • siehe Meilensteine


Qualifikation

  • Versicherungskaufmann mit der Zusatzausbildung in Bankbetriebslehre (IHK Berlin)
  • Aus- und fortgebildet in allen Sparten der Personen- und Schadenversicherung sowie in der Schadensofortregulierung
  • Spezialist für alle Durchführungswege in der Kranken-, Pflegeversicherung und Existenzsicherung
  • zertifiziert für die betriebliche Altersversorgung (bAV)


Privat

  • verheiratet mit Birgit Hoppe, Ärztin
  • gemeinsame Kinder Malina und Ludwig
  • Vorsitzender des VfK 1901 Berlin e.V
  • über 40 Jahre Mitglied im TC Wilmersdorf e.V.


Interessen

  • Wirtschaft und Finanzen
  • Film, Fotografie und Musik
  • Tennis (2014 Ostliga, 2018/19 Bezirksoberliga, 2020 Verbandsliga I Herren 40)
  • Faustball (2015 Club-Weltmeister Männer 45 Llanquihue in Chile, 2016 Deutscher Meister Männer 35, 2017 Internationaler Turnfestsieger und Deutscher Meister Männer 35, 2018 Deutscher Meister Männer 35 in der Halle und im Feld, 2019 Deutscher Meister Männer 35)
Aktuelles
29.09.2020

MANDANTENiNFORMATION zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung


Vier von fünf Leistungsanträgen bewilligt


Aktuelle Zahlen der Versicherungswirtschaft zeigen: Wer eine Berufsunfähigkeits-Versicherung abschließt, muss keineswegs befürchten, dass die Versicherer im Ernstfall nicht zahlen. Denn vier von fünf Leistungs-Anträgen werden von den Assekuranzen problemlos bewilligt.


Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss sich darauf verlassen können, dass der Versicherer tatsächlich leistet. Denn wer dauerhaft berufsunfähig wird, will ja für die verbleibende Zeit finanziell abgesichert sein - oft über viele Jahre. Hier lastet den Versicherern ein wenig der Ruf an, dass sie die Betroffenen unnötig in lange Rechtsstreite verwickeln und nicht zahlen wollen.


Daten der Versicherungswirtschaft zeigen aber, dass die Versicherer im Gros durchaus zuverlässig leisten. Vier von fünf Leistungsanträgen (80 Prozent) auf BU-Rente oder eine andere Leistung aus der privaten Invaliditätsversicherung wurden von den Anbietern 2018 bewilligt, wie der Versicherer-Verband GDV zuletzt meldete. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor.


Lehnen Versicherer einen Leistungsantrag ab, dann zumeist deshalb, weil der Versicherte noch mindestens zu 50 Prozent seinem zuletzt ausgeübten Beruf nachgehen kann. Denn „Nichterreichen des BU-Grades“ war bei 46 Prozent der abgelehnten Anträge auf Rente die Ursache. Dies ist auch ein wichtiger Grund, weshalb derartige Streitigkeiten mitunter vor Gericht landen und der Versicherer zusätzliche Gutachten anfordert. Auch hierfür lohnt sich eine Rechtsschutz-Police, welche einen solchen Streit abdeckt.


Ebenfalls ein häufiger Grund, weshalb Versicherer nicht zahlen, ist die sogenannte Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht. Eine solche kann laut Versicherungsvertragsgesetz geltend gemacht werden, wenn Versicherungsnehmer im Antrag und bei den Gesundheitsfragen falsche Angaben gemacht haben. Der Versicherer ist dann im Leistungsfall berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten. Immerhin bei jeder siebten abgelehnten Leistung (14 Prozent) ist das die Ursache.


Aus Kostengründen überprüfen die Versicherer erst im Leistungsfall, ob die Anzeigepflicht verletzt wurde: schließlich ist es hierfür unter anderem notwendig, zahlreiche Gesundheitsdaten von behandelnden Ärzten einzuholen und die Patientenakte zu prüfen. Deshalb kann es sein, dass der Versicherte jahrelang Beitrag zahlt, letztendlich aber doch ohne Leistung dasteht, weil der Anbieter vom Vertrag zurücktritt. An diesem Umstand zeigt sich, wie wichtig eine gute und umfassende Beratung beim Abschluss einer BU ist.


Letztendlich aber gilt: In der Regel leisten die Versicherer, wenn alle Gesundheitsdaten vorliegen. Weil geschätzt jeder vierte Berufstätige vor Erreichen des Rentenalters unfreiwillig aus seinem Beruf ausscheidet, ist dieser wichtige Schutz unbedingt zu empfehlen. Die Versicherer bewilligen die Anträge fast immer allein anhand der vorhandenen Unterlagen, wie beispielsweise den ärztlichen Attesten. In nur sechs Prozent der Fälle hatten die Unternehmen 2018 zusätzlich ein neutrales Gutachten für die Leistungsprüfung erstellen lassen: und selbst wenn extra Belege eingefordert werden, entscheiden die Versicherer in 63 Prozent der Fälle zugunsten des Antragstellers.

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22.09.2020

MANDANTENiNFORMATION zum Thema neue Fahrzeugtypklassen


Neue Werte für knapp 11 Millionen Fahrzeughalter


Die Versicherungswirtschaft hat in der 38. Kalenderwoche die neuen Typklassen in der Kfz-Versicherung bekanntgegeben. Elf Millionen Fahrzeughalter werden 2021 einer neuen Typklasse zugeteilt. Das kann Auswirkungen auf die Versicherungsprämie haben - muss aber nicht.


Welche Autotypen sind besonders häufig in Unfälle verwickelt? Welche werden oft gestohlen oder sind häufig von Schäden durch Wildunfälle und Naturereignisse betroffen? Solche Daten fließen in die Typklassenstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein. Die Versicherer berücksichtigen die Daten auch, wenn sie die Kfz-Prämie für bestimmte Typen berechnen - allerdings nur als Orientierung. Es ist keine Pflicht für die Versicherer, Änderungen der Typklasse auch im neuen Jahr bei der Prämie einfließen zu lassen.


Die neue Typklassenstatistik hat der GDV am 17.09.2020 veröffentlicht. Mit einer beeindruckenden Fülle: 31.000 Fahrzeugtypen wurden für die Jahre 2017 bis 2019 bewertet. Für mehr als jeden vierten Fahrer (knapp 26 Prozent) wird sich in der Kfz-Haftpflicht die Typklasse ändern. Rund 6,1 Millionen Fahrzeughalter müssen mit einer höheren Prämie rechnen, für 4,6 Millionen wird sie eher günstiger.


In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25), für die Einstufung des Modells sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich. Je höher die Typklasse, desto schlechter ist auch die Schadensbilanz gegenüber Dritten.


Größter Verlierer ist in der Kfz-Haftpflicht ein elektrisches Auto: Der Tesla S wird 2021 gleich um vier Klassen auf TK 23 hochgestuft. Auch der Citroen 4 Aircross 1.6, ein SUV mit Diesel-Antrieb, legte einen recht hohen Sprung um drei Typklassen hin, schneidet mit TK 18 aber weit besser ab als der amerikanische E-Flitzer. Als Beispiel für Modelle mit besonders hoher Typklasse nennt der Versicherer-Verband überwiegend Schwergewichte: SUV wie den Porsche Macan Turbo 3.6 (22) oder Range Rover Velar 20D.


Gewinner sind hingegen der Seat Arona 1.5, ein spanischer SUV, und der Skoda Karoq 2.0 TDI aus Tschechien. Beide verbesserten sich um drei Typklassen und sind nun in der TK 12 zu finden.


Dass SUV und hochpreisige Modelle auch bei den Typklassen in der Vollkasko und Teilkasko-Versicherung schlecht abschneiden, liegt hingegen schon im Wert des Autos begründet. Dieser fließt bei der Einstufung mit ein. In der Vollkaskoversicherung gibt es 25 Typklassen (10-34) und in der Teilkasko 24 (10-33).


Die Verlierer in der Vollkasko haben gegenüber dem Vorjahr eine um drei Klassen schlechtere Einstufung. Das betrifft den Mitsubishi Outl. 2.0 AWF Hybr. (neue TK 26), der BMW 118i (24), den Audi Q2 TFSI Quattro sowie den Ford Focus STH 1.0 (jeweils 21).


Auch in der Vollkasko zählen der Porsche Macan Turbo 3.6 und der Range Rover Velar 20D AWD zu den Fahrzeugen mit der höchsten Einstufung. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass solche Modelle oft gestohlen werden. Beide haben TK 29.


Sehr günstige Einstufungen haben zum Beispiel der Toyota Yaris 1.3 und der Citroen C3 Picasso 1.4: ein Kleinwagen und ein Mini-Van. Mit TK 13 erreichen sieden aktuell besten Wert in der Vollkasko.


Die neue Typklasseneinstufung des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel ist dies der 1. Januar 2021.


Daneben spielen aber weitere Faktoren für die Kfz-Prämie eine Rolle: etwa das Alter der Fahrer, die Regionalklasse, die Zahl der eingetragenen Fahrer, die Zahl der unfallfreien Jahre und der vereinbarte Selbstbehalt und mittlerweile vieles mehr…

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15.09.2020

MandantenInformation zum Thema Corona-Hilfen und die Steuer


Corona und die Folgen - Nachforderungen vom Finanzamt wegen Kurzarbeit?


Mit dem Steuerbescheid 2020 könnte es für einige Empfänger böse Überraschungen geben, warnt die Stiftung Warentest. Denn Hilfszahlungen müssen meistens in der Steuererklärung abgerechnet werden. Mitunter droht eine steigende Steuerlast.


Die Corona-Hilfspakete der Bundesregierung haben vielen Menschen in Deutschland durch die Krise geholfen. Sicher kann man darüber streiten, ob jede Rettung in dieser Form nötig war oder ob nicht bestimmte Branchen mehr oder weniger Hilfe bedurft hätten.


Unstrittig ist allerdings, dass ein großer Teil der Hilfsleistungen im Rahmen der Steuererklärung abgerechnet wird. So müssen etwa Selbstständige die Soforthilfen als Betriebseinnahmen abrechnen, wodurch ihre Steuerlast mitunter steigen kann. Davor warnt die Stiftung Warentest und hat einige Ratschläge für Betroffene zusammengestellt:


Angestellte: Warum drohen Nachforderungen vom Finanzamt? Zwar sind Kurzarbeitergeld und Zuschuss vom Arbeitgeber von Sozialabgaben befreit. Aber nur bis maximal 80 Prozent des Monatsnettos (bei Kindern bis 87 Prozent). Der Lohnersatz unterliegt dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Konkret bedeutet das: Bei der Ermittlung des Steuersatzes werden Lohnersatzzahlungen zu übrigen Einkünften addiert. Die Steuerlast kann so steigen.


Wer im Homeoffice gearbeitet hat, sollte prüfen lassen, ob dadurch entstandene Kosten abgesetzt werden können.


Selbstständige: Wer Zahlungen an das Finanzamt leisten muss, kann Erleichterungen beantragen. So ist es beispielsweise möglich, dass Zahlungen zinsfrei gestundet werden. Bei Selbstständigen, die Soforthilfen erhalten oder einen Zahlungsaufschub gewährt bekamen, kann sich die künftige Steuerlast ändern. Das muss mit dem Steuerberater geklärt werden.


Wer Überbrückungshilfe erhalten hat, muss nachweisen, das Geld zu Recht empfangen zu haben. Andernfalls muss zurückgezahlt werden.


Familien: Eltern, die ihre Kinder selbst betreut haben, während Kitas und Schulen geschlossen waren, können Anspruch auf Familienbonus haben. Damit ist eine Zahlung von bis zu 300 Euro pro Kind gemeint. Allerdings sind dabei Einkommensgrenzen zu beachten. Eltern, die über mehr als 67.800 Euro zu versteuerndes Einkommen verfügen (Unverheiratet: 33.900 Euro), sollten einplanen, dass nach der Steuererklärung nur ein Teil oder gar nichts von dem Bonus übrig bleibt.

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07.09.2020

MandantenInformation zum Thema Sicherheit für Zuhause


Tipps für mehr Sicherheit für zu Hause


Obwohl die Zahl der Einbrüche seit einiger Zeit rückläufig ist, kommt es laut Kriminalstatistik im Schnitt täglich zu 230 Einbruchdiebstählen. Die Aufklärungsquote beträgt 17,4 Prozent. Dabei können einfache Maßnahmen helfen, Einbrecher wirksam abzuschrecken.


Einschließlich der Einbruchsversuche verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2019 87.145 Fälle. Das sind zwar weniger als im Vorjahr (2018: 97.504), doch Grund zur Sorglosigkeit besteht nicht. Denn bei den Fällen von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen verzeichnet die Statistik ein leichtes Plus, nachdem die Zahlen in den Vorjahren rückläufig waren (2016: 102.586 Fälle, 2017: 93.212 Fälle, 2018: 86.474 Fälle, 2019: 86.604 Fälle).


Laut Statistik scheiterten 2019 etwa 45 Prozent der Einbrüche. Deshalb raten Sicherheitsexperten immer wieder, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen. Denn meist dauert ein Einbruch nur wenige Minuten. Je mehr Zeit potenzielle Täter aufwenden müssen, um ihr Ziel zu erreichen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Einbrecher von ihrem Plan ablassen. Und das können Mieter und Eigenheimbesitzer erreichen, wenn sie einige Handlungsempfehlungen beachten.


Empfehlung 1: Häufig spähen Diebe ihre potenziellen Opfer vorher aus. Wer also in den Urlaub fährt oder längere Zeit nicht zu Hause ist, sollte Hinweise auf diese Abwesenheit vermeiden. Briefkästen, die überquellen, dauerhaft geschlossene Rollläden oder dunkle Zimmer in den Abendstunden können Indizien für die Abwesenheit sein. Mieter und Eigenheimbesitzer sollten Nachbarn oder Bekannte bitten, dafür zu sorgen, dass Wohnung oder Haus nicht unbewohnt wirken.


Empfehlung 2: Ist man nicht zuhause, sollten Fenster und Türen immer korrekt verschlossen bleiben. Fenster, die nur angekippt sind, erleichtern Einbrechern den Zugang. Schlüssel unter Fußmatten oder Blumentöpfen zu verstecken, sollten ebenfalls vermieden werden. Einbrecher und Diebe kennen solche Verstecke. Vorsicht ist auch mit Blick auf den Versicherungsschutz geboten. Wer sein Heim unverschlossen verlässt, könnte fahrlässig handeln und - je nach Vertrag - seinen Versicherungsschutz dadurch gefährden.


Empfehlung 3: Mit mechanischen oder elektronischen Sicherungen können Türen und Fenster noch besser vor Einbrechern geschützt werden. Die KfW bietet Eigenheimbesitzern sogar Förderungen für moderne Alarmsysteme an.


Empfehlung 4: Kommt es doch zum Einbruch, ist passender Versicherungsschutz wichtig, um einen finanziellen Ausgleich für die entwendeten Gegenstände zu bekommen. Ersetzt wird in der Regel der Wiederbeschaffungswert. Diesen einzuschätzen ist oft nicht leicht. Deshalb ist ratsam, Kaufbelege und Zertifikate (insbesondere bei Schmuck und Uhren usw.) sicher aufzubewahren. So kann im Ernstfall schneller ermittelt werden, welcher Betrag dem Einbruchsopfer vom Versicherer erstattet wird.


Empfehlung 5: Neben dem eigentlichen Diebstahl kommt es auch oft zu Einbruchschäden an Türen oder Fenstern. Auch diese können mitunter sehr teuer sein. Mieter und Wohnungseigentümer sollten ihren Hausratversicherungsvertrag dahingehend von uns prüfen lassen, ob und wie auch solche Schäden ersetzt werden.

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01.09.2020

MandantenInformation zum Thema Trunkenheit am Steuer (oder Lenker)


OLG Karlsruhe: E-Bike-Fahrer wird trotz Fahrt mit 1,59 Promille nicht straffällig


Wer mit einem Fahrzeug alkoholisiert am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet sich und andere. Aus diesem Grund gibt das Strafgesetzbuch (StGB) in Paragraf 316 für Fahrten bei Trunkenheit eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe vor. Schlimmer ist das Strafmaß, wenn man während der Fahrt noch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet – in diesem Fall sieht Paragraf 315c StGB sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor. Ob aber ein betrunkener Fahrer straffällig wird, kann wesentlich von der Promillegrenze für absolute Fahruntüchtigkeit – und damit allerdings vom Fahrzeug – abhängen.


Denn sobald der Blutalkoholgehalt den Grenzwert für absolute Fahruntüchtigkeit erreicht und sobald dennoch ein Fahrzeug bedient wird, begeht der Fahrer stets eine Straftat laut StGB – in diesem Fall hat er keine Möglichkeit mehr, später vor Gericht einen Gegenbeweis für die eigene Fahrtüchtigkeit anzutreten. Der Grenzwert orientiert sich an gesicherten medizinischen Erkenntnissen – niemand ist mit einem solchen oder einem höheren Blutalkoholgehalt aus medizinischer Sicht mehr fahrtüchtig.


Allerdings wird derzeit für Kraftfahrzeuge wie PKW oder für Fahrräder ein doch merklicher Unterschied gemacht: Liegt der Grenzwert für Kraftfahrzeuge bei 1,1 Promille, liegt er für Fahrradfahrer bei hohen 1,6 Promille. Und wie nun ein Hinweisbeschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe vom 14.7.2020 zeigt, gilt der hohe Grenzwert von 1,6 Promille für absolute Fahruntauglichkeit auch für E-Bikes oder sogenannte Pedelecs (Az. 2 Rv 35 Ss 175/20). Das trifft zumindest immer dann zu, wenn Bedingungen von Paragraf 1 Abs. 3 Straßenverkehrsgesetz (StVG) erfüllt sind – der elektromotorische Hilfsantrieb muss demnach bei 25 km/h gedrosselt sein.


Grund für den Hinweisbeschluss ist ein Strafverfahren. Ein Pedelec-Fahrer hatte doch einiges getrunken und wurde dann in einen Unfall verwickelt – 1,59 Promille wurden bei ihm gemessen, nachdem er mit einer abbiegenden Fahrradfahrerin zusammengestoßen war. Deswegen sollte er sich vor Gericht verantworten. Die Anklage lautete auf fahrlässige Trunkenheit im Verkehr.


Die vorgerichtlichen Instanzen – Amts- und Landgericht – aber gingen auch bei E-Bikes von dem höheren Grenzwert für Fahrräder aus. Das E-Bike wurde demnach nicht als Kraftfahrzeug im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) gewertet, sondern nur als muskelbetriebenes Fahrzeug – eben vergleichbar einem Fahrrad. Durch Orientierung am Grenzwert für Fahrräder sprachen die Vorinstanzen den angeklagten E-Bike-Fahrer frei.


Das wollte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht in Kauf nehmen und legte Revision vor dem Oberlandesgericht in Karlsruhe ein. Mit Hinweisbeschluss aber zeigte nun der zuständige Senat: Er plant, den Freisprüchen der Vorinstanzen zu folgen.


Der Hinweisbeschluss allerdings ist noch nicht rechtskräftig – die Verfahrensbeteiligten erhalten Gelegenheit zur Äußerung innerhalb einer bestimmten Frist. So kann die Staatsanwaltschaft das Urteil der Vorinstanzen noch angreifen. Dies gelingt allerdings nur über den medizinischen Nachweis, dass bei E-Bikes doch ein geringerer Grenzwert angesetzt werden muss als bei Fahrrädern für absolute Fahruntauglichkeit.


Was aber gilt bis dahin? Können nun E-Bike-Fahrer oder Fahrradfahrer fröhlich trinken und sich dann auf den Sattel schwingen, um in Schlängellinien nachhause zu radeln? Nicht ganz. Zwar gibt es für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer keine Rechtsnorm für eine Ordnungswidrigkeit – anders als für die motorisierten Kraftfahrzeuge. Denn wer mit 0,5 Promille oder mehr im Blut beim Fahren eines Kfz erwischt wird, muss bereits mit einem Fahrverbot und einem Bußgeld von bis zu 1.500 Euro rechnen.


Jedoch: Selbst mit geringen Blutalkoholwerten können Fahrrad- und E-Bike-Fahrer, wie auch Autofahrer, dennoch straffällig werden. Dies liegt im Tatbestand der Verkehrsteilnahme bei relativer Fahruntüchtigkeit begründet.


Denn bei Anklage wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr reicht bei relativer Fahruntüchtigkeit zwar der Blutalkoholgehalt für sich noch nicht als Beweismittel aus. Kommen aber andere Beweisanzeichen hinzu, die für Fahruntauglichkeit sprechen – zum Beispiel ein Fahrverhalten wie das Fahren in Schlängellinien – kann schon ab 0,3 Promille ein Strafbestand im Sinne des Strafgesetzbuchs vorliegen. Mit allen Folgen, die das Strafgesetzbuch vorsieht. Der angeklagte E-Bike-Fahrer im verhandelten Fall, der mit 1,59 Promille unterwegs war, hatte nur das Glück, dass kein Beweis der relativen Fahruntauglichkeit gelang.


Aber auch für den Versicherungsschutz kann Ungemach drohen, wenn man alkoholisiert auf das Fahrrad steigt. Zwar leistet in der Regel die private Haftpflichtversicherung auch bei Unfällen durch Alkohol, solange ein Schaden nicht mit Vorsatz herbeigeführt wurde.


Anders jedoch kann es bereits bei der privaten Unfallversicherung aussehen. Denn viele Anbieter schließen über die Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) Unfälle vom Versicherungsschutz aus, die durch Bewusstseinsstörungen in Folge von Alkoholkonsum verursacht wurden.

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25.08.2020

MandantenInformation zum Thema Regionalklassen in der Kfz-Versicherung


4,8 Millionen Autos könnten teurer werden


Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die neuen Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung bekanntgegeben, basierend auf den Schadensbilanzen von 400 Zulassungsbezirken in Deutschland. Circa 4,8 Millionen Autohalter müssen demnach Teuerungen befürchten, weil sie in eine höhere Regionalklasse rutschen. Für die Mehrheit aber ändert sich nichts.


Rund 4,8 Millionen Fahrzeughalter müssen sich in der Kfz-Haftpflichtversicherung 2021 auf steigende Beiträge einstellen, weil sie in eine höhere Regionalklasse eingestuft werden.


Grundsätzlich gilt: Je besser und niedriger die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings sind die Versicherer nicht daran gebunden, die Beiträge anzuheben oder herabzusetzen. Viele folgen aber der Verbandsempfehlung.


Für rund 4,5 Millionen Autofahrer gibt es auch eine gute Nachricht: Sie können auf günstigere Prämien hoffen, weil sie besser bewertet wurden. Bei rund 32,4 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherten bleibt es hingegen bei den Regionalklassen des Vorjahres.


Bei der Frage, wo die Autos am meisten Kfz-Haftpflichtschäden verursachen und die Regionalklassen entsprechend ungünstig sind, bestätigt sich das Bild der letzten Jahre. In den Großstädten werden viele selbstverschuldete Unfälle registriert, auch in Teilen von Bayern. Trauriger Rekordhalter ist Berlin, wo ein Drittel mehr Haftpflichtfälle gezählt werden als im Bundesschnitt. Dem entgegen sind vor allem in den norddeutschen Zulassungsbezirken wenige Unfälle zu verzeichnen, die Regionalklassen entsprechend günstig.


In der Kaskoversicherung werden eigene Regionalklassen ausgewiesen. Hier werden neben Haftpflicht-Schäden auch Autodiebstähle, Glasschäden, Fahrzeugbrände, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse eingerechnet. Hier ist der Trend positiv. Für fast 3,4 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherte gelten künftig bessere, für 3,2 Millionen höhere Einstufungen. Keine Änderungen gibt es hingegen für 29,6 Millionen Kasko-Versicherte.


Eine Änderung der Regionalklasse muss aber -wie bereits oben erwähnt- nicht zu einer Änderung der Kfz-Prämie führen. Zum einen fließen bei deren Berechnung zahlreiche weitere Faktoren ein. Etwa die Unfallhäufigkeit eines Autotyps, das Alter des Fahrers oder die Zahl der berechtigten Fahrer. Zum anderen herrscht auf dem Markt der Kfz-Versicherer ein erbitterter Preiskampf, der manchmal sogar dazu führt, dass die Versicherer mehr für Schäden ausgeben, als sie an Prämie einnehmen.

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17.08.2020

MandantenInformation zum Thema Kundenzufriedenheit und Policenranking


Deutsche sind mehrheitlich zufrieden mit ihrem Versicherer -

Umfrage zeigt aber auch Absicherungslücken


Versicherer haben ein schlechtes Image? Dass hierbei auch viele Vorurteile eine Rolle spielen, zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage. Vier von fünf Deutschen (81 Prozent) sind demnach mit ihrem Versicherer zufrieden. Das relativiert so manche kritische Rückmeldung in sozialen Medien, auch wenn es natürlich mitunter Grund zu Kritik gibt.


Vier von fünf Deutschen, die ihrem Versicherer einen Schaden gemeldet haben, sagen, dass die Erfahrung mit der Regulierung des Schadens überwiegend positiv gewesen sei. Das zeigt eine repräsentative Umfrage aus dem Hause YouGov. Entsprechend hoch sind bei diesen Befragten die Zufriedenheitswerte mit dem Versicherer.


Die Studie fragte auch danach, wie die Deutschen zu ihrer Versicherung kommen. Hier zeigt sich: Viele Bürger versichern Schäden, deren Eintritt sie in Bezug auf die eigene Person für wahrscheinlich halten. Dabei spielt der Rat von Eltern und Freunden noch immer eine große Rolle. Zwei von drei 18- bis 24-Jährigen (64 Prozent) schließen die Versicherung auf Anraten von Eltern oder Freunden ab. In der Generation 25 bis 34 Jahre sind es immerhin noch 39 Prozent. Es sind eben die Menschen, denen man am ehesten vertraut!


Wer keine so guten Erfahrungen gemacht hat - immerhin auch circa 19 Prozent - kann sich mit seinem Ansinnen zunächst an einen der Versicherungs-Ombudsmänner wenden. Sie prüfen als Schlichtungsstelle unentgeltlich, ob das Anliegen des Versicherungsnehmers gerechtfertigt ist, schlagen unter Umständen einen Vergleich vor. Wer mit dem Schlichtungsspruch unzufrieden ist, kann hinterher immer noch klagen. Die Verjährungsfristen ruhen während des Schlichtungsverfahrens.


Der Verlass auf den Rat von Verwandtschaft und Bekanntschaft trägt aber aus Sicht eines Versicherungsexperten bzw. einer Expertin dazu bei, dass gefährliche Absicherungslücken drohen. Das geht ebenfalls aus der YouGov-Umfrage hervor.


Positiv ist immerhin, dass ein Großteil der Befragten (63 Prozent) sagen, sie besitzen eine Privathaftpflichtversicherung. Bei der Wichtigkeit dieser Police aber immer noch zu wenig. Hier sei daran erinnert, dass man für Schäden, die man Dritten zufügt, mit dem gesamten Vermögen (auch künftigen) haftet - auch, wenn man aus Versehen eine Person schädigte. Das kann zur Armuts- und Schuldenfalle werden, zum Beispiel, wenn der oder die Geschädigte dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt wurde.


Es folgen auf den Plätzen der am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen: die Kfz-Versicherung (63 Prozent) als Pflichtversicherung, die Hausratversicherung (58 Prozent) und Rechtsschutzversicherung (37 Prozent). Hier macht die Umfrage die Tendenz deutlich, dass Deutsche eher ihren materiellen Besitz absichern als existentielle Risiken, die wirklich den Ruin bedeuten können. Es ist zwar gut, den Hausrat mit teuren elektrischen Geräten abgesichert zu wissen. Wer genug Geld hat, kann im Zweifel den defekten Fernseher nach einem Überspannungsschaden auch selbst zahlen.


Anders sieht es aber zum Beispiel aus, wenn eine junge Familie einen Hauskredit abstottert - und ein wichtiger Ernährer bzw. eine Ernährerin stirbt. Dann sind die Hinterbliebenen oft mit den finanziellen Folgen überfordert - und das in einer extremen psychischen Ausnahme-Situation, denn auch die Trauer will ja bewältigt werden. Die Hinterbliebenen -Lebenspartner und Kinder- kann man recht preiswert mit einer Risikolebensversicherung absichern.


Weitere wichtige Versicherungs-Arten wie die Berufsunfähigkeitsversicherung oder Pflegezusatzversicherung sind in Deutschland noch weniger verbreitet. Letztgenannte führt regelrecht ein Nischendasein. Doch auch das vorzeitige Aus im Beruf und die eigene Pflegebedürftigkeit können dazu beitragen, dass man nicht nur selbst in finanzielle Not gerät, sondern auch die Angehörigen betroffen sind. Umso wichtiger ist es, hier vorzusorgen.


Versicherungen, die gesundheitliche Risiken absichern, können selbstverständlich auch schon in jungen Jahren abgeschlossen werden. Und das lohnt sich sogar, weil in der Regel der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss zählt - und eingefroren wird. Wer jung, gesund und ohne schwere Vorerkrankungen ist, kann existentielle Risiken deshalb oft preiswerter versichern: und sich im Zweifel durch die Eltern beim Beitrag helfen lassen, wenn man z.B. noch studiert oder sich in einer Ausbildung befindet.


Gerade bei den jungen Befragten zeigen sich laut YouGov-Umfrage Wissenslücken. Während rund die Hälfte der Befragten, nämlich 55 Prozent, angaben, dass sie sich über die jeweiligen Versicherungen gut informiert fühlen, konnte dies bei den 18- bis 24jährigen nur jeder Dritte bestätigen.


Das fehlende Wissen ist auch ein Grund, warum sich viele Deutsche oft recht spät und dann teuer versichern - hier kann ein Beratungsgespräch helfen. Derzeit beraten wir wieder verstärkt Berufs- und Studienstarter.

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10.08.2020

MandantenInformation zum Thema Telefax und Datenschutz


Telefax - Datenschutz ungenügend


In vielen Büros und Firmen kommen sie noch immer zum Einsatz: die guten alten Faxgeräte. Damit kann man schnell Dokumente von A nach B übermitteln, so dass sie zum Beispiel auch im Versicherungsgewerbe noch längst nicht aussortiert wurden. Dass es hierfür aber gute Gründe gibt, zeigt ein aktuelles Urteil des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Lüneburg. Demnach ist es tabu, sensible Daten per Fax weiterzuleiten, wenn es der Betroffene nicht will (Beschluss vom 22.07.2020, Az.: 11 LA 104/19).


Der Grund, weshalb Faxgeräte nicht für das Versenden sensibler Daten verwendet werden darf: Diese Art der Übermittlung bietet nur einen mangelhaften bis gar keinen Datenschutz. Und das kann schnell zu ernsten Problemen führen, wie auch der verhandelte Rechtsstreit erahnen lässt.


Geklagt hatte vor dem Verwaltungsgericht ein Sprengstoffhändler. Die Fahrten mit der explosiven Fracht muss eine Behörde genehmigen und entsprechende Sperrvermerke ausstellen: stark vereinfacht vertrauliche Erklärungen, wann ein Sprengstoff wohin transportiert wird. Diese unterliegen der Geheimhaltung. Zwar kommt Sprengstoff zum Beispiel beim Berg- und Tunnelbau noch oft zum Einsatz. Aber auch Kriminelle und Terroristen hätten ein Interesse daran, die LKW zu kapern. So enthielten die Faxe sicherheitsrelevante Daten. Etwa Fahrzeug-Identifikationsnummer und Spedition der Transporte.


Die zuständige Behörde hat wiederholt die Fahrgenehmigungen einfach per Fax an den Unternehmer geschickt, obwohl er sich dies verbat und einer Übersendung per Fax widersprochen hatte. Er klagte sowohl vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück (VG) als auch vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG). Beide Gerichte gaben dem Händler Recht. Die Behörde darf die Faxe nicht versenden, weil dies das einzuhaltende Schutzniveau verletze. Das Urteil ist rechtskräftig, eine Berufung der Behörde wurde nicht gestattet.


Die Richter verwiesen darauf, dass das Versenden eines Faxes eben keine Datensicherheit garantiere. Zumindest, wenn es unverschlüsselt erfolge. Der Datenschutzbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen hatte diese Informationsweitergabe bereits mit dem Versenden einer Postkarte verglichen. Nicht nur sei der Telefaxverkehr wie ein Telefongespräch abhörbar, auch Rufumleitungen und Fehler in der Zahlenfolge der Adresse könnten dazu führen, dass ein Fax in unbefugte Hände gerate.


Offen ist bisher, ob und in welchem Umfang das Urteil auch auf andere Branchen übertragen werden kann. Schließlich betrifft der Sprengstoff-Export auch die innere Sicherheit der Bundesrepublik. Welches Schutzniveau bei Informationen einzuhalten sei, „richtet sich nach der Sensibilität und Bedeutung der zu übermittelnden Daten, den potentiellen Gefahren bei der Faxübermittlung, dem Grad der Schutzbedürftigkeit des Betroffenen und dem mit den Sicherungsmaßnahmen verbundenen Aufwand“, führt das Gericht aus.


Dennoch ist sehr wahrscheinlich, dass das Faxgerät künftig überall dort ausgedient haben dürfte, wo die Sicherheit der Daten wichtig ist. Das würde auch den Versicherungs-Bereich betreffen. Schließlich sind individuelle Daten zu Gesundheit, Vermögen oder zu Wertgegenständen in der Wohnung höchst sensibel: und sprichwörtlich explosiv, wenn sie in die falschen Hände geraten.

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03.08.2020

MandantenInformation zum Thema Gesetzesänderungen und -ausläufe im August


August bringst Neuigkeiten bei Bafög und beruflicher Weiterbildung sowie Corona-Hilfen


Auch im August treten wieder neue Gesetze und Regeln in Kraft. Azubis und Studenten sollen mehr Geld erhalten - und wer eine Weiterbildung macht, soll ebenfalls mehr Geld bekommen.


Im August 2020 werden wieder zahlreiche neue Regeln und Gesetze in Kraft treten. Mit Blick auf die Finanzen sind vor allem die Änderungen bei Bafög und Ausbildung interessant. Denn die Studentinnen und Studenten erhalten nun etwas mehr Geld.


Zum Wintersemester 2020/2021 wird der Bafög-Höchstsatz angehoben: Der Höchstsatz steigt von 853 Euro auf 861 Euro für Studierende und für Schüler von 825 Euro auf 832 Euro im Monat.


Diese höheren Sätze werden auch dazu führen, dass mehr junge Menschen einen Anspruch auf die Gelder haben werden. Denn die Freibeträge für Eltern werden ebenfalls raufgesetzt. Auf deren Basis wird das Bafög berechnet. Für verheiratete Eltern gilt zum Beispiel künftig ein Freibetrag von 1.890 Euro statt -wie bisher- 1835 Euro, für alleinstehende Elternteile 1.260 statt 1.225 Euro, für unterhaltsberechtigte Kinder 570 Euro statt 555 Euro. Zum August 2021 ist dann eine erneute Anhebung der Freibeträge geplant.


Wirksam wird auch eine Änderung beim sogenannten Aufstiegs-Bafög. Dieses soll Menschen unterstützen, wenn sie sich nebenberuflich oder in Vollzeit in ihrem Beruf weiterbilden wollen. Für Lehrgänge und Prüfungen gibt es künftig 50 Prozent Zuschuss statt -wie bisher- 40 Prozent. Besonders im Handwerk sind derartige Weiterbildungen verbreitet, weshalb diese Förderart früher auch „Meister-Bafög“ hieß. Um den „Master“ künftig zu ermöglichen, wird nun eine dreistufige Förderung eingeführt.


Darüber hinaus gibt es beim Ausbildungs-Bafög zahlreiche weitere Neuerungen. Die Unterhaltsförderung wird zum Vollzuschuss ausgebaut. Das heißt, sie muss künftig nicht mehr zurückgezahlt werden. Wichtig ist das für Familien mit Kindern. So bekommen etwa Alleinerziehende mit einem Kind bis zu 1.127 Euro Unterhaltsbeitrag plus 150 Euro Kinderbetreuungszuschlag pro Monat. Verheiratete mit zwei Kindern bekommen bis zu 1.597 Euro Unterhaltsbeitrag, wie das Bundesbildungsministerium mitteilt.

Und die Bundesregierung will die Existenzgründung nach einer entsprechenden Weiterbildung fördern. Jener Teil für Lehrgänge und Prüfungen, der mittels eines Darlehens finanziert wird, wird Existenzgründern künftig erlassen. Grundlage ist das Vierte Gesetz zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (4. AFBGÄndG).


Angehoben wird auch die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) für Auszubildende: Sie steigt von 716 Euro auf 723 Euro.


Eine wichtige Frist nähert sich auch für kleine und mittlere Unternehmen, wenn sie von der Corona-Überbrückungshilfe Gebrauch machen wollen. Diese ist nur noch bis zum 31. August beantragbar. Antragsberechtigt sind Unternehmen - aber auch Solo-Selbstständige -, deren Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 in der Summe um mindestens 60 Prozent zum Vorjahr zurückgegangen ist. Ihnen soll bei Mieten, fixen Betriebskosten und Pachten unter die Arme gegriffen werden. Maximal sind 50.000 Euro an Hilfe möglich.


Das Corona-Arbeitszeitgesetz lief hingegen zum 1. August aus. Es sollte Firmen erlauben, ihre Beschäftigten länger arbeiten zu lassen, wenn die Corona-Krise dies erfordert hatte. Bis zu 12 Stunden pro Tag durften die Arbeitnehmer demnach arbeiten, wenn der Bedarf es erforderte.

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28.07.2020

MandantenInformation zum Thema Blitzschäden


Erneut Millionen-Schäden durch Blitzschläge


Es ist ein Klassiker in der Hausratversicherung: Blitzschäden, die aufgrund von direktem Blitzeinschlag und Überspannung entstehen. Die Versicherungswirtschaft hat nun aktuelle Zahlen dazu veröffentlicht. Und obwohl der Schutz vor solchen Schäden immer besser wird, sind die Schadenkosten noch immer enorm.


Rund 200 Millionen Euro mussten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im Jahr 2019 für Blitz- und Überspannungsschäden zahlen. Das berichtet der Versicherer-Dachverband GDV in einem aktuellen Pressetext.


Dabei zeigt sich im Schadengeschehen eine sehr gegensätzliche Entwicklung. Die Zahl der Blitzschäden ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen, auch die Schadensumme in Gänze. Ein Grund ist, dass die Bürger auch besser vorsorgen und zum Beispiel einen Überspannungsschutz-Adapter für ihre Geräte verwenden. Noch ein Jahr zuvor haben die Versicherer 40 Millionen Euro mehr für Blitzschäden zahlen müssen.


Deutlich teurer wurden jedoch die Kosten je Vorfall. Im Schnitt mussten die Versicherer 970 Euro ersetzen, wenn irgendwo ein Blitz einschlug. Der Grund ist schnell gefunden. Die Haushalte sind immer besser technisch ausgestattet und haben immer teurere Elektronik, die auch immer mehr Aufgaben in den eigenen vier Wänden übernimmt. So ist nicht nur der Fernseher oder der eigene Home-PC bedroht. Überwachungstechnik sowie Smarthome-Anwendungen, mit denen sich Heizung und Jalousien steuern lassen, gehören längst zum Standard. Die eigene Wohnung verwandelt sich in einen High-Tech-Palast.


Das alles will entsprechend abgesichert sein. Die Wohngebäudeversicherung zahlt in der Regel, wenn am Dach, an dem Gemäuer oder an fest eingebauten Installationen wie Heizungs-Steuerungen Schaden entsteht. Bewegliche Einrichtungs-Gegenstände, Fernseher und Hausrat werden hingegen von der Hausratversicherung ersetzt.


Im Vertrag sollte unbedingt geschaut werden, ob und in welchem Umfang Überspannungsschäden im Schutz inbegriffen sind. Denn besonders die Anbieter von sehr billigen Tarifen erkaufen sich diesen Preisvorteil noch immer, indem sie Überspannung vom Schutz ausschließen. Und auch in Altverträgen ist dieses Risiko oft noch nicht versichert.


Besser etwas mehr ausgeben, als im Schadenfall ohne Leistungsanspruch dazustehen. Denn immerhin verzeichneten die Versicherer auch im Vorjahr insgesamt 210.000 Blitz-Einschläge, für die sie einspringen mussten. Auch sehr gute und umfassende Angebote sind bereits sehr günstig zu haben.


Hier schafft unsere Beratung Aufklärung!

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21.07.2020

MandantenInformation zum Thema Kfz-Anhängerversicherung


Anhängerversicherungen könnten durch Gesetzreform preiswerter werden


In der Kfz-Haftpflichtversicherung gelten seit dem 17.07.2020 neue Regeln, wenn ein Gespann mit Anhänger unterwegs ist und dieser Anhänger in einen Unfall verwickelt wurde. Künftig kommt der Versicherer der Zugmaschine für den Schaden auf, sofern der Hänger nicht gefahrerhöhend wirksam wird. Zuvor mussten sich Kfz- und Anhängerversicherer die Kosten hälftig teilen. Experten rechnen mit sinkenden Kosten für Anhänger-Versicherungen.


Es war ein Urteil, das viele Speditionen und Fahrbetriebe, aber auch private Nutzer eines Anhängers belastete: 2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass bei einem Unfall mit einem Anhänger sowohl der Kfz-Versicherer der Zugmaschine als auch der Anhänger-Versicherer zur Hälfte zahlen muss. Und das, obwohl Auto und Anhänger separat versichert werden.


Infolge des Urteils stiegen die Kosten für Anhänger-Policen stark an, ohne dass die Kosten für die Kfz-Versicherung der Zugmaschinen im Gegenzug sanken. Denn die hälftige Teilung der Kosten trug dazu bei, dass beide Versicherer sich untereinander abstimmen, separate Gutachten erstellen und sich schlimmstenfalls sogar vor Gericht streiten mussten. Der bürokratische Mehraufwand stieg enorm.


Vor diesem Urteil war es üblich, dass schwerpunktmäßig der Kfz-Versicherer der Zugmaschine für den gesamten Schaden aufkam. Und dahin geht es nun wieder zurück. Kurz vor der Sommerpause hat der Bundestag eine Änderung im „Gesetz zur Haftung bei Unfällen mit Anhängern und Gespannen im Straßenverkehr“ beschlossen. Diese Änderung ist seit dem 17.07.2020 in Kraft, nachdem sie im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Und das Gesetz stellt den Status Quo, der vor 2010 galt, weitestgehend wieder her.


Stark vereinfacht besagt das neue Gesetz, dass künftig wieder die Halter der Zugmaschinen haften, folglich die Kfz-Haftpflicht des PKW oder LKW für den Schaden aufkommt, wenn ein Fahrer einen Unfall verursacht hat. Der Anhängerversicherer muss hingegen nur noch (anteilig) aufkommen, wenn der Anhänger gefahrerhöhend wirkte. Zu Letzterem reiche das bloße Ziehen des Anhängers im Allgemeinen nicht aus, heißt es.


Die Haftung des Führers des Anhängers und des Gespanns sind nun gesondert im neuen § 19a der Straßenverkehrsordnung (StVG) geregelt. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass dies speziell die Prämien für gewerbliche Anhänger-Versicherungen deutlich senken dürfte, da den Versicherern weniger Aufwand entsteht.


Worin eine solche Gefahrerhöhung des Anhängers bestehen kann, zeigen mehrere Urteile. So wertete etwa das Landgericht Bonn als gefahrerhöhend, dass ein Anhänger keinen gültigen TÜV mehr hatte und der Schlauch, welcher das Bremsen des Hängers mit Druckluft gewährleisten sollte, unsachgemäß angebracht war. Eine Änderung des Versicherungsvertragsgesetzes regelt, dass in einem solchen Fall die Versicherer anteilig haften, wenn Kfz-Haftpflicht der Zugmaschine und Anhänger bei zwei verschiedenen Versicherern abgesichert sind.


Wichtig: Viele Autofahrer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein Anhänger automatisch über die Kfz-Haftpflicht mitversichert ist. Doch das ist seit eines Gesetzesreform 2002 nicht mehr der Fall, seitdem muss ein separater Schutz abgeschlossen werden. Denn auch wer privat einen Anhänger nutzt, muss hierfür in der Regel eine Anhängerversicherung abschließen. Wie auch in der Kfz-Versicherung gibt es diese als pure Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoversicherung. Ein Mindestschutz ist schon für einen zweistelligen Jahresbetrag zu haben.

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14.07.2020

MandantenInformation zum Thema Betriebsrente


Betriebsrente - mehr Nachfrage nach der Reform


Die Zahl der abgeschlossenen Betriebsrenten stieg 2019 erneut an. Dennoch sind immer noch zu wenige Arbeitnehmer abgesichert, wie aktuelle Branchenzahlen zeigen.


In Deutschland beruht die Altersvorsorge auf drei Schichten: die gesetzliche Rente, die immer noch den Schwerpunkt ausmacht und die kapitalgedeckte Basis-Rente („Rürup“). Aber sehr viele Menschen werden ein auskömmliches Leben im Alter dadurch nicht sichern können. Deshalb treten in Schicht 2 noch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und die Förder-Rente („Riester“) und als dritte Schicht die private Altersvorsorge hinzu. Alle drei Schichten sollen zusammen dafür sorgen, dass die Deutschen im Ruhestand ausreichend versorgt sind und gut leben können.


Doch gerade die Betriebsrenten sind noch immer nicht ausreichend verbreitet. Das liegt auch daran, dass viele kleine und mittlere Betriebe keine Betriebsrente ihren Beschäftigten aktiv anbieten. Umso erfreulicher sind die aktuellen Branchenzahlen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) konnten 2019 mehr Verträge als im Vorjahr für die Arbeitnehmer geschlossen werden. Die Nachfrage nach Betriebsrenten steigt langsam, aber stetig.


Die Zahl der Verträge in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) kletterte demnach 2019 um 150.000 auf nun 16,3 Millionen. Damit entfällt fast jeder fünfte Vertrag in der Lebensversicherung auf die Betriebsrente.


Trotzdem gibt es bei der betrieblichen Altersvorsorge noch deutliche Luft nach oben. Etwa die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat aktuell eine Anwartschaft erworben. Und speziell in Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern ist sie noch wenig verbreitet: hier besitzen nur rund 28 Prozent der Beschäftigten eine Anwartschaft, wie die Bundesregierung vor zwei Jahren einräumen musste.


Damit auch kleine Betriebe mehr für die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter tun, hat die Bundesregierung mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz für mehr Anreize gesorgt. Dies geschah in zwei Stufen, zum Jahresanfang 2018 und 2019. Eine wichtige Neuerung: Spart der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung seiner Mitarbeiter Sozialversicherungsbeiträge, muss er bei Neuabschlüssen verpflichtend 15 Prozent des Umwandlungsbeitrags zugunsten des Sparenden an die Versorgungseinrichtung weiterleiten. Das gilt für die Wege Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherung.


Der Staat fördert zudem Arbeitnehmer mit kleiner Lohntüte bis zu einem Bruttoeinkommen von maximal 2.200 Euro im Monat. Zahlt der Arbeitgeber hier 240 bis 480 Euro pro Jahr in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder Direktversicherung ein, erhält er vom Staat einen direkten Steuerzuschuss von 30 Prozent bzw. maximal 144 Euro. Folglich wird mit der Reform die Betriebsrente attraktiver für viele Zielgruppen. Zudem wurde ein Grundfreibetrag für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung eingeführt, der dazu beitragen soll, dass Ruheständler mit kleiner Rente mehr von ihren betrieblichen Ansprüchen behalten dürfen.


Gerade in Zeiten des Fachkräfte-Mangels kann eine Betriebsrente, teils über den Arbeitgeber finanziert, auch eine Option sein, um Mitarbeiter zu binden - und zu deren Zufriedenheit beizutragen. Hierzu gibt es auch zahlreiche weitere Optionen über Versicherungen, etwa eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Krankenversicherung (bKV), die etwa Leistungen wie ein Krankentagegeld, Zuschüsse zum Zahnersatz oder Heilpraktiker-Behandlungen beinhalten kann.


Grundsätzlich konnte sich die Lebensversicherung im letzten Jahr bewähren und beweisen, dass sie noch immer ein wichtiger Vorsorgeanker für viele Deutsche ist. Insgesamt, also unter Berücksichtigung der Pensionskassen und –fonds, entwickelte sich 2019 für die Branche ausgesprochen positiv. Die Beitragseinnahmen stiegen um 11,5 Prozent auf gut 103 Milliarden Euro. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge legte um 5,4 Prozent auf 5,2 Millionen zu. Und auch in Zeiten der Coronakrise gilt weiterhin die Devise: Nur wer vorsorgt, kann seinen Lebensstandard auch im Alter sichern.

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07.07.2020

MandantinInformation zum Thema nachaltige Altersvorsorge


Nachhaltigkeit - mehr als ein Nischendasein in der Altersvorsorge


Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Deutschen durchaus auch in Sachen Altersvorsorge auf Nachhaltigkeit setzen würden. Erschwert wird dies allerdings oft durch die fehlende Transparenz der Produkte. Dabei setzt auch bei den Anbietern ein Umdenken ein.


Riester-Anbieter, die in Waffentechnik oder Kohlekraftwerke investieren? Lebensversicherer, die Landraub und Kinderarbeit unterstützen? All das wollen viele Deutsche nicht, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Start-ups Vantik zeigt.


Die Umfrage unter 8.604 Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren belegt eher, dass die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz auch in der Altersvorsorge gefragt sind. Auf die Frage: „Wie wichtig wären Ihnen soziale, umweltbezogene und ethische Kriterien, wenn Sie aktuell ihre Altersvorsorge wählen würden?“, antwortete fast jeder zweite Befragte (47,5 Prozent) auf einer Skala mit „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“. Dass Nachhaltigkeit für sie keine Bedeutung hat, gab hingegen etwa jeder Dritte zu Protokoll (32,2 Prozent). Die restlichen Befragten hatten hierzu keine genaue Meinung bzw. äußerten sich neutral.


Die Studie zeigt folglich, dass Nachhaltigkeit auch in der Altersvorsorge kein Nischenthema ist und ein Markt da ist, auch wenn die Anbieter mit der Bereitstellung entsprechender Produkte noch hinterherhinken. Aber auch hier setzt bereits seit Jahren ein Umdenken ein. So können sich interessierte Kundinnen und Kunden etwa informieren, ob und in welchem Umfang der Versicherer beim Anlegen der Kundengelder sogenannte „ESG-Kriterien“ berücksichtigt. „ESG“ steht für „Environment, Social and Governance“. Das bedeutet, dass die Unternehmen sehr gute Ergebnisse im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zeigen müssen. Sozial unverträgliche Branchen wie Rüstung oder Glücksspiel werden zugleich ausgeschlossen.


Nachhaltige Anlagen bedeuten nicht, dass man Abstriche beim Ertrag machen muss. Viele nachhaltige Investments stehen klassischen Anlagen in puncto Rendite nicht nach. Trotzdem kann es passieren, dass eine solche zu Lasten von Rendite sowie Sicherheit und Liquidität geht. Wer auf eigene Faust in grüne und soziale Unternehmen investieren will, sollte sich deshalb zuvor genau informieren, erst einmal langsam erste Erfahrungen sammeln und den Anteil nachhaltiger Investments schrittweise erhöhen. Auch sollte bei solchen Anlagen darauf geachtet werden, dass die Risiken gestreut sind und die Investments zur Anlagestrategie passen. Die Pleite von so manchem Windkraft-Anbieter, bei denen Kleinanleger ihre Altersvorsorge verloren, sollte hier ein mahnendes Beispiel sein: Gute Absichten bedeuten noch kein gutes Investment!


Positiv: Ein Bewußtseinswandel setzt auch bei den Versicherern ein. So hat eine Stichprobe von „Finanztest“ 2017 gezeigt, dass sich immerhin 15 von untersuchten 24 Versicherern verpflichten, nicht in Waffentechnik zu investieren. Auch beginnen zunehmend die Gesellschaften, ihr Portfolio auf grüne Technik umzustellen: zum Beispiel, indem sie Investitionen in klimaschädliche Kohle begrenzen oder mittelfristig ganz aussetzen. Hierbei gilt es zu bedenken, dass die Versicherer viele langlaufende und festverzinsliche Papiere haben, die sie nur mit großen Verlusten im Niedrigzins-Umfeld abstoßen könnten, oft zum Schaden der Kunden. Mit anderen Worten: Der Wandel braucht Zeit.


Doch welche Themen sind den Kundinnen und Kunden besonders wichtig? Bei jenen, die auf Nachhaltigkeit achten, landet das Thema Umweltschutz mit 47 Prozent Zustimmung nur auf Rang zwei, Klimaschutz mit 46,2 Prozent gar auf Rang vier. Noch wichtiger ist den Befragten das Wahren der Menschenrechte (60 Prozent). Auch, dass die Versicherer und andere Anbieter keine Kinderarbeit fördern, ist den Befragten sehr wichtig: 47,3 Prozent stimmten dem zu.


Wer ethisch einwandfrei und nachhaltig vorsorgen will, konnte es in der Agentur für Finanzdienste schon seit 1997 konsequent tun! Mit der Concordia oeco Lebensversicherungs-AG, die erste rein ökologische Lebensversicherung Deutschlands und Vorreiter auf dem Gebiet der nachhaltigen Kapitalanlage. Sie hat sich mit Absicherungen für Kinder, Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit einen Namen gemacht.

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30.06.2020

MandantenInformation zum Thema Grundfähigkeitsversicherung


Neue Produkte sichern vor Arbeitskraftverlust


Der staatliche Versicherungsschutz für den Verlust der Arbeitskraft und damit des Einkommens ist sehr gering. Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten nur Personen, die weniger als drei Stunden täglich arbeiten können — egal in welcher Tätigkeit. Hingegen ist das Risiko „Berufsunfähigkeit“ seit einer Rentenreform im Jahr 2001 nicht mehr durch den staatlichen Schutz abgedeckt.


Verbraucherschützer empfehlen demnach eine Berufsunfähigkeitsversicherung und bezeichnen diese als „Must-Have“ ohne Alternative. Was aber ist, wenn aufgrund eines fortgeschrittenen Alters, einer bestimmten Vorerkrankung oder einer gefährlichen beruflichen Tätigkeit nur ein sehr teurer oder gar kein BU-Schutz zu haben ist? Wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) in einem aktuellen Beitrag empfiehlt, kann sich dann lohnen, über den Abschluss einer Grundfähigkeitsversicherung nachzudenken.


Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine noch neue Produktklasse auf dem deutschen Versicherungsmarkt – erst ab dem Jahr 2000 wurde sie in Deutschland eingeführt. Rund 20 Anbieter gibt es laut Beitrag des GDV mittlerweile. Diese haben im vergangenen Jahr geschätzt 60.000 Verträge neu an die Frau oder den Mann gebracht. Abgesichert werden Grundfähigkeiten des menschlichen Handelns.


Als wichtigste versicherbare Grundfähigkeiten gelten auf dem Markt: 1.) Gehen; 2.) Stehen; 3.) Knien oder Bücken; 4.) Autofahren; 5.) Sprechen; 6.) Hören; 7.) Heben und Tragen; 8.) Arme bewegen; 9.) Hände gebrauchen als Geschicklichkeit; 10.) Hände gebrauchen als Kraft aufwenden; 11.) Treppensteigen; 12.) Sehen; 13.) Geistige Leistungsfähigkeit; 14.) Sitzen. Sobald ein Mensch eine versicherte Grundfähigkeit für eine Mindestdauer verliert (zumeist für mindestens sechs Monate), wird eine regelmäßige Rente gezahlt.


Keineswegs beschränkt sich das Angebot des Marktes aber auf solche Kernfähigkeiten. Stattdessen werden mittlerweile immer neue Grundfähigkeiten definiert, um Produkte für Kunden attraktiv zu machen – immer mehr Fähigkeiten lassen sich also versichern. Allerdings hängt der Preis einer Police zumeist von der Anzahl der versicherten Grundfähigkeiten ab.


Wer eine Grundfähigkeitsversicherung abschließen will, der sollte zunächst analysieren, auf welche Grundfähigkeiten er in seinem Beruf besonders angewiesen ist. Als Beispiel: Für einen Handwerker lohnt sich das Absichern der Fähigkeit, die Hände zu gebrauchen. Aber die Wahl der richtigen Fähigkeit ist erst der Anfang der Produktwahl. Denn anschließend heißt es: Vertragsbedingungen vergleichen.


Definieren doch Anbieter mitunter sehr verschieden, wann der Verlust einer Grundfähigkeit erfüllt ist. Und erst dann, wenn Fach-Gutachten einen Verlust im Sinne der Definition nachweisen, müssen die Anbieter auch tatsächlich leisten durch Zahlung der vereinbarten Rente. Aufgrund verschiedener Definitionen kann demnach die gleiche Grundfähigkeit zu gänzlich unterschiedlichen Bedingungen abgesichert sein.


Wichtig ist zudem: Der Verlust der Grundfähigkeit muss in der Regel organisch bedingt sein – also zum Beispiel durch Multiple Sklerose, Schädelhirntrauma, Schlaganfall, Hirntumor oder ähnliches. Damit aber bleibt in dem Versicherungsschutz einer Grundfähigkeitsversicherung eine große Lücke: Geleistet wird in der Regel nicht, sobald der Verlust der Fähigkeit psychisch bedingt ist. Viele Vertragswerke schließen psychische Erkrankungen explizit aus dem Versicherungsschutz aus.


Deswegen ist die Grundfähigkeitsversicherung auch kein vollwertiger Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet auch bei psychischen Erkrankungen – der Versicherungsschutz greift, sobald Versicherungsnehmer wegen einer Krankheit oder eines Unfalls weniger als 50 Prozent berufsfähig sind.


Und psychische Erkrankungen sind mittlerweile der Hauptgrund, warum Menschen überhaupt eine BU-Rente beziehen müssen durch Aufgeben des Berufs: 29 Prozent aller Leistungsfälle für die Berufsunfähigkeitsversicherung gehen laut einer Studie auf psychische Erkrankungen zurück.


Die Grundfähigkeitsversicherung bleibt allerdings eine Alternative, sobald die BU-Versicherung nur zu erschwerten Bedingungen oder gar nicht zu haben ist. Wer zu diesem komplexen Problemfeld der Arbeitskraft-Absicherung Rat sucht, der sollte sich – schon aufgrund der komplexen und unterschiedlichen Produkte – an uns wenden.

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25.06.2020

MandantenInformation zum Thema Internationale Versicherungskarte (IVK)


Die "Grüne Karte" wird weiß


Seit 55 Jahren gibt es sie nun schon – die die Grüne Versicherungskarte, die in vielen Ländern als Nachweis einer KFZ-Haftpflichtversicherung gebraucht wird. Wie der Gesamtverband des Versicherungswirtschaft (GDV) nun aber aktuell informiert, wird die Karte ab dem 01. Juli 2020 weiß statt grün. Sie kann dann leichter durch den Versicherungsnehmer bezogen werden.


Für manche Länder ist sie unentbehrlich, für viele Länder zudem empfohlen: Die Internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr (IVK) – durch ihre Farbe auch „Grüne Versicherungskarte“ genannt. Bereits seit 1965 dient diese Karte dem Nachweis über einen KFZ-Haftpflichtschutz bei Einreise ins Ausland mit eigenem Auto. War es doch vor Existenz dieser Karte schwer, die oft uneinheitlichen gesetzlichen Bedingungen und unterschiedlichen Regulierungspraktiken verschiedener Länder unter einen Hut zu bringen – beim Passieren der Grenze musste stets eine neue Police abgeschlossen werden, zudem war die Regulierung der Schäden über Grenzen hinweg oft schwer. Um diesem Problem zu begegnen, gründeten verschiedene Länder Europas sowie einige Anrainer-Staaten eine Dachorganisation: den Council of Bureaux (CoB).


In Verantwortung der Versicherer, die für die nationalen Unterorganisationen zuständig sind, sichert der Council of Bureaux das Grüne-Karten-System – ausländische Fahrer garantieren über die Grüne Karte stets den Haftpflichtschutz zu jenen Bedingungen, die im Gastland gelten. Deutsche Unterorganisation des Council of Bureaux (CoB) ist das Deutsches Büro Grüne Karte e.V. (DBGK). Das Büro kümmert sich um die Ausgabe der Karte an die Versicherer zur Weiterleitung an die deutschen Kunden.


Das DBGK hat zudem aber auch die Aufgabe, als „behandelndes Büro“ Ersatzansprüche zu bearbeiten, wenn in Deutschland ein ausländischer Fahrer einen Unfall verursachte. Außerdem richten die ausländischen Büros ihre Forderungen an das deutsche Büro, wenn ein deutscher Fahrer im Ausland einen Unfall verursachte.


In Verantwortung der Versicherer unterhalten mittlerweile 48 Länder ein Büro für diese Organisation. In vielen der Länder aber ist es aufgrund des sogenannten Kennzeichenabkommens von 1991 gar nicht mehr notwendig, die Karte mitzuführen – es reicht bereits ein gültiges KFZ-Kennzeichen.


Nur für folgende Mitgliedsstaaten ist demnach das Mitführen der Karte noch Pflicht: Albanien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Iran, Israel, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Russland, Tunesien, der Türkei und der Ukraine sowie in Weißrussland.


Jedoch: Da die Karte die Schadenregulierung erleichtern kann, empfiehlt der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV), sie auch in den anderen Ländern bei Reisen dabei zu haben. Sind doch wichtige Informationen auf der Karte verzeichnet, die bei einer schnellen Schadenabwicklung helfen können. Und es wird in Zukunft einfacher, die Versicherungskarte für Kraftverkehr (IVK) zu bekommen. Denn aus grün wird ab Juli 2020 weiß: Nach 55 Jahren erhält die „Grüne Karte“ einen neuen Anstrich.


Die Veränderung soll es erleichtern, eine solche Karte zu erhalten. Die Versicherer können sie nun auch als PDF versenden. Und der Kunde kann sich diese PDF einfach selbst ausdrucken. Dies ist eine Verbesserung sowohl für den Versicherer als auch den Kunden – denn bisher wurden die Grünen Karten entweder per Post zugeschickt oder die Karte mussten beim Versicherer abgeholt werden.


Trotz weißer Farbe gilt aber: Der Name bleibt gleich. Die Grüne Karte heißt auch mit weißem Anstrich noch „Grüne Karte“. Auch weißt der GDV darauf hin: In Ländern, in denen die Karte noch verpflichtend ist, muss ein Ausdruck mitgeführt werden. So würde es zum Beispiel nicht reichen, einfach die PDF per Handy vorzuzeigen.

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19.06.2020

MandantenInformation zum Thema Pflegekosten


URTEIL des OLG Celle: Sozialamt darf für Pflegekosten auf Sparkonten der Enkel zugreifen


Eine Umfrage offenbarte in 2019 ein erstaunliches Unwissen der Deutschen zu Pflegekosten: Rund 43 Prozent der Deutschen glauben tatsächlich, die gesetzliche Pflegeversicherung würde die Kosten für einen vollstationären Pflegeplatz in voller Höhe übernehmen. Das aber ist ein tückischer Irrtum. Denn die Pflegeversicherung ist seit ihrer Einführung im Jahr 1995 nur als ergänzende „Teilkasko“ angelegt, weswegen Pflegebedürftige für einen großen Teil der Kosten selber aufkommen müssen.


Doch damit nicht genug! Die Kosten für Pflege und Heimunterbringung bedrohen auch die Familie, da Kinder auch für Eltern unterhaltspflichtig sind. Und wie ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Celle zeigt, können sogar Sparkonten der Enkel für Pflegekosten herangezogen werden, falls die Rente der Großeltern nicht für die Heimunterbringung ausreicht. Das Urteil sollte eine wichtige Mahnung sein, sich um privaten Versicherungsschutz zu bemühen.


In Sachen Pflege gilt in Deutschland der Grundsatz, dass Kinder auch für ihre Eltern haften. Zwar: Reicht das Geld des Pflegebedürftigen und der gesetzlichen Sozialversicherung nicht aus, springt zunächst das zuständige Sozialamt ein. Jedoch macht das Sozialamt anschließend Angehörige ausfindig, die für den Unterhalt des Betroffenen einstehen müssen. In der Regel Ehepartner und Kinder.


Ab einem Bruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro jährlich greifen die Sozialämter dann ordentlich zu. Geschützt ist nur ein bestimmter Eigenbetrag – als Richtwert gilt aktuell laut Düsseldorfer Tabelle eine Einkommensgrenze von 24.000 Euro netto jährlich für Alleinstehende und 43.200 Euro netto jährlich für zusammenlebende Ehegatten. Was allerdings darüber liegt, muss hälftig für den Elternunterhalt abgetreten werden.


Viele Familien sind durch die Pflegekosten überfordert. Nicht von ungefähr. Im bundesweiten Durchschnitt zahlen Pflegebedürftige derzeit schon 1.940 Euro im Monat für einen Pflegeheimplatz. Der Betrag setzt sich zusammen aus durchschnittlich 731 Euro monatlich als Eigenanteil für die Pflege, durchschnittlich 756 Euro im Monat für Unterkunft und Verpflegung sowie durchschnittlich 453 Euro im Monat für Investitionskosten des Heims. Sozialverbände wie Deutschlands größer Sozialverband VdK warnen deswegen vor einem hohen Armutsrisiko durch immer höher werdende Kosten bei Pflegebedürftigkeit.


Wie ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Celle nun zeigt, sind sogar die Sparkonten der Enkel bei Pflegebedürftigkeit in Gefahr (Az. 6 U 76/19). Eine Rentnerin hatte sich von ihrer geringen Rente jahrelang etwas für die Enkel abgespart, legte hierfür zwei Sparkonten auf die Namen der Enkel an. Diese Konten bediente die Seniorin mit je 50 Euro im Monat für immerhin elf und neun Jahre. Als die Frau aber pflegebedürftig wurde und in ein Pflegeheim ziehen musste, reichte ihre Rente in Höhe von 1.250 Euro nicht mehr aus, um die hohen Eigenanteile für die stationäre Unterbringung im Pflegeheim zu zahlen.


Sozialleistungen in Höhe von insgesamt 25.041 Euro musste aus diesem Grund das zuständige Sozialamt zuschießen. Jedoch: Das Sozialamt wollte sich sein Geld von den Angehörigen wiederholen, forderte deswegen 6.000 Euro vom Sparkonto des ersten Enkels und 5.850 vom Sparkonto des zweiten Enkels zurück. Und mit dieser Forderung erhielt das Sozialamt nun vor dem Oberlandesgericht Celle recht! Regelmäßige Zahlungen an Familienangehörige können tatsächlich durch das Sozialamt eingefordert werden, sobald die Schenkenden selbst bedürftig sind.


Denn Schenkungen liegen gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) der Rückforderung und dem Widerruf, wenn Schenkende bedürftig werden. Eine Ausnahme gilt nur für Pflicht- und Anstandsschenkungen. Anstandsschenkungen aber sind „gebräuchliche Gelegenheitsgeschenke des täglichen Lebens“ sowie „kleinere Zuwendungen“. Auch Taschengeld fällt darunter, das Kindern und Enkeln zum Verbrauch gegeben wird – solche Schenkungen hätten die Enkel behalten dürfen.


Bei langjährigen Sparkonten aber handelt es sich laut Oberlandesgericht um Zahlungen, die dem Kapitalaufbau dienen – in diesem Fall als finanzielles Polster für die Enkel. Und der jährliche Wert der Zahlungen hätte, gemessen an den finanziellen Verhältnissen der Großmutter, den Wert von Gelegenheitsgeschenken übertroffen. So gesehen hat die Großmutter über ihre Verhältnisse „geschenkt“.


Dass die Großmutter beim Anlegen der Sparkonten noch nicht von ihrer späteren Pflegebedürftigkeit wissen konnte, spielt hierbei laut Gericht keine Rolle – die Familie musste die Gelder auf den Sparkonten nun trotzdem herausgeben. Und mehr noch: Auch die Kosten des Rechtsstreits gehen nun zulasten der Enkel und zulasten der Familie. Somit hat die Sparerin nicht erreicht, was sie erreichen wollte. Die finanzielle Absicherung der Enkel. Ihr mühsames Sparen war aus dieser Sicht vergebens – durch die Pflegekosten wurde das Geld anders aufgebraucht.


Das Urteil sollte also Warnung sein für alle, die für die Nachfahren sparen und diese dadurch absichern wollen. Zusätzlich zum Sparen ist privater Versicherungsschutz gegen Kosten der Pflegebedürftigkeit dringend geboten. Denn nur dieser private Versicherungsschutz sichert zugleich, dass Kinder und Enkel nicht durch Elternunterhalt belastet werden und sichert zudem das Ersparte für Nachkommen vor dem Sozialamt.


Wer hierzu Rat sucht, der sollte dringend unsere Pflege-Vorsorgeberatung anfordern.

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08.06.2020

ManandantenInformation zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung und die Missverständnisse


Berufsunfähigkeitsversicherung - noch immer zu viele Missverständnisse


Eine aktuelle Umfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zeigt, dass die Bundesbürger noch immer recht sorglos mit dem Thema umgehen. Zwar erkennen sie das Risiko, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, im Laufe des Lebens berufsunfähig zu werden. Zugleich aber überwiegt die Einstellung - „Mich wird es schon nicht treffen!“


Gefahr erkannt - Gefahr gebannt? Das trifft auf die Deutschen zumindest mit Blick auf die Berufsunfähigkeit nicht zu. Eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag eines großen Versicherers zeigt demnach ein sehr widersprüchliches Ergebnis.


Zwar ist den Bürgerinnen und Bürgern durchaus bewusst, dass es sehr wahrscheinlich ist, einen Einnahmeausfall infolge der Berufsunfähigkeit zu erleiden. Sie ist sogar Favorit, wenn es um die Absicherung von Lebensrisiken geht. 62 Prozent nennen eine Berufsunfähigkeits-Police als wichtige Absicherung noch vor einer privaten Rentenversicherung (54 Prozent) und der Kfz-Vollkasko (37 Prozent, Mehrfachantworten möglich). Zum Vergleich: eine Unfallversicherung, immerhin auch ein potenziell wichtiger Schutz, landet mit nur drei Prozent Zustimmung deutlich abgeschlagen hinter der Berufsunfähigkeitsversicherung.


Dem entgegen betrachten die Befragten das Risiko einer eigenen Berufsunfähigkeit als sehr niedrig. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer schätzt das Risiko, selbst berufsunfähig zu werden, als gering (54 Prozent) oder gar sehr gering (17 Prozent) ein. Immerhin sagten auch 48 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass sie dieses Risiko bereits abgesichert hätten - ein Wert, der Mut macht. Wobei man relativieren muss, dass viele sich abgesichert wähnen, obwohl sie doch einen anderen Schutz haben. Allein die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert nämlich Status und Einkommen des tatsächlich ausgeübten Berufes. Hierbei sei daran erinnert, dass nahezu jeder Vierte seinen Job vor dem Rentenalter aufgeben muss - im Schnitt mit Mitte 40.


Ein potentielles Missverständnis: So gaben etwa Befragte, die sich abgesichert wähnten, auch an, dass sie mit einer privaten Unfallversicherung (60 Prozent) ihre Arbeitskraft schützen. Diese leistet aber tatsächlich nur, wenn sich ein Unfall ereignet hat, der zu einem körperlichen Schaden führte. In der Regel erbringen die Verträge aber keine Leistung bei Krankheiten wie Krebs (Ausnahme Concordia Sorglos-Unfallversicherung), Gelenk-Verschleiß - oder psychischen Erkrankungen, die mittlerweile Hauptursache für Berufsunfähigkeit sind. Knapp jede dritte BU-Neurente wird bewilligt, weil die Psyche eine Ausübung des Berufes verhindert.


Bei den Gründen, weshalb die Abstinenzler sich nicht absichern, überwiegt vor allem der finanzielle Aspekt: Viele sagen schlicht, eine BU-Versicherung ist zu teuer. Tatsächlich gehören diese Verträge zu den Versicherungen, für die man etwas mehr Geld monatlich überweisen muss. Speziell Risikoberufe zahlen oft mehr. Dennoch sollte man versuchen, ob eine Absicherung nicht doch auch preisoptimiert möglich ist.


Wichtiger aber noch als der der Preis ist der Leistungskatalog des Versicherers. Dieser sollte auf den Beruf und die konkrete Lebenssituation des Versicherungsnehmers zugeschnitten und abänderbar sein. Hier empfiehlt es sich, eine anonymisierte Voranfrage an den Versicherer zu stellen, ob und unter welchen Bedingungen man sich versichern lassen kann. Denn gerade Vorerkrankungen werden oft mit deutlichen Preisaufschlägen und Ausschlüssen angeboten - oder führen sogar dazu, dass man den gewünschten Vertrag nicht bekommt.


Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung und Gewissheit.

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04.06.2020

MandantenInformation zum Thema Urlaubsreisen in Corona-Zeiten


In Corona-Zeiten ins Ausland reisen? Was zu beachten ist!


In Deutschland wurden Corona-Beschränkungen in den letzten Wochen nach und nach gelockert. Da liebäugeln viele Deutsche schon wieder mit einer Sommerreise. Noch sollte aber Geduld gefragt sein, wenn man nicht auf den Behandlungskosten im Ausland sitzen bleiben will. Denn bis 15. Juni gilt noch eine weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums.


In Deutschland werden viele Beschränkungen, die eine Ausbreitung des Corona-Virus verhindern sollten, nach und nach aufgehoben. Wenn auch die Bundesländer teils unterschiedliche Regeln durchsetzen. Schon ist es wieder möglich, bei schönem Wetter im Biergarten zu relaxen oder unter Sicherheitsbestimmungen ins Restaurant zu gehen. Auch Fitnesscenter und Sportanlagen haben vielerorts wieder geöffnet: ebenso wie Hotels.


Wie aber sieht es aktuell mit Reisen ins Ausland aus? Viele haben ihre Reise schon lange im Voraus gebucht und hoffen, nun doch noch im Sommer starten zu können. Aktuell heißt es aber noch: Geduld! Denn es gilt eine weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums. Wer trotzdem schon zeitiger aufbricht, der riskiert, dass die Auslandsreisekrankenversicherung im Ernstfall nicht zahlt. Denn in den Verträgen steht in der Regel explizit, dass Reisen in Staaten mit einer entsprechenden Warnung nicht vom Versicherungsschutz gedeckt sind. Konkret bedeutet nämliche eine Reisewarnung: Es besteht Gefahr für Leib und Leben!


Bundesaußenminister Heiko Maaß (SPD) hat angekündigt, diese Reisewarnung am 15. Juni aufheben zu wollen. Beziehungsweise zu lockern, denn zunächst soll die Reisewarnung nur für 29 europäische Länder gelten. Neben den 26 EU-Ländern betrifft dies auch Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Individuelle Warnungen sollen dann die pauschal geltenden ersetzen.


Wer dennoch schon vor dem 15. Juni verreisen will, sollte das Gespräch mit seinem Versicherer suchen und sich schriftlich bestätigen lassen, ob und in welchem Umfang die Auslandsreisekrankenversicherung doch zahlt. Manche Versicherer zeigen sich in der aktuellen Situation kulant - doch ist es immer besser, die Zusage schwarz auf weiß vorliegen zu haben, damit der Versicherer sich letztendlich nicht doch querstellt.


Dass ein ordentlicher Auslandsreise-Krankenschutz in Corona-Zeiten auch nach dem 15. Juni ein absolutes Muss ist, sollte ohnehin selbstverständlich sein. Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nur für die Kosten auf, die sie üblicherweise auch hierzulande zahlen müsste. Ausdrücklich nicht dazu gehört der Rücktransport aus dem Urlaub. Wenn also eine Person zurückbefördert werden muss, etwa weil es in Deutschland schlicht mehr Notfallbetten und Beatmungsplätze gibt, so drohen hohe fünfstellige Kosten.


Ohnehin sollte man sich vor der Reise erkundigen, wie im Zielort die aktuelle Situation ist und welche Beschränkungen dort noch gelten. Beispiel Großbritannien: Auch wenn die Reisewarnung für das Land bald aufgehoben wird, ist die Lage dort keineswegs entspannt. Laut der John-Hopkins-Universität zählte die Insel zum 2. Juni 277.736 Corona-Erkrankte und 39.127 Tote! Manche Regionen sind ein echter Corona-Hotspot. Dort gilt auch nach wie vor eine 14tägige Quarantäne-Pflicht für Reisende. Und wer auf ein gutes britisches Ale im Pub hofft, dürfte auch enttäuscht werden. Erst ab 18. Juni hat Premierminister Boris Johnson erste Lockerungen für die Gastronomie in Aussicht gestellt, aktuell sind die Kneipen dicht.


Für den Sommerurlaub 2020 gilt deshalb ganz besonders: Zunächst die Lage checken, bis man zum Urlaubsort aufbricht. Dazu gehört auch, sich über mögliche geltende Beschränkungen infolge der Corona-Krise zu informieren, denn diese sind in Staaten und Regionen höchst unterschiedlich. Auch sollte man sich erkundigen, welche Maßnahmen und Ansprechpartner im Urlaubsort infrage kommen, wenn man doch einmal Corona-Symptome zeigt. Denn eine Ansteckungsgefahr besteht nach wie vor. Im Zweifel besser die Urlaubspläne korrigieren und in ein Land fahren, das weniger Erkrankte zählt.

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27.05.2020

MandantenInformation zum Thema Dieselgate-Urteil


BGH fällt verbraucherfreundliches Urteil


Ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofes gibt Autokäufern Hoffnung, die sich im sogenannten Dieselgate-Skandal von VW oder einem anderen Autobauer getäuscht sahen. Demnach wurde der Autobauer dazu verurteilt, dass klagende Käufer ihr Auto zurückgeben und das Geld dafür einfordern können. Wenn auch unter Anrechnung der gefahrenen Kilometer. Noch immer sind mehr als 60.000 Klagen gegen die Autohersteller anhängig.


Wenn Verbraucher einen Diesel von Volkswagen bzw. einer Firmentochter gekauft haben, dessen Abgaseinrichtung manipuliert wurde, ist der Autobauer zu Schadenersatz verpflichtet. Das hat der Bundesgerichtshof mit einem viel beachteten Urteil entschieden. Allerdings muss sich der Käufer die Wertminderung durch die gefahrenen Kilometer anrechnen lassen (Az. VI ZR 252/19).


Verbraucher, die noch immer gegen VW in Sachen Dieselgate klagen, gibt das Urteil neue Hoffnung. Noch immer sind mehr als 60.000 Klagen gegen den Konzern anhängig, wie die Wolfsburger berichten: Rechtsstreite, in denen es folglich weder ein rechtskräftiges Urteil gibt noch ein Vergleich zwischen VW und Autokäufer zustande kam.


Im BGH-Urteil fällte das oberste deutsche Zivilgericht ein deutliches Urteil. Der Käufer eines VW Sharan sei vorsätzlich und sittenwidrig geschädigt worden, so hoben die Richter hervor. Der Käufer soll nun 25.600 Euro plus Zinsen für die verstrichene Zeit erhalten.


Positiv: Nachdem sich die Rechtsschutzversicherer zunächst gesträubt hatten, die Kosten für derartige Rechtsstreite zu übernehmen, haben sie in den letzten Jahren überwiegend die Rechtskosten erstattet, wenn ein Verbraucher in Sachen Dieselgate geklagt hat. Über alle Instanzen hinweg sind hier Ansprüche von mehr als 23.000 Euro möglich, um die Honorare für Anwälte, Verfahrenskosten etc. vorzuschießen. Allein in den Jahren vom Bekanntwerden des Dieselgate-Skandals bis 2019 mussten die Versicherer bereits 380 Millionen Euro erstatten, wie die Versicherungswirtschaft errechnet hat.


Wer bisher noch nicht klagte, dürfte aber Pech haben. Viele Ansprüche dürften mittlerweile verjährt sein. Rund 90 Prozent der betroffenen Diesel-Kunden bzw. 235.000 Autofahrer haben zudem einen Vergleich mit VW zugestimmt: und dadurch ihre rechtlichen Ansprüche abgetreten. Sie werden zwar auch entschädigt, erhalten aber deutlich weniger: zwischen 1.350 und 6.250 Euro Schadenersatz.


Wer weiter klagt, hat nun gute Chancen, weit mehr Geld zu erhalten. Wie immer im deutschen Recht zählt aber der jeweilige Einzelfall. Jeder muss sein Recht allein durchfechten. Der BGH hat für Juli bereits die nächsten Verhandlungen angesetzt. Geklärt werden soll unter anderem, ob auch Ansprüche gegen Autohändler durchgesetzt werden können statt gegen den Autobauer - und ob Käufer Ansprüche haben, die erst nach dem Bekanntwerden des Skandals einen Diesel kauften. Auch die Ansprüche von Leasing-Nehmern sind noch ungeklärt.

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18.05.2020

MandantenInformation zum Thema Prsiesteigerung für Senioren in der Kfz-Versicherung


Seniorinnen und Senioren zahlen mehr in der Kfz-Versicherung


Seniorinnen und Senioren müssen in der Kfz-Versicherung immer höhere Zuschläge zahlen. Das zeigt die aktuelle Auswertung eines Vergleichsportals. Neu sind die Erkenntnisse nicht - Aber es gibt Möglichkeiten, zu sparen.


Deutschland altert - und mit ihm seine Autofahrerinnen und Autofahrer. In Deutschland sind derzeit mehr als 40 Millionen Führerscheine ausgestellt, davon bereits jeder fünfte an Menschen über 65 Jahren, so berichtet die ARD anhand von Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Kein Wunder: Ein Auto ermöglicht Mobilität und ist gerade im ländlichen Raum oft unersetzbar, um etwa einkaufen zu fahren oder Freunde und Verwandte zu besuchen.


Leider müssen Seniorinnen und Senioren auch deutlich mehr zahlen, wenn sie eine Kfz-Haftpflicht- und eine Kaskoversicherung abschließen. Das zeigen aktuelle Zahlen eines Vergleichsportals, das hierfür den eigenen Bestand an Tarifen ausgewertet hat. Und es lässt sich feststellen, dass die Versicherer immer schneller die Preise für ältere Menschen am Steuer anheben. Die Auswertung der Daten fand im November 2019 statt.


So muss ein Autofahrer der Generation Ü80 bereits im Schnitt 114 Prozent mehr Prämie zahlen als ein 40jähriger, wenn er eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließt. In der Kaskoversicherung beträgt der Aufschlag immer noch 98 Prozent. Nachlässe für höhere Schadenfreiheitsrabatte wurden hier nicht eingerechnet. Doch schon die Altersgruppe der 66- bis 70jährigen müsse rund ein Viertel mehr zahlen als ein 40jähriger Autofahrer.


Gründe, weshalb Seniorinnen und Senioren stärker zur Kasse gebeten werden, nennt die Studie nicht. Aber diese sind schnell ausgemacht, blickt man auf die Verkehrsunfall-Statistiken des Statistischen Bundesamts. Zwar sind ältere Autofahrer nichts öfters in Unfälle verwickelt als jüngere Jahrgänge. Doch wenn es kracht, sind sie häufiger Verursacher eines Unfalls. Laut Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) verursachen 5,1 Prozent aller Autofahrer zwischen 42 und 62 Jahren einen Haftpflichtschaden, aber 9,8 Prozent sind Fahrer ab 82 Jahren.


Dennoch können gerade Seniorinnen und Senioren bei den Kfz-Versicherungsprämien sparen. So belohnen immer mehr Versicherer langes unfallfreies Fahren. Sogar über einen Schadensfreiheitsrabatt von 35 Jahren hinaus. Hier gilt es bei einem möglichen Wechsel des Kfz-Versicherers auch zu beachten, ob man eventuelle Vorteile über die Schadensfreiheitsrabatte einbüßt.


Eine weitere Möglichkeit zu sparen: Seniorinnen und Senioren können ihr Auto auf die erwachsenen Kinder zulassen und versichern. Damit die Sparrechnung aufgeht, der Schadenfreiheitsrabatt übertragen werden. Das sei von Eltern auf Kinder in der Regel problemlos möglich. Auch wer im Jahr nur wenige Kilometer fährt, zahlt unter Umständen weniger Prämie.


Zu betonen gilt es auch, dass Seniorinnen und Senioren nicht die Hauptrisikogruppe für schwere Unfälle sind. Oft müssen die Versicherer überwiegend Blechschäden erstatten. Heftige Crashs mit Personenschaden werden nach wie vor überproportional von männlichen Fahrern der Generation 18 bis 25 Jahre verursacht, so verraten die Unfallstatistiken.

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12.05.2020

MandantenInformation zum Thema Altersrente


Im Schnitt nur 952 Euro Altersrente


Die Altersrente fällt in Deutschland schon jetzt keineswegs üppig aus. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Nach der Rentenerhöhung im Juli 2019 erhielten Rentnerinnen und Rentner demnach nur knapp 952 Euro im Schnitt vor Abzug der Steuern.


Wie hoch sind in Deutschland eigentlich die gesetzlichen Altersrenten? Eine Frage, die nicht einfach zu beantworten ist: Müssen doch die verschiedenen Rentenarten berücksichtigt werden, auch abhängig von der Dauer der gezahlten Beiträge. Aber feststeht: ein Durchschnittsrentner bzw. -rentnerin kann nicht auf allzu hohe Bezüge hoffen. Das zeigt die Statistik „Die Rentenbestände in der gesetzlichen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland“, die das Arbeitsministerium vor wenigen Tagen vorgelegt hat. 


Im Bundesschnitt erhielten Männer von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) demnach eine Rente von 1.187,10 Euro monatlich, während Frauen 764,29 Euro ausgezahlt bekamen. Das betrifft den sogenannten Rentenzahlbetrag. Hier wurden die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bereits abgezogen, aber nicht die Steuern. Knappschaftliche Zahlungen (Altersvorsorge des Bergbaus) sind hierbei nicht berücksichtigt. Stichtag für die Zahlen war der 1. Juli 2019. 


Bei näherem Blick ist aber zwischen einzelnen Rentenarten zu unterscheiden. Die sogenannte Regelaltersrente fällt demnach niedriger aus. Sie erhält, wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und zudem die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllen kann. Frauen und Männer in Westdeutschland erhielten durchschnittlich circa 610 Euro Regelaltersrente, in Ostdeutschland betrug sie circa 1.066 Euro. Knapp 7,5 Millionen Menschen haben hierauf aktuell Anspruch. Die Daten zeigen aber deutlich: Allein auf die Rente dürfen sich die wenigsten Menschen verlassen. Zusätzliche Altersvorsorge ist dringend anzuraten. 


Am besten stehen jene da, die die sogenannte „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ erworben haben. Hierfür müssen 45 Beitragsjahre zur Rentenkasse vorgewiesen werden und die Regelaltersgrenze erreicht sein, sofern nicht von der Sonderregel „Rente mit 63“ Gebrauch gemacht wird. Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte betrug in Westdeutschland im Schnitt 1.409 Euro, in Ostdeutschland 1.222 Euro. Doch nur wenige erfüllen die lange Beitragszeit: Anspruch haben aktuell 1,25 Millionen Seniorinnen und Senioren.


Einfacher zu erfüllen sind die Vorgaben für die Altersrente für langjährig Versicherte. Hierfür sind 35 Beitragsjahre zur Rentenkasse notwendig. Entsprechend niedriger sind aber auch die Rentenzahlungen. Sie betrugen zum 1. Juli 2019 im Schnitt 1.153 Euro in West und 1.118 Euro in Ost. Hier waren 1,91 Millionen Menschen anspruchsberechtigt.


Eine besondere Rentenart ist die sogenannte Altersrente für Frauen nach § 237a SGB VI. Anspruch mit Abschlägen haben vor dem 1. Januar 1952 geborene weibliche Versicherte, die das 60. Lebensjahr vollendet, die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt und nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als 10 Jahre an Pflichtbeitragszeiten zurückgelegt haben. Sie ist die Rentenart mit den meisten Leistungsbeziehern bzw. - in diesem Fall - Bezieherinnen. Immerhin 3,45 Millionen Seniorinnen hatten Anspruch darauf. Und sie erhielten im Schnitt nur 868 Euro pro Monat in Westdeutschland und 1.046 Euro in Ost.


Wer Altersrente für Schwerbehinderte bezieht, erhält in Westdeutschland im Schnitt 1.203 Euro, in Ostdeutschland 1.114 Euro. Knapp 1,76 Millionen Seniorinnen und Senioren wurden zum Stichtag 1. Juli 2019 dieser Rentenart zugerechnet.


Welche Rentenarten es noch gibt und wie man zusätzlich für das Alter vorsorgen kann, klärt ein Beratungsgespräch. Die Zahlen zeigen es: Diese Beratung bei uns kostet Sie nichts und wird sich auszahlen.

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04.05.2020

MandantenInformation zum Thema Wohnungseinbrüche


Weniger Einbrüche aber höhere Schäden


Kontinuierlich nehmen Wohnungsein-brüche ab. Das zeigt aktuell die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die im März diesen Jahres veröffentlicht wurde. Demnach gingen die Wohnungseinbrüche von 97.504 Fällen in 2018 auf 87.145 Fälle in 2019 zurück. Hinzu kommen 86.604 Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen in 2019.


Trotz des Rückgangs absoluter Zahlen gibt es allerdings durch die deutschlandweite Schadensumme der Einbrüche auch einen Wermutstropfen zu schlucken – denn diese stieg von 260,7 Millionen Euro in 2018 auf 291,9 Millionen Euro in 2019.


Geht man nach absoluten Zahlen, fanden die meisten Diebstähle 2019 in Berlin statt mit 7.965 erfassten Fällen für den so genannten „Wohnungseinbruchsdiebstahl“. Es folgen Hamburg mit 4.312 erfassten Fällen und Köln mit 2.482 Fällen in 2019. Freilich: Solche hohen absoluten Werte begründen sich auch durch die hohe Einwohnerzahl der genannten Städte.


Denn geht man statt nach absoluten Zahlen nach der „Häufigkeitszahl je 100.000 Einwohner“ und betrachtet so die Wohnungseinbruchsdiebstähle in Relation zur Einwohnerzahl, ändert sich die Rangliste der Einbruchshochburgen. Dann nämlich gilt nicht mehr Berlin, sondern Bremen als Einbruchshochburg Deutschlands. So müssen in Bremen 278 Einbrüchen je 100.000 Einwohner verzeichnet werden. Es folgt Bonn mit 253 Einbrüchen je 100.000 Einwohner und Bremerhaven mit 246 Einbrüchen je 100.000 Einwohner. Auf Rang vier dieser negativen Wertung liegt Saarbrücken mit 245 Einbrüchen je 100.000 Einwohner.


Berlin hingegen bringt es hier, mit 219 Einbrüchen je 100.000 Einwohner, „nur“ auf Rang neun der Einbruchshochburgen Deutschlands.


In Einfamilienhäuser dringen Einbrecher zumeist über Fenstertüren und Fenster ein. Hingegen dringen die Täter in Mehrfamilienhäuser zumeist über Wohnungstüren ein – jedoch auch über jene Fenstertüren und Fenster, die leicht erreichbar sind. Zur Verhinderung der Einbrüche sollte die Regel beachtet werden: Man mache es Einbrechern so schwer wie möglich.


Denn statt Ehrgeiz treibt die Täter Eile. So scheiterten in 2019 immerhin 45,3 Prozent der Einbruchsversuche – davon viele, weil die Täter nicht schnell genug ins Innere des Hauses gelangten. Demnach kann bereits helfen, Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets zu verschließen oder gekippte Fenster zu vermeiden. Rollladen sollten zudem zur Nachtzeit – keineswegs aber tagsüber – geschlossen werden. Denn geschlossene Rollladen am Tag signalisieren dem Einbrecher „Abwesenheit“.


Ein absolutes Tabu sind zudem versteckte Schlüssel außerhalb der Wohnung – Täter kennen derartige Verstecke gut. Weitere Sicherheitstips gibt die Polizei auf der Seite www.k-einbruch.de


Mit einer Hausratversicherung können Mieter und Hausbesitzer ihr Eigentum vor dem materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus, Feuer, Sturm, Hagel oder vor Leitungswasserschäden schützen. Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen – beispielsweise nach einem Einbruch aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen.


Jedoch: 25 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen laut Institut für Demoskopie Allensbach keine Versicherung für die eigenen vier Wände – und stehen damit beim Wohnungseinbruch ohne finanzielle Hilfe da.


In diesem Falle ist Beratung zum Versicherungsschutz dringend geboten.

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27.04.2020

MandantenInformation zum Thema Bezahlbarkeit von Versicherungsbeiträgen


So werden Versicherungsbeiträge der finanziellen Durststrecke angepasst.


Der Betrieb oder das Geschäft ruht oder läuft auf sprichwörtlicher „Sparflamme“. Menschen sind in Kurzarbeit, viele müssen mit Einbußen beim Einkommen leben – die Corona-Pandemie macht sich auch im Geldbeutel vieler Menschen schmerzlich bemerkbar. Vielfach bedeutet dies auch eine Notlage durch laufende Kosten – Mieten, Kredite, Rechnungen müssen dennoch weiter bedient werden. Und auch für Versicherungsverträge fallen laufende Kosten an. Was aber tun, wenn aufgrund des derzeitigen „Shutdowns“ auch Prämien und Beiträge für Versicherungen nicht länger bedient werden können? Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) klärt aktuell auf seiner auf.


So würden, laut GDV, zwei Prämissen gelten. Als ersten Grundsatz formuliert der GDV: Beitrag (des Kunden) gibt es gegen Leistung (der Versicherung). Da aber stets finanzielle Notlagen den Versicherungsschutz bedrohen können, gäbe es stets auch verschiedene Möglichkeiten, mit den Beiträgen auszusetzen oder Prämien und Leistungen der neuen Lage anzupassen. Dies gelte nicht nur für die Zeit der Corona-Krise, wie der GDV außerdem formuliert. Sondern stets gibt es auch die Möglichkeit des Nachbesserns bei finanziellen Engpässen.


Zwar bedeutet ein Aussetzen der Prämien mitunter weniger Leistung durch den Versicherer. Wichtig aber ist: Dennoch wird der Versicherungsschutz aufrechterhalten. Allerdings muss auch hierfür zunächst etwas vorausgeschickt werden. Zu welchen Bedingungen Beiträge ausgesetzt werden können, hängt stets auch von den einzelnen Verträgen ab. Ebenso von guter Kommunikation. Denn ein Aufrechterhalten des Versicherungsschutzes und damit der Verträge liegt gerade in Zeiten wie der Corona-Krise auch im Interesse der Anbieter. Wäre es doch fatal, wenn mit langlaufenden Verträgen auch treue Kunden verloren gehen, weil die Krise kurzfristig Einkommen kostet. Hier können wir Lösungen vermitteln.


Zu welchen Bedingungen aber können die Beiträge ausgesetzt werden? Der aktuelle Beitrag des GDV informiert zu drei Produkten: zur Berufsunfähigkeitsversicherung, der Risikolebenversicherung sowie der Lebens- und Rentenversicherung als wichtiger Bestandteil privater Altersvorsorge.


Für die Berufsunfähigkeitsversicherung würden zum Beispiel viele Versicherer die Möglichkeit anbieten, die Beiträge zu stunden. Üblich hierfür wären Zeiträume von bis zu sechs Monaten. Freilich: Die gestundeten Beiträge müssen später nachgezahlt werden. Nicht wenige Versicherer eröffnen hierfür auch die Möglichkeit einer Ratenzahlung.


Eine weitere Möglichkeit wäre, die Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei zu stellen. Diese Möglichkeit steht auch für länger andauernde finanzielle Engpässe zur Verfügung – genannt wird ein Zeitraum von bis zu drei Jahren. Zu bedenken ist für einen solchen Schritt jedoch, dass mit den ausbleibenden Beiträgen auch die Berufsunfähigkeitsrente kleiner wird. Denn die Versicherer kalkulieren mit dem eingezahlten Kapital die Rentenhöhe. Fließt weniger Kapital in die Police, gibt es im Falle der Berufsunfähigkeit auch weniger Rente.


Zum einen kann der Versicherungsnehmer – trotz reduzierter Rente – dennoch auch seinen von Verbraucherschützern empfohlenen BU-Schutz aufrechterhalten. Zum anderen sichert er sich zu bestehenden Bedingungen diesen Schutz. Kann doch der Abschluss eines neuen Vertrags aufgrund neu zu beantwortender Gesundheitsfragen eine wesentliche Verteuerung des Versicherungsschutzes bedeuten oder gar Ausschlüsse. Wer also die Beiträge für eine bestimmte Zeit nicht mehr bedienen kann, für den ist das „Beitragsfrei-Stellen“ trotz der geringeren Rentenhöhe oft der günstigste Weg, den BU-Schutz zu behalten.


Auch für die Risikolebensversicherung ist eine Freistellung von den Beiträgen möglich. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft empfiehlt diese Lösung nicht. Denn da durch eine Freistellung von den Beiträgen kaum Deckungskapital gebildet würde, dürfte die verbleibende beitragsfreie Leistung nur sehr gering sein. Deswegen würde sich, aus Sicht des GDV, eher eine Überprüfung der Leistungsfähigkeit mit Herabsetzung des Versicherungsbeitrags sowie eine daran angelehnte Herabsetzung der Leistung lohnen. Denn Einbußen eines solchen Schrittes bei der Versicherungsleistung wären weniger schmerzlich als das gänzliche Freistellen des Versicherungsbeitrags.


Wie aber sieht es mit der privaten Lebens- und Rentenversicherung aus? Laut GDV zeigen bestehende Verträge hier bereits, aufgrund der zu kalkulierenden langen Laufzeit, größere Flexibilität. Deswegen würden die Anbieter seit je her unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl stellen, monatlichen Beiträge für langlaufende Altersvorsorge-Verträge anzupassen.


Zur Wahl stehen unter anderem ein Ruhen-Lassen des Vertrags, eine Beitragsfreistellung oder Beitragsstundung sowie die Herabsetzung der Versicherungssumme bei Anpassung des Beitrags. Ein Kündigen des Versicherungsschutzes ist immer die schlechteste Lösung. Denn alle bisher bezahlten Ansprüche und bei Riester-Verträgen auch Zulagen und Steuervorteile würden dadurch verloren gehen.


Für ein Ruhen-Lassen der Verträge müssen in der Regel bestimmte Bedingungen erfüllt sein – zum Beispiel müssen für einen Vertrag (je nach Vertragsbedingungen) mindestens ein oder zwei Jahre lang Beiträge gezahlt worden sein. Eine Beitragsfreistellung hingegen könnte – zum Beispiel – zu der Bedingung geschehen, dass der Versicherer den Rückkaufswert nicht auszahlt, jedoch die Versicherung grundsätzlich bestehen bleibt. Freilich: Durch diesen Schritt würden sich auch Risikoschutz und Versicherungssumme erheblich verringern.


Auch die Stundung der Beiträge ist deswegen denkbar. Das lässt sich dann meist ohne Einbußen bei der Versicherungsleistung realisieren, wenn nach der Stundung (üblicherweise für den Zeitraum eines halben Jahres) die Beiträge wieder zurückgezahlt werden. Doch auch die Anpassung der Versicherungssumme ist denkbar.


Eine weitere Möglichkeit für finanzielle Engpässe in Krisen wie der Corona-Krise besteht in einem Policendarlehen – hierbei wird eine Art Vorschuss auf die zu erwartende Versicherungsleistung durch den Versicherer gezahlt. Zwar besteht kein Rechtsanspruch auf ein solches Darlehen. Zudem müssen bei Gewähr des Darlehens auf die Summe auch Zinsen gezahlt werden – Darlehen und Zinsen werden später mit der fälligen Versicherungsleistung verrechnet. Gerade in Zeiten einer zeitlich begrenzten Not wie der Corona-Krise kann aber auch ein solches Darlehen ein Ausweg und der rettende Strohhalm aus finanziellen Engpässen sein.


Wer hierzu Beratung sucht, sollte sich dringend an uns wenden.

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26.04.2020

MandantenInformation zum Thema Zahlungsschwierigkeiten in der PKV in zeiten von Corona


Wenn die Private Krankenversicherung (PKV) nicht bezahlte werden kann


Viele Privatversicherte haben in Zeiten der Coronakrise Probleme, ihre Beiträge für die Krankenversicherung zu zahlen. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht nun vor, den Betroffenen eine erleichterte Rückkehr aus dem Basistarif in ihren vorherigen Tarif zu ermöglichen. Auf eine neue Risikoprüfung soll dann verzichtet werden.


Was tun, wenn man infolge der Coronakrise seine Beiträge zur Krankenversicherung nicht zahlen kann? Diese Frage stellen sich gerade viele Privatversicherte, sind sie doch oft als Selbstständige tätig. Also jene Gruppe, die nun besonders schwer von der Coronakrise erwischt wird: vor allem, wenn sie im Veranstaltungs-, Tourismus- oder Gastronomiebereich arbeiten. Oft sind diesen Erwerbstätigen sämtliche Einnahmen weggebrochen.


Viele Krankenversicherer versuchen bereits, den Betroffenen entgegenzukommen. So bieten einige Versicherer freiwillig an, dass ihre Kundinnen und Kunden vorübergehend in einen weniger leistungsfähigen Tarif zu wechseln - um dann, anders als üblich, ohne neue Risikoprüfung in den Altvertrag zurückkehren zu können. Eine andere Möglichkeit ist, die Beiträge vorübergehend stunden zu lassen. Das Problem: Dann müssen sie zu einem späteren Zeitpunkt nachgezahlt werden. Hier empfiehlt es sich, das Gespräch mit dem Versicherer oder Berater zu suchen, bevor man einfach nicht zahlt.


Eine weitere Möglichkeit ist, in einen der sogenannten Sozialtarife der PKV zu wechseln. Drei Tarife bietet die Branche aktuell an: den Standardtarif, den Basistarif und den Notlagentarif.


Der Standardtarif ist jener, der sich bisher am ehesten bewährt hat. Er bietet vergleichbare Leistungen wie die gesetzlichen Krankenkassen zu einem deutlich reduzierten Betrag. Zudem werden in ihm auch Alterungsrückstellungen gebildet, um Beitragssprünge im Alter abzufedern - ein Vorteil, den die anderen beiden Sozialtarife nicht haben. Das Problem ist allerdings, dass nur Versicherte vom Standardtarif Gebrauch machen können, die sich vor dem 1. Januar 2009 einer privaten Krankenversicherung angeschlossen haben. Hier appelliert der PKV-Verband aktuell an die Politik, den Standardtarif aufgrund der Pandemie für alle zu öffnen.


Der zweite Sozialtarif ist der Basistarif. Diesen gibt es seit 2009 - er verpflichtet die Privatversicherer, einen Tarif anzubieten, der -unabhängig von Vorerkrankungen und einer Risikoprüfung- allen Versicherten offensteht. Und das ist so ein bisschen das Problem dabei. Denn eine Risikokalkulation ist bei diesen Angeboten schwierig. Die Versicherer befürchten schlicht, dass viele ältere Versicherte mit Vorerkrankungen diesen wählen. Auch hier müssen die Gesellschaften vergleichbare Leistungen wie die Krankenkassen bieten.


Im Basistarif dürfen die Krankenversicherer als maximalen Beitrag nur den Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenkassen verlangen. Aber das ist leider gar nicht so wenig: Er liegt aktuell bei circa 736 Euro. Selbst wenn der Beitrag nicht ausgereizt wird, sind diese Angebote in der Regel vergleichsweise teuer. Dennoch sollte man beim Versicherer anfragen, ob und unter welchen Umständen man sich dort versichern kann.


In diesem Basistarif sieht die Bundesregierung nun die Lösung für jene, die von der Coronakrise betroffen sind. Ein aktueller Gesetzentwurf sieht vor, dass ein wichtiger Nachteil dieser Tarife ausgeschaltet werden soll. Nämlich, dass normalerweise eine Risikoprüfung für die Rückkehr in den Alttarif vorgesehen ist, die zu Ausschlüssen und höheren Prämien führen kann. Das will die Bundesregierung nun vorübergehend korrigieren, berichtet der PKV-Verband aktuell auf seiner Webseite.


"Geplant ist, dass Versicherte, die nach dem 16. März 2020 wegen Hilfebedürftigkeit in den Basistarif wechseln, mit ihren vormals erworbenen Rechten ohne erneute Gesundheitsprüfung in ihren Ursprungstarif zurückkehren dürfen. Voraussetzung ist, dass sie die Hilfebedürftigkeit innerhalb von drei Jahren überwunden haben und innerhalb von drei Monaten nach deren Ende die Rückkehr beantragen", schreibt der PKV-Verband.

Die Bundesregierung verweist auf die Vorteile des Basistarifes. Bei finanziell Hilfsbedürftigen werde der Beitrag halbiert - oder die Bundesagentur übernimmt gar bis zu 100 Prozent der Kosten, wenn der Betroffene auf Grundsicherung angewiesen ist. Der PKV-Verband aber fordert, auch den Standardtarif zu öffnen, da er für viele Versicherte die bessre Option wäre. Hier wird sich zeigen, wie die Politik entscheidet und ob sie einlenkt.


Der dritte Sozialtarif der PKV ist in Corona-Zeiten keine gute Lösung: der sogenannte Notlagentarif. Das ist ein Angebot für jene, die ihre Beiträge aktuell nicht zahlen können und mindestens zwei Monate im Verzug sind. Im Notlagentarif haben die Betroffenen aber nur Anspruch auf eine Notfallversorgung, etwa bei Schmerzen oder Schwangerschaft. Gerade in Corona-Zeiten keine gute Option. Der Beitrag ist hier immerhin auf circa 100-120 Euro begrenzt.


Bevor man in den Notlagentarif wechseln muss, empfiehlt es sich das Gespräch mit dem Versicherer und Berater zu suchen, um sich über Alternativen informieren zu lassen.

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15.04.2020

MandantenInformation zum Thema Unfall beim Tanken auf dem Arbeitsweg


Tanken auf dem Arbeitsweg - gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht


Ein aktuelles Urteil des Bundessozialgerichtes zeigt erneut, wie eingeschränkt der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung ist. Demnach ist ein Arbeitnehmer nicht einmal durch die Berufsgenossenschaft geschützt, wenn er auf dem direkten Weg zur Arbeit beim Tanken verunfallt. Das Urteil stellt die bisherige Rechtspraxis auf den Kopf (Urteil vom 30. 1. 2020 - B 2 U 9/18 R).


Wenn ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin während des Tankens einen Unfall erleiden, sind sie nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Selbst dann nicht, wenn sie das Auto auf dem direkten Weg zur Arbeitsstätte betanken. Das hat das Bundessozialgericht entschieden und damit ein wenig arbeitnehmerfreundliches Urteil gefällt. Auf den Richterspruch machte der Fachdienstleister Wolters Kluwer Deutschland aufmerksam.


Verhandelt wurde der Fall einer Frau, die sich beim Tanken verletzt hatte. Sie befand sich auf dem Weg von ihrer Arbeitsstätte zur Wohnung. Das Auffüllen des Wagens war notwendig geworden, weil sie sonst den Heimweg nicht mehr geschafft hätte.


Auf dem Weg zum Bezahlen rutschte sie auf einem Treibstofffleck aus und zog sich einen komplizierten Bruch des Sprunggelenks zu. Hierfür wollte sie Leistungen der Berufsgenossenschaft (BG) in Anspruch nehmen, die sich aber weigerte zu zahlen. Der Rechtsstreit erstreckte sich über mehrere Instanzen, nachdem die Frau Klage eingereicht hatte.


Doch vor dem Bundessozialgericht erlitt die Verunfallte eine bittere Niederlage. Tatsächlich müsse die Berufsgenossenschaft einen Unfall beim Tanken nicht als Arbeitsunfall anerkennen, entschieden die Richter. Denn die Arbeitszeit sei zu diesem Zeitpunkt bereits beendet gewesen und die Tätigkeit des Tankens habe nicht mehr im Zusammenhang mit dem Job gestanden.


Dieser Zusammenhang mit dem Job darf nur geringfügig unterbrochen sein, damit die gesetzliche Unfallkasse zahlt. Das sei beim Tanken auf dem Nachhauseweg nicht gegeben, weil ein zeitlicher, sachlicher und örtlicher Bezug zur versicherten Tätigkeit fehle. Das Auftanken eines privaten Fahrzeuges sei folglich nicht versichert, auch nicht als sogenannte Vorbereitungshandlung, die notwendig sein muss, um die Arbeit durchzuführen.


Ein Grund, weshalb das Tanken auf dem Arbeitsweg nicht gesetzlich unfallversichert ist: Diese Tätigkeit könne nicht “im Vorübergehen" erledigt werden, stelle folglich -wie bereits erwähnt- keine geringfügige Unterbrechung dar. Das Anhalten, Aussteigen, Betanken und Bezahlen stelle vielmehr eine äußerlich beobachtbare und von der Zurücklegung des Weges deutlich unterscheidbare neue Handlungssequenz dar, betonten die Richter.


Ärgerlich ist das Urteil auch deshalb, weil damit die bisherige Rechtspraxis gekippt wurde, wie Wolters Kluwer mit Bezug auf das Urteil hervorhebt. Denn zuvor konnten die Sozialversicherten auf den Schutz der Unfallkasse hoffen, wenn beim Tanken etwas passierte. Hier hat die Justiz ihre Einschätzung revidiert. Folglich bleibt nur eine private Unfallversicherung, um derartige Missgeschicke abzusichern. Sie zahlt in der Regel unabhängig von Unfallort und -ursache.

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06.04.2020

MandantenInformation zum Thema Hinzuverdienst bei Kurzarbeit


Auch bei Kurzarbeitergeld werden Nebeneinkünfte in "systemrelevanten" Bereichen nicht mehr auf den Lohn angerechnet.


Die Situation scheint paradox: Auf der einen Seite rechnet die Bundesregierung mit 2,35 Millionen Kurzarbeitern infolge der Coronakrise, die entweder eine reduzierte Arbeitszeit und damit Einkommensverluste hinnehmen müssen oder die aufgrund einer „Kurzarbeit Null“ sogar ganz zuhause sind. Zugleich aber fehlt es in wichtigen Bereichen der Wirtschaft an Arbeitskräften. Deshalb werden nun auch die Zuverdienstmöglichkeiten für Kurzarbeiter deutlich erweitert.


Viele Menschen sind von ihren Arbeitgebern nach Hause geschickt wurden. Doch an anderer Stelle fehlen dringend benötigte Arbeitskräfte. Das trifft auf systemrelevante Berufe zu, zum Beispiel im Gesundheitswesen, der Pflege und der Landwirtschaft.


Damit auch Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter solche Möglichkeiten von Nebenbeschäftigungen nutzen, wurde jetzt – als Bestandteil des „Sozialschutz-Pakets“ der Bundesregierung – am 27. März eine neue Übergangsregelung für die Anrechnung von Nebeneinkünften auf das Kurzarbeitergeld geschaffen.


Normalerweise werden Nebeneinkünfte auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Sie werden schlicht behandelt wie regulärer hauptberuflicher Lohn während der Kurzarbeit. Der Nebenverdienst wird dem Einkommen durch den Arbeitgeber des Hauptberufs einfach hinzuaddiert. Damit reduziert der Nebenverdienst aber jenen Teil des Nettolohns, der durch die Kurzarbeit verloren ging und für den eine Ausgleichsleistung in Höhe von 67 Prozent (bei Arbeitnehmern mit Kindern) oder 60 Prozent (bei kinderlosen Arbeitnehmern) erbracht wird: Nebeneinkünfte bedeuten weniger Kurzarbeitergeld durch die Arbeitslosenversicherung.


Vorübergehend wurde nun die Anrechnung von Nebeneinkünften auf Kurzarbeitergeld außer Kraft gesetzt. Freilich: Dies gilt unter zwei Einschränkungen.


Denn zum einen betrifft es nur die Anrechnung von Einkünften, sobald die Nebentätigkeit in einem Bereich erfolgt, der während der Corona-Krise „systemrelevant“ ist: etwa in der Pflege oder im Gesundheitswesen.


Zum anderen darf die Summe aus:


a) Einkommen des Hauptberufs und

b) Kurzarbeitergeld sowie

c) Hinzuverdienst durch die Nebentätigkeit


nicht jenes reguläre Einkommen übersteigen, das hauptberuflich ohne Kurzarbeit erzielt werden würde.


In der Summe darf also durch den Hinzuverdienst nicht mehr verdient werden als in Zeiten ohne Kurzarbeit durch das Haupteinkommen. Sobald diese Bedingung erfüllt ist, kann der komplette Hinzuverdienst aus der Nebentätigkeit behalten werden.


Die Bundesregierung erhofft sich durch die Regelung, Kurzarbeiter*innen während der Corona-Krise zu einer systemrelevanten Nebenbeschäftigung zu ermutigen. So sollen in den entsprechenden Bereichen genügend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, um die Krise zu stemmen. Die Regelung gilt aber nur vorübergehend bis zum 31. Oktober 2020. Danach ist zu erwarten, dass die alten Anrechnungsregeln wieder in Kraft treten.


Kurzarbeit aber hat nicht nur Auswirkungen auf den Verdienst, sondern auch auf die betriebliche Altersvorsorge. Wird die betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung finanziert und können vereinbarte Beiträge nicht mehr aufgebracht werden, muss die Vereinbarung unbedingt der neuen Situation angepasst werden.


Entfällt der Entgeltanspruch sogar vollständig aufgrund der Einführung der „Kurzarbeit Null“, dann existiert kein Entgelt mehr, was der Arbeitnehmer umwandeln könnte. In diesem Fall kann der Mitarbeiter allerdings in den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds die Versorgung mit eigenen Beiträgen fortführen – und damit auch indirekt aus dem Kurzarbeitergeld. Wer zu Auswirkungen der Kurzarbeit auf die Altersvorsorge Rat sucht, sollte sich dringend an uns wenden.


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31.03.2020

MandantenInformation zum Thema Veranstalungsausfälle


Coronavirus - Konzertausfall, und was nun?


Die Kontaktsperre zur Bekämpfung des Coronavirus wird noch mindestens bis zum 20. April aufrecht erhalten. Das machte Kanzleramts-Chef Helge Braun am 27.03. deutlich. Auch danach wird nur langsam eine Rückkehr ins „normale“ Leben möglich sein, viele Einschränkungen werden wohl weiterhin gelten. Was aber, wenn man ein Konzert-, Festival- oder Theaterticket für diese Zeit gebucht hat? Fest steht: Man kann sie zurückgeben, wenn das Event ausfallen muss. Die Künstler und Veranstalter hoffen auf Solidarität.


Mit der bundesweiten Kontaktsperre dürfen selbst verständlicherweise auch keine Konzerte, Theatervorführungen und andere Events mehr stattfinden: Alle Veranstaltungen, bei denen Personen zusammenkommen, sind aufgrund der Ansteckungsgefahr strengstens untersagt. Was aber, wenn man bereits Tickets für derartige Veranstaltungen erworben hat? Stars wie Helene Fischer, Carlos Santana oder James Blunt wollten schließlich in Deutschland spielen. Wer ein Ticket der oft ausverkauften Tourneen wollte, musste im Vorverkauf zuschlagen.


Fest steht: Wurde das Konzert abgesagt, kann der Fan das Ticket zurückgeben. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchen Gründen das Konzert nicht stattfinden kann, so informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf ihrer Webseite. Der Veranstalter, mit dem in der Regel der Vertrag geschlossen wurde, hat seine Leistung nicht erbracht - und kein Anrecht auf Bezahlung. Grundlage für den Rückerstattungs-Anspruch ist § 275 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).


Viele Veranstalter haben zudem angekündigt, dass sie einen Ersatztermin suchen wollen - nach der Coronakrise, wann immer das sein mag. Auch das müssen die Betroffenen nicht akzeptieren, wenn das Konzert zu einem bestimmten Datum angekündigt war. Etwaige Klauseln, die einen Rücktritt bei Verschiebung des Konzertes ausschließen, sind nach Ansicht des Verbraucherverbandes unwirksam. Trotzdem: Wer auf einen Ersatztermin warten will, kann dies gern tun. Tickets behalten ihre Gültigkeit.


Ansprechpartner ist, wie bereits erwähnt, in der Regel der Veranstalter des Konzertes. Er darf die Kundinnen und Kunden auch nicht mit einem Gutschein abwimmeln. In vielen AGBs ist festgelegt, dass die Rückzahlung mit jenem Zahlungsmittel erfolgt, das auch beim Kauf verwendet wurde. Acht Wochen hat der Veranstalter laut Verbraucherzentrale Zeit, das Geld zurückzuzahlen. Wer als Kunde sein Geld zurückfordern will, kann sich mehr Zeit lassen: Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt erst nach drei Jahren.


Nicht vergessen sollte man allerdings, dass Veranstalter, Musiker und andere Künstler gerade besonders unter der Corona-Pandemie leiden. Wurde eine Tour abgesagt, brechen auf einmal sämtliche geplante Einnahmen weg: eventuell für Monate, je nachdem, wie lange die Krise anhält. Gesundheitsexperten befürchten, dass auch im Mai und Juni keine Großveranstaltungen stattfinden können - eventuell den ganzen Sommer über nicht. Aktuell kann schlicht niemand seriös voraussagen, wann die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder gelockert werden können.


Deshalb haben sich bereits Solidaritäts-Aktionen gegründet, die dafür werben, die Tickets nicht zurückzugeben und alternativ auf einen Ersatztermin zu warten. Eine solche Aktion wurde unter anderem unter dem Hashtag #EinHerzFürKünstler etabliert. In manchen Städten gibt es nun auch sogenannte Solitickets, mit denen Klubs, Konzerthallen und Bühnen unterstützt werden können, um so eine Insolvenz zu vermeiden. Der Unterstützer zahlt ein „fiktives“ Ticket und kann sich eine Veranstaltung anschauen, wenn der Konzertbesuch wieder möglich ist.

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25.03.2020

MandantenInformation zum Thema Homeoffice


Homeoffice und die Lücken beim gesetzlichen Unfallversicherungsschutz


In Zeiten der Corona-Pandemie stehen alle Zeichen auf Homeoffice: Die Menschen sollen, wenn es geht, zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos zuhause bleiben. Allerdings sollte man sich hierfür auch um den entsprechenden Versicherungsschutz kümmern. Denn der Versicherungsschutz durch die gesetzliche Unfallversicherung ist für Arbeitnehmer im Büro umfassender als im Homeoffice. Darüber klärte aus aktuellem Anlass die Verbraucherseite des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf.


Der Grund: Bestimmte alltägliche Tätigkeiten sind im Büro oder im Unternehmen nur deswegen durch den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz abgedeckt, weil der Aufenthalt am Arbeitsplatz diese Tätigkeiten vor Ort im Unternehmen geboten macht – sie betreffen im Büro das unternehmerische Interesse des Arbeitgebers. Sobald diese Tätigkeiten aber zuhause ausgeführt werden, gelten sie vordergründig als „private“ Tätigkeit. Solche Tätigkeiten sind jedoch nicht durch den gesetzlichen Unfallschutz abgedeckt, Unfälle hierbei gelten nicht als Arbeitsunfälle.


Das gilt gerade dann, wenn ein Arbeitnehmer sich in seiner Wohnung bewegt, um sich zum Beispiel Wasser zum Trinken an den Arbeitsplatz zu holen. Beim Homeoffice greift im Falle eines Unfalls dann nicht der gesetzliche Unfallschutz. So wies zum Beispiel das Bundessozialgericht die Klage einer Arbeitnehmerin zurück, die sich etwas zu trinken während ihrer Heimarbeit holen wollte.


Auf den Weg in die Küche stürzte die Frau mit ihrer Wasserflasche, zog sich einen komplizierten Knochenbruch am linken Fuß mit bleibenden Schäden zu. Jedoch: Mit Urteil vom 5.7.2016 (Az. B 2 U 5/15 R) beschied das Bundessozialgericht: Ein Arbeitsunfall liegt bei einem solchen Sturz nicht vor. Denn in der Wohnung setzen sich Arbeitnehmer, die sich etwas zu essen oder zu trinken holen, laut Gericht einem Risiko des privaten Bereichs aus. Das gilt sogar für den Gang zur Toilette, wie ein Urteil des Sozialgerichts München beschied (Az. S 40 U 227/18). Der gesetzliche Unfallschutz im Homeoffice zeigt demnach tückische Lücken.


Hinzu kommt: Zwar sind Tätigkeiten durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt, die unmittelbar das berufliche Interesse betreffen. So gilt es laut Bundessozialgericht gemäß Urteil vom 27.11.2018 (Az. B 2 U 8/17 R9) als Arbeitsunfall, wenn ein Arbeitnehmer auf dem Weg in den Keller stürzt, wenn er dort mit seinem Arbeitscomputer ein notwendiges Upgrade vornehmen muss. Derartige Tätigkeiten dienen dem vordergründigen Interesse des Arbeitgebers – hier greift der gesetzliche Unfallschutz.


Jedoch: Der betriebliche Charakter der Tätigkeit muss, so es zum Unfall kommt, vor Gericht erst einmal bewiesen werden. Wie aber beweisen, wenn man zuhause allein ist? Aus diesem Grund empfiehlt aktuell das Handelsblatt: Erleidet man einen Unfall im Homeoffice, sollten Beweise gesichert werden, die unmittelbar mit der Arbeit zuhause verbunden waren.


So soll man bei Erleiden eines solchen Unfalls zum Beispiel „sofort dokumentieren“, was man gerade gemacht hat, welches Dokument man bearbeitet hat und mit wem man telefoniert hat. Auch sollten Betroffene sich, durch Schilderung des genauen Hergangs, Zeugen sichern – zum Beispiel den Nachbarn oder den herbeieilenden Arzt.


Gilt eine Tätigkeit aber nicht als „betrieblich“ und ist aufgrund ihres privaten Charakters nicht durch den gesetzlichen Unfallschutz gedeckt, zahlt für direkte Krankheitskosten des Unfalls zunächst die Krankenversicherung. Keine Zahlungen aber erhält man für Folgekosten – etwa für Reha-Maßnahmen oder bei längerem Lohnausfall.


Auf der sicheren Seite ist man deswegen mit einer privaten Unfallversicherung. Diese zahlt in der Regel unabhängig von Anlass, Ort und Ursache des Sturzes. Als Leistung erhält der Versicherungsnehmer entweder einen Einmalbetrag oder – bei besonders schweren Folgen – auch eine lebenslange Unfallrente.


Jedoch leistet die private Unfallversicherung nur bei unfallbedingter Invalidität. Deswegen kann Homeoffice in Zeiten der Corona-Pandemie auch ein Anlass sein, über den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nachzudenken. Denn eine BU-Versicherung leistet – anders als die Unfallversicherung – auch bei psychischen und körperlichen Erkrankungen als Ursache der Berufsunfähigkeit. Wer hierzu Rat sucht, sollte sich dringend an uns wenden.

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18.03.2020

MandantenInformation zum Thema Kurzarbeitergeld


Corona-Krise - mehr Anspruch auf Kurzarbeitergeld


Wie bereits in unserer EXTRA-MandantenInfo per E-Mail mitgeteilt, schicken viele Firmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Hause. Sie können nur noch verkürzt im Homeoffice oder gar nicht mehr arbeiten. Um diese Härten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufzufangen, hat die Bundesregierung am 14.03.2020 die Regeln für Kurzarbeitergeld gelockert.


Das Coronavirus hat die Bundesrepublik in einen nie gekannten Ausnahmezustand versetzt. Am 16. März beschlossen Bund und Länder, dass Bars und Kneipen, Sportstätten und viele Läden, die keine Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, schließen müssen oder nur sehr eingeschränkt öffnen dürfen. Ziel ist es, das öffentliche und soziale Leben weitestgehend einzufrieren und die Menschen auf Distanz zu halten, damit sie sich nicht mit dem neuen Coronavirus COVID-19 infizieren und dieses unkontrolliert verbreiten.


Das stellt auch die Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Einnahmen brechen weg, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen nach Hause geschickt werden. Um die Härten aufzufangen, haben Bundestag und Bundesrat am Samstag die Regeln für Kurzarbeitergeld (KUG) gelockert. Es soll all jene Firmen entlasten, die “unter massiven Lieferengpässen leiden oder behördlich geschlossen werden müssen“, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) zu Protokoll gab. Grundlage ist das sogenannte „Arbeit-von-morgen-Gesetz“.


“Wenn Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Corona-Virus Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten“, berichtet die Bundesagentur für Arbeit (BA) auf ihrer Webseite. Voraussetzung hierfür sei, dass die „üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind“. Das Geld erhalten die Beschäftigten aber auch, wenn der Betrieb vorübergehend ganz geschlossen werden muss.


Beantragt werden muss das Kurzarbeitergeld in der Regel bei der Bundesagentur für Arbeit (BA): durch den Arbeitgeber. Das heißt, die Beschäftigten müssen sich eigentlich nicht selbst drum kümmern. Gerade für viele kleine Betriebe kann das aber nun zu Problemen führen. So berichtet die Zeitschrift „Welt“, dass die Bundesagentur mit Anfragen derzeit überrannt werde. Die Firmen hätten auch großen Beratungsbedarf, da nun erstmals solche betroffen seien, die nie zuvor auf diese Leistung angewiesen waren.


Wie hoch aber fällt das Kurzarbeitergeld aus? Wer Kinder hat, erhält 67 Prozent der sogenannten Nettoentgeltdifferenz, Arbeitnehmer ohne Kinder erhalten 60 Prozent. Maximal für zwölf Monate kann das Geld ausgezahlt werden. Zu berücksichtigen ist, dass die Bundesagentur nicht das „normale“ Netto der Lohnabrechnung heranzieht, sondern mit einem pauschalisierten Nettoentgelt rechnet. Beispiel-Rechnungen können auf der Webseite der Bundesarbeitsagentur eingesehen werden.


Dabei muss das Geld nicht für den gesamten Betrieb beantragt werden. Wer weiterarbeiten kann und muss, kann auch weiterhin den „normalen“ Lohn beziehen. Zudem soll das Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeiter erhältlich sein, die nun ebenfalls betroffen sind.


Die schlechte Nachricht für Selbstständige: Sie kommen nicht in den Genuss von Kurzarbeitergeld, da sie auch nicht in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung pflichtversichert sind: sofern sie nicht freiwillig einzahlen. Die gute Nachricht: Sie haben Anspruch auf Entschädigung, wenn die Quarantäne über eine Firma verhängt wird. Grundlage ist das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten (§ 56 IfSG). Die Quarantäne muss durch einen Arzt bestätigt und dem Gesundheitsamt bekannt sein.


Viel gibt es auch in diesem Fall leider nicht. Sie beträgt ein Zwölftel der letzten Jahres-Einnahmen, die dem Finanzamt gemeldet wurden. Die Bundesregierung überlegt aber, ob und wie man auch diesen Menschen helfen kann. Besonderes Augenmerk gilt dabei den sogenannten Soloselbstständigen. Unternehmer ohne eigene Angestellte wie Köche, Kreative, freie Dozenten, Schauspieler, kleine Ladenbesitzer. Sie arbeiten oft am Rand des Existenzminimums - brechen nun die Einnahmen weg, weil Aufträge storniert oder nicht mehr nachgefragt werden, wissen sie nicht, wie sie über die Runden kommen sollen.

Immerhin sollen die Betroffenen nun Kredite durch die staatseigene KfW-Bankengruppe erhalten. Vielen wird aber auch das nicht helfen, müssen doch die Schulden in Zukunft auch wieder zurückgezahlt werden: bei unklarer Auftragslage. Und gerade, wenn das Unternehmen ein hohes Ausfallrisiko hat, verlangt die Bank auch hohe Zinsen. Hier bleibt abzuwarten, ob die Regierung noch den Betroffenen mit anderen Maßnahmen helfen wird.

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10.03.2020

MandantenInformation zum Thema Arbeitnehmerrechte in Zeiten des Coronavirus


Coronavirus - Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern


Das Coronavirus hält weiterhin Deutschland in Atem: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte sogar empfohlen, alle Großveranstaltungen abzusagen, in vielen Regionen wurden Schulen und Kindergärten geschlossen. Welche Rechte und Pflichten haben aber Arbeitnehmer, wenn das Virus in der Gegend auftritt? Die Antwort lautet wie so oft: Es ist kompliziert!


Die IG Metall und verschiedene Industrie- und Handelskammern (IHKen) haben auf ihren Webseiten eine Art „Frequently Asked Questions“-Liste veröffentlicht, was Arbeitnehmern mit Blick auf das Coronavirus erlaubt ist. Und was nicht. Fest steht: Einfach der Arbeit fernbleiben, weil er oder sie Angst vor dem Virus hat, ist nicht erlaubt. Lediglich, wenn ein Arzt die Arbeitsunfähigkeit festgestellt hat, darf man im Job fehlen.


Folglich ist es auch nicht erlaubt, dass Angestellte einfach eigenmächtig entscheiden, von nun an im Homeoffice zu arbeiten. Als Arbeitsort gilt jener, der im Arbeitsvertrag festgehalten ist. Andererseits darf der Chef bzw. die Chefin aber selbst per Weisungsrecht die Beschäftigten zur Heimarbeit verpflichten, wenn sie dies für das Aufrechterhalten der eigenen Fürsorgepflicht für notwendig hält.


Etwas verzwickt ist auch die Lage, wenn Beschäftigte aufgrund einer Quarantäne zu Hause bleiben müssen. Oft für mindestens 14 Tage. Dann greift das Infektionsschutzgesetz (IFZG), wenn eine Behörde der erkrankten Person ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen hat.


Die gute Nachricht: Im Quarantänefall erhält der oder die Betroffene für sechs Wochen eine Art Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, denn für den Verdienstausfall kann der Erkrankte eine Entschädigung verlangen. Aber auch der Arbeitgeber hat in vielen Fällen einen Erstattungsanspruch gegenüber der zuständigen Behörde, bleibt also nicht auf den Kosten sitzen! Zumindest, wenn keine Arbeitsunfähigkeit zum Anspruch auf Lohnfortzahlung führt.


Der Anspruch des Erkrankten besteht also gegenüber der Behörde. Allerdings sind die Arbeitgeber angewiesen in Vorleistung zu gehen, um einen reibungslosen Ablauf der Zahlung zu gewährleisten. Sie müssen sich dann selbst per Antrag die Gelder bei den Ämtern wiederholen. Wenn die Firma sich weigert, können sich Erkrankte direkt an das Landesamt wenden, um den Verdienstausfall ersetzt zu bekommen.


Wenn das Gesundheitsamt für Erkrankte und Kontaktpersonen eine Quarantäne verhängt hat, ist es übrigens keine gute Idee, diese einfach zu brechen - und schlimmstenfalls sogar zur Arbeit zu gehen. Paragraph 75 des Infektionsschutzgesetzes sieht für Verstöße gegen eine verhängte Quarantäne Geld- und sogar Gefängnisstrafen vor. Selbst dann, wenn sie nur als Vorsichtsmaßnahme verhängt wurde. Hier ist das örtliche Gesundheitsamt Ansprechpartner für konkrete Schritte und Verhaltensweisen.


Ebenfalls in einer schwierigen Lage befinden sich Eltern, wenn Kitas und Schulen prophylaktisch geschlossen werden, ohne dass ein Krankheitsfall in der Familie vorliegt. Entsprechende Maßnahmen wurden vereinzelt bereits in Berlin, NRW, Bayern und weiteren Bundesländern verhängt. Auch dann dürfen die Eltern nicht einfach zuhause bleiben.


Stattdessen müssen sich Mama und Papa um alternative Betreuungsmöglichkeiten für ihren Nachwuchs kümmern, wie die IG Metall informiert. Jeder, der die Situation der Kinderbetreuungs-Einrichtungen in vielen Orten und Gemeinden kennt, weiß: das ist oft nahezu aussichtslos. Wenn das nicht gelingt, muss ein Elternteil Urlaub nehmen. Immerhin sei eine kurzfristig anfallende Kinderbetreuung ein Grund, bei der ein Chef nicht einfach den Urlaub verweigern könne, informiert die Gewerkschaft.


Hier kann es ratsam sein, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen. Unter Umständen lassen sich Überstunden abbauen oder man findet eine Homeoffice-Lösung. Unter Umständen kann auch Paragraf 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zur Anwendung kommen, wonach man weiter Gehalt erhält, wenn ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin ohne eigenes Verschulden der Arbeit fernbleiben muss. Viele Unternehmen schließen diesen aber explizit im Arbeitsvertrag aus.


Wenn das eigene Kind erkrankt ist, kann man pro (gesetzlich versichertem) Elternteil zehn Krankheitstage nutzen, um ein krankes Kind unter 12 Jahren zu betreuen.

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02.03.2020

MandantenInformation zum Thema Coronavirus und Reiserücktrittsversicherung


Coronavirus - Was zahlt die Reiserücktrittsversicherung?


Die Reiserücktrittsversicherer müssen in der Regel nicht zahlen, wenn ein Versicherter Angst hat sich mit dem Coronavirus anzustecken - und deshalb nicht reisen will. Anders sieht es hingegen aus, wenn eine Person schon erkrankt ist und deshalb die Reise nicht anbrechen darf. In bestimmten Situationen muss auch der Reiseveranstalter ein kostenfreies Storno ermöglichen.


Viele Deutsche haben Angst zu reisen, nachdem die Zahl der Erkrankten mit dem Coronavirus auch in Europa angestiegen ist.


Zu beachten gilt: Die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten, wie jüngst beim Coronavirus, wird als ein unvermeidbares, außergewöhnliches Ereignis (so genannte "höhere Gewalt") eingestuft, wie die Verbraucherzentralen berichteten. Wenn eine Pauschalreise durch ein solches erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt wird, dann können Betroffene von der Reise kostenfrei zurücktreten. Allerdings gilt hierbei der Blick auf den Einzelfall und die konkrete Situation am Reiseziel.


Klar ist: Wenn eine versicherte Person am Coronavirus erkrankt ist und dies entsprechend ärztlich nachweisen kann, sollte auch die Reiserücktrittsversicherung anstandslos zahlen. Schließlich springt sie ein, wenn es aufgrund einer Krankheit unzumutbar wäre die Reise anzutreten. Entsprechend ist ein solcher Schutz gerade jetzt zu empfehlen.


Etwas komplizierter ist es hingegen, wenn ein Versicherter aufgrund der Erkrankung eines Mitreisenden in Quarantäne muss, ohne selbst erkrankt zu sein. Dieser Fall ist in der Regel nicht in Reiseversicherungen abgedeckt, da eine solche Quarantäne als „Eingriff von hoher Hand“ gewertet wird. Damit ist gemeint, dass eine Behörde diese Maßnahme angeordnet hat.


Relativ einfach ist der Sachverhalt, wenn eine Pauschalreise über einen Veranstalter gebucht wurde und das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung ausgesprochen hat. Dann haben die verhinderten Urlauber Anrecht darauf, die Reise ohne Mehrkosten stornieren zu lassen. Allerdings haftet hier nicht der Reiseversicherer, sondern der Veranstalter muss angesprochen werden.


Problematisch wird es, wenn keine offizielle Reisewarnung für eine Region vorliegt. Aktuell betrifft das vor allem Norditalien, wo viele Coronavirus-Fälle aufgetreten sind. Das Problem: Ohne eine Reisewarnung haben Pauschalurlauber nicht automatisch Anspruch auf eine kostenfreie Stornierung durch den Veranstalter, wenn sie nun Bella Italia nicht mehr ansteuern wollen, aber den Urlaub schon gebucht haben. Anders sieht es in der chinesischen Provinz Hubei aus, wo das Virus mit zuerst aufgetreten ist. Für diese Region besteht eine offizielle Reisewarnung, denn dort droht nach Ansicht des Auswärtigen Amts eine konkrete Gefahr für Leib und Leben. Dann muss der Veranstalter Storno ermöglichen.


Ansprüche gegenüber dem Veranstalter kann es laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg aber auch geben, wenn man die Reise bereits angetreten hat und diese vor Ort aufgrund behördlicher Anordnungen wesentlich erschwert und beeinträchtigt wird. Das sei aber von der konkreten Situation und dem Einzelfall abhängig. Hier wird empfohlen, die Einschränkungen gut zu dokumentieren.


Auch eine wesentliche Änderung der Reise könne eine kostenfreie Stornierung - oder teilweise Erstattung von Kosten - unter Umständen begründen. Etwa, wenn zentrale Sehenswürdigkeiten der Reise aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen nicht besichtigt werden dürfen. Als Beispiel nennt die Verbraucherzentrale, dass in China die „Verbotene Stadt“ sowie große Teile der Chinesischen Mauer gesperrt seien. Hier kann eine Rechtsschutzversicherung helfen, eventuell Ansprüche zu prüfen und durchzusetzen.

Zunächst aber sollte der Kontakt mit dem Reiseveranstalter gesucht werden. So haben mehrere Tour-Anbieter bereits kommuniziert, dass sie Reisen nach China und in bestimmte andere asiatische Regionen schon aus Kulanz kostenfrei stornieren wollen, wenn die Touristen eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchten. Auch zahlreiche Fluggesellschaften machen freiwillige Angebote, Reisen zu stornieren oder umzubuchen, wenn eine Region vom Coronavirus besonders betroffen ist.

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25.02.2020

MandantenInformation zum Thema freiwillige Rentenversicherungsbeiträge


Bis zum 31. März Rentenbeiträge nachzahlen

Für gesetzliche Rentenversicherte kann es sich lohnen, freiwillig Rentenbeitrag zu zahlen. Denn mit freiwilligen Beiträgen kann man seinen Rentenanspruch erhöhen oder überhaupt erstmal Ansprüche erwerben, sofern man noch keine ausreichenden Versicherungszeiten hat. Auch mit Blick auf die Erwerbsminderung lohnt das unter Umständen.


Wer in der gesetzlichen Rentenversicherung aktuell nicht pflichtversichert ist, kann noch bis zum 31. März 2020 freiwillig Beiträge für das zurückliegende Jahr 2019 nachzahlen. Darauf wies die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern in einem Pressetext hin.


Freiwillige Beitragszahlungen können in mehrerer Hinsicht nützlich sein. So lassen sich dadurch spätere Rentenansprüche erhöhen sowie Lücken im Versicherungskonto schließen: etwa um Wartezeiten für die Altersrente oder Anrecht auf Reha-Leistungen der Rentenkasse zu sichern. Auch wer Pflichtbeiträge für die Erziehung eines Kindes angerechnet bekam, aber die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren nicht erfüllt hat, kann sich damit Rentenansprüche sichern.


Positiv ist, dass die angehenden Ruheständler relativ flexibel selbst festlegen können, wie viel sie an freiwilligem Beitrag zahlen. 83,70 Euro im Monat beträgt hierbei der monatliche Mindestbeitrag, der Höchstbetrag aktuell 1.283,40 Euro. Frei wählbar ist auch die Zahl der Monate, für die das Beitrags-Extra entrichtet wird.


Wer früher in Rente will, ohne die Regelaltersrente zu erreichen, kann seit dem Inkrafttreten des Flexirenten-Gesetzes im Sommer 2017 bereits ab dem 50. Lebensjahr eventuelle Abschläge ausgleichen, indem er Sonderzahlungen leistet. Hier gilt es zu bedenken: Wird eine Altersrente vorzeitig in Anspruch genommen, ergeben sich gesetzliche Abschläge in Höhe von 0,3 Prozent pro Monat.


Doch die sogenannte Ausgleichszahlung einer Rentenminderung (nach § 187a SGB VI) erlaubt es, die Abschläge ganz oder teilweise zu korrigieren: dadurch entstehen zusätzliche Anwartschaften. Auf Antrag stellt der Rentenversicherungs-Träger eine Auskunft aus (Vordruck V0210), welcher Beitrag notwendig ist, um ein früheres Renteneintrittsalter auszugleichen.


Die Lücke zwischen gewohntem Nettoeinkommen und der gesetzlichen Rentenzahlung wird man im Rentenalter dadurch nicht ausgleichen! Auch der Anspruch auf Erwerbminderung ersetzt nicht die notwendige Berufsunfähigkeitsversicherung.


Doch die Möglichkeit für freiwillige Rentenbeiträge kann Einzelfallbezogen einen Sinn ergeben.


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19.02.2020

MandantenInformation zum Thema Coronavirus


Coronavirus: welcher Versicherer zahlt?


Das Coronavirus hält die Welt weiter in Atem. Mehr als 70.000 Menschen sind daran erkrankt, fast 1.800 Menschen daran gestorben, erstmals ein Patient auch in Deutschland. Wie aber sieht es mit dem Versicherungsschutz bei der Krankheit aus? Eine Frage, die nicht nur Privatpersonen, sondern ganze Firmen betrifft.


Die gute Nachricht: Wenn Menschen im Ausland an dem Coronavirus erkranken, zahlt in der Regel die Auslandsreisekrankenversicherung. Hier sollte man aufpassen, in welchem Umfang der Rücktransport versichert ist. Manche Versicherer erstatten nur den Rückflug, wenn er medizinisch notwendig ist. Andere hingegen zahlen auch dann, wenn ein Rücktransport sinnvoll und vertretbar ist: etwa wegen besserer Heilungschancen.


Etwas schwieriger ist die Situation, wenn ein deutsches Unternehmen Mitarbeiter ins Ausland entsendet hat, sogenannte Expatriates. Jedoch dürften in den vom Coronavirus betroffenen Krisenregionen mittlerweile keine deutschen Mitarbeiter mehr tätig sein. Die Bundeswehr hat viele ausgeflogen. Aber die Frage ist, ob und in welchem Umfang Mitarbeiter noch in andere Gebiete Chinas oder Hongkongs entsendet werden können, wo sich die Krankheit schnell ausbreiten könnte. Das Auswärtige Amt hat eine Teil-Reisewarnung für die gesamte Volksrepublik ausgesprochen. Diese Warnung gilt jedoch aktuell nicht für Hongkong oder Macao.


Hier sind deutsche Firmen in der Pflicht, die Lage zu beobachten und ihre Mitarbeiter ausreichend zu schützen - im Zweifel, indem sie ausgeflogen werden. Zwar gibt es spezielle Assistance-Versicherungen. Diese unterstützen aber in der Regel dabei, einen Rückflug zu organisieren, etwa über Netzwerke: bezahlen diesen aber nicht selbst. Übrigens: Wenn eine erhebliche Gesundheitsgefährdung besteht, können sich Mitarbeiter laut Paragraf 106 der Gewerbeordnung weigern, die Reise anzutreten - ohne arbeitsrechtliche Konsequenzen.


Ebenfalls ärgerlich ist es, wenn Großveranstaltungen infolge des Virus abgesagt werden müssen. Und das ist auch bereits in Europa der Fall. Prominentestes Beispiel: der Mobile World Congress in Barcelona. Es ist eine der größten Mobilfunkmessen der Welt. Unzählige Veranstalter, Hotels und Teilnehmer bleiben nun auf einem Teil der Kosten oder gar den ganzen Aufwendungen sitzen.


Zwar lassen sich auch solche Veranstaltungs-Absagen versichern, in der Regel mit einer Ausfallversicherung. Viele Veranstalter haben aber darauf verzichtet, den Ausbruch einer Krankheit oder Epidemie als Ursache für den Ausfall einzuschließen, so berichtet das „Handelsblatt“. Und das hat schlicht mit den Bedingungen dieser Verträge zu tun.


Weil Ausfallversicherungen auf das jeweilige Event zugeschnitten sein müssen, versichern lassen sich etwa Sportveranstaltungen, Open-Air-Konzerte oder eben Messen, haben die Veranstalter auch eine große Freiheit, welche Leistungsbausteine und Ausschlüsse sie integrieren. Werden Krankheiten inkludiert, so würde das die Verträge deutlich verteuern. Bisher aber war es sehr unwahrscheinlich, dass derartige Ereignisse zu einer Absage von Veranstaltungen führten. Zumindest hierzulande. Entsprechend haben viele Organisatoren diesen Schutz auch nicht gewählt.


Ähnliches gilt, wenn infolge des Corona-Virus Firmen ihre Produkte nicht ausliefern können und die Produktion stillsteht. Immerhin ist China mittlerweile einer der wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Wirtschaft, speziell die Autoindustrie.


Güter „Made in Germany“ im Wert von 93,1 Milliarden Euro wurden 2018 nach China verkauft, berichtet das „Statistische Bundesamt“. Dass viele deutsche Firmen zugleich auf chinesische Hersteller angewiesen sind, ist ohnehin bekannt. Auf vielen Gegenständen und Geräten steht schließlich das Label „Made in China“. Waren im Wert von 106,2 Milliarden Euro wurden zeitgleich nach Deutschland importiert.


Für die Fälle, dass alle Räder in der Firma stillstehen müssen, gibt es spezielle Betriebsunterbrechungs- und auch Betriebsschließungsversicherungen. Laut „Süddeutscher Zeitung“ besteht da aber ein ähnliches Problem wie bei den Ausfall-Policen. Viele Firmen haben eine Auszeit wegen Feuer oder Sachschäden mitversichert: nicht aber Ausfall infolge einer Pandemie. Diese sei ohnehin in der Regel vom Schutz ausgeschlossen. Das Kostenrisiko ist zu groß, als dass es ein Versicherer allein stemmen könnte. Hier haben erste Anbieter immerhin begonnen, Pandemien in bestimmtem Umfang mitzuversichern.


Zudem gibt es für deutsche Firmen noch den Auslands-Kreditversicherer Euler Hermes. Bekannt für die sogenannten Hermes-Bürgschaften, sichert der Versicherer öffentlich deutsche Firmen gegen Zahlungsausfälle im Ausland ab. Hier wäre zu klären, ob und in welchem Umfang das auch bei Ausfällen aufgrund des Coronavirus gilt.

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11.02.2020

MandantenInformation zum Thema Rentenbesteuerung


Rentner zahlen immer mehr Einkommenssteuer


Rentner müssen in Summe immer mehr Einkommenssteuern zahlen. Das zeigen aktuelle Daten des Bundesfinanzministeriums. Demnach wurden Ruheständler 2019 mit circa 40,82 Milliarden Euro Einkommenssteuer zur Kasse gebeten: doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Aber ab wann muss man eigentlich eine Steuer auf Rente leisten?


Wer in der gesetzlichen Rentenkasse versichert ist, muss auf seine Alterseinkünfte seit 2005 über den Ertragsanteil hinaus Steuern zahlen. Das sieht das damals in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) vor. Und der Fiskus sammelt immer mehr Steuer von den Rentnern ein, wie aktuelle Zahlen des Bundesarbeitsministeriums zeigen: laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ 2019 insgesamt 40,82 Milliarden Euro an Einkommenssteuer.


Konkret sah die Gesetzesreform ab 2005 vor, noch von der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder angeschoben, einen Übergang von der vorgelagerten zur nachgelagerten Besteuerung der Renten anzuschieben. Soll heißen: Die Aufwendungen zur Altersvorsorge in der Ansparphase werden schrittweise steuerfrei gestellt, während zugleich die Auszahlungsphase zunehmend belastet wird. Zumindest eine umstrittene Reform.


Dass der Anteil der Steuern steigt, ist vor dem Hintergrund der Reform fast logisch. Nicht nur erhöht sich die Zahl der Rentner, weil die Gesellschaft altert. Zugleich müssen Neurentner auch immer höhere Teile ihrer Rente versteuern. Wer 2005 in Rente ging, erhielt noch eine Freigrenze von 50 Prozent auf seine Bruttojahresrente. Dieser Freibetrag sinkt bis 2020 jedes Jahr um zwei Prozentpunkte. In den Jahren 2021 bis 2040 steigt der Anteil der zu versteuernden Rente dann um jeweils einen Prozentpunkt pro Jahr, bis ab 2040 schließlich die volle Rente versteuert werden muss.


Diese Freigrenze orientiert sich am Jahr des Renteneintritts und wird dann bis zum Lebensende mitgenommen. Das heißt, sie sinkt nur für die jeweiligen Neurentner. Wer 2020 in den Altersruhestand geht, muss bereits 80 Prozent seiner Rente versteuern.


Zusätzlich bei der Rentenbesteuerung bedacht werden muss der sogenannte Grundfreibetrag. Dieser orientiert sich am Existenzminimum: Was jeder Mensch mindestens zum Leben benötigt. Der Staat geht 2020 davon aus, dass Singles 9.408 Euro im Jahr brauchen, um das Existenzminimum zu sichern – also 784 Euro pro Monat. Paaren steht das Doppelte zu.


Eine Steuererklärung eingereicht werden muss stark vereinfacht, wenn die Rentenzahlungen den Grundfreibetrag übersteigen. Dabei eingerechnet werden muss aber nicht die gesetzliche Rente allein, sondern weitere Rentenarten und Einkommen: etwa auch die betriebliche und private Vorsorge.


Natürlich können Seniorinnen und Senioren mit einer cleveren Steuererklärung ihre Last auch senken. Geltend gemacht werden können zum Beispiel Pflegeausgaben, 20 Prozent für Handwerkerleistungen im eigenen Haus oder der Wohnung, Versicherungsbeiträge und Kosten für Helfer im Haushalt. Hier sollte man nicht scheuen, sich professionelle Hilfe eines Steuerberaters zu holen.


Wie Freigrenze und Grundfreibetrag bei der Rentensteuer zusammenwirken, zeigt die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) auf ihrer Webseite anhand eines Rechenbeispiels. Eine Frau ging demnach 2004 in Rente. Für die Steuer wird das folgende Rentenjahr 2005 berücksichtigt, wo die Frau eine Jahresbruttorente von 12.000 Euro erhielt und von einem Rentenfreibetrag von 50 Prozent der Rente bzw. 6.000 Euro profitierte.


Im Jahr 2019 erhielt die Frau aufgrund der jährlichen Rentenanpassungen eine Jahresbruttorente von 14.745 Euro. Der Rentenfreibetrag ist nach wie vor bei 6.000 Euro eingefroren - wie berichtet, orientiert er sich am Jahr des Renteneintritts. Ihr zu versteuerndes Renteneinkommen steigt wegen der Rentenerhöhungen von 6.000 Euro auf 8.745 Euro.


Dass die Frau für 2019 dennoch keine Steuern auf die Rente zahlen muss, resultiert nun aber aus dem Grundfreibetrag: also dem ihr zugestandenen Existenzminimum. Denn das zu versteuernde Renteneinkommen liegt mit 8.745 Euro darunter: 2019 bezifferte sich dieser Grundfreibetrag noch auf 9.168 Euro im Jahr. Vorausgesetzt wird in dieser vereinfachten Rechnung aber, dass sie über keine weiteren Einkünfte verfügt

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04.02.2020

MandantenInformation zum Thema Mopedkennzeichen


Ab 1. März ist schwarz gefragt


Es ist jedes Jahr kurz vor Frühlingsbeginn das gleiche Prozedere: Wer ein Moped oder Mofa hat, braucht ein neues Nummernschild. Ab 1. März 2020 ist schwarz die Farbe der Saison. Ohne aktuelles Kennzeichen sollte sich keiner auf die Straße trauen.


Zeichen wechsle dich! Wer mit seinem Moped auf die Straße will, muss es jedes Jahr zum 1. März mit einem neuen Kennzeichen ausstatten. Auch 2020 bildet da keine Ausnahme. „Schwarz statt grün“ lautet das Motto für die kommende Saison. Wer dann ohne schwarzes Nummernschild fährt, hat keinen Haftpflichtschutz mehr.


Klug ist das nicht, denn die Konsequenzen können bitter sein. Zum einen finanziell: Wer einer dritten Person schadet, muss dann mit seinem kompletten Privatvermögen für den Schadensersatz einstehen. Bedeutet im Fall einer bleibenden Beeinträchtigung zum Beispiel, dass der Kradfahrer für Schadensersatz, Lohnausfall, den behindertengerechten Umbau der Wohnung und eine Rente aufkommen muss. Schnell wird eine kleine Unachtsamkeit zur Schuldenfalle.


Zum anderen ist Fahren ohne gültiges Mopedkennzeichen auch mit Blick auf die rechtlichen Konsequenzen ein echtes Wagnis. Keineswegs handelt es sich um eine einfache Ordnungswidrigkeit, sondern um eine echte Straftat. Denn man gefährdet durch den Leichtsinn ja auch andere Menschen. Das kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Im Lebenslauf macht sich so ein Eintrag auch nicht gerade positiv und kann im schlimmsten Fall die Karriere zerstören.


Wer aber braucht ein solches Mopedkennzeichen? Zunächst Kleinkrafträder, Quads und Trikes bis einschließlich 50 Kubikzentimeter Hubraum und 45 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit. Ebenso Segways, die bis zu 20 km/h schnell sind.


Aber auch für eBikes kann ein Mofaschild erforderlich sein: dann, wenn sie eine bestimmte Leistung erreichen. So brauchen Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h ebenfalls eine Versicherung. Wer sich in dieser Frage nicht sicher ist, sollte sich beraten lassen.


Auch der Diebstahlschutz sollte bei den kleinen Zweirädern nicht vernachlässigt werden. Das zeigen Zahlen des Versicherer-Dachverbandes GDV für das Jahr 2018. Demnach wurden von 1.000 Mopeds und Mofas im Schnitt ungefähr acht geklaut. Insgesamt 2.086. Das klingt im Vergleich zum Raddiebstahl zwar immer noch harmlos. Bedacht werden sollte aber, dass deutlich weniger Krads und Mofas zugelassen sind, das Verhältnis entsprechend ungünstig ausfällt.

Mit einem Teilkasko-Schutz sind Mopeds gegen Diebstahl gesichert. Doch nicht nur das. Der geliebte Roller ist dann auch geschützt, wenn er beschädigt wird durch Ursachen wie Diebstahl, Brand, Hagel, Kurzschluss in der Verkabelung oder Unfälle mit Haarwild.

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29.01.2020

MandantenInformation zum Thema Versicherungsombutsmann


Weniger Beschwerden über Versicherer


Wer Knatsch mit seinem Versicherer hat, kann sich beim Versicherungsombudsmann beschweren, eine anerkannte Streitschlichtungsstelle der Branche. Dieser präsentierte vor wenigen Tagen die Zahlen für das abgelaufene Jahr 2019. Positiv: Die Verbraucher hatten deutlich weniger Grund, sich zu beschweren.


Der unabhängige Versicherungsombudsmann hat 2019 deutlich weniger Beschwerden von Kunden über ihren Versicherer erhalten. Das berichtet der Dachverband der Versicherer (GDV) und beruft sich auf den aktuellen Tätigkeitsbericht. Mit 16.928 Beschwerden erreichten den Streitschlichter gut sieben Prozent weniger Anträge als im Jahr 2018.


Alles in allem habe sich die Gesamtzahl der Beschwerden zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 17.528 reduziert, so schreibt der Verband weiter. Gut 4.500 dieser Anträge hätten Ombudsmann Wilhelm Schluckebier und sein Team als unzulässig abgewiesen.


Noch besser sieht sogar die Bilanz aus, wenn man allein auf Versicherungsvermittler blickt. Knapp 200.000 Personen sind in Deutschland als Versicherungsvertreter, -makler oder -berater tätig. Aber nur 261 Beschwerden erreichten den Ombudsmann speziell zu den Vermittlern in 2019. Das entspricht einer Beschwerdequote von 0,13 Prozent gemessen an der Gesamtzahl der Tätigen in diesen Berufen. Wobei man sogar noch berücksichtigen muss, dass sich einige Kunden mehrfach über einen Vermittler beschweren können.


Der Versicherungsombudsmann ist eine 2001 gegründete unabhängige Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft, die aber von der Politik ebenfalls anerkannt wird. Grundlage ist das sogenannte Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG). Haben Kunden Ärger mit dem Versicherer, kann die Stelle eine erste Anlaufstelle sein. Unabhängige Juristen prüfen eine Beschwerde, ohne dass extra Kosten entstehen, abgesehen von Kosten für Porto bzw. den Kontakt. Weitere Details zu Anträgen finden sich auf versicherungsombudsmann.de.


Das Positive aus Sicht des Kunden: Bis zu einem Betrag von bis zu 10.000 Euro kann der Ombudsmann einen Versicherer zur Leistung verpflichten. Liegt der Streitwert darüber, ist der Schlichtungsspruch für die Gesellschaft nicht bindend. Erfahrungsgemäß folgen die Versicherer aber auch dann meist der Auffassung des Ombudsmanns.


Bei Vermittlern hingegen ist die Entscheidung nicht bindend, der Ombudsmann kann aber Empfehlungen aussprechen. Die Ombudsstelle erklärt ihre Entscheidung verbraucherfreundlich anhand der aktuellen Gesetzeslage.


Wer einen Schlichtungsantrag stellt und gegen den Versicherer vorgehen will, muss keine Sorge haben, dass er bei einem unbefriedigenden Ergebnis nicht später vor Gericht ziehen kann. Während des Prüfverfahrens verjähren die Ansprüche nicht, eine Klage ist später immer noch möglich, unabhängig davon, wie der Ombudsmann entscheidet.


Seit dem April 2019 ist Wilhelm Schluckebier neuer Chef der Ombudsstelle. Ein renommierter Jurist, der unter anderem bereits am Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht tätig war. Über aktuelle Erfolgszahlen der Beschwerden ist noch nichts bekannt: Diese werden erst später mit dem Jahresbericht veröffentlicht. Aus früheren Veröffentlichungen weiß man jedoch, dass beinahe jede zweite Beschwerde zur Zufriedenheit des Kunden ausfällt, weil der Versicherer klein beigibt oder dem Betroffenen entgegenkommt, indem man sich außergerichtlich einigt.


Zu beachten ist darüber hinaus, dass die private Krankenversicherung eine eigene Schlichtungsstelle unter Vorsitz von Heinz Lanfermann hat (pkv-ombudsmann.de). Sie handelt alle Beschwerden zu PKV-Themen ab: Private Krankheitskostenvollversicherung, Private Pflegepflichtversicherung oder Zusatzversicherung.

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22.01.2020

MandantenInformation zum Theme Berufsunfähigkeitsschutz für Studierende


Warum auch Studierende über einen Berufsunfähigkeitsschutz nachdenken sollten


Auch Studierende können bereits eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Und das ist gar keine so schlechte Idee, wie ein Blick auf die Absicherung von Studenten zeigt.


Zu einer der wichtigsten Versicherungen, die immer wieder dem Verbraucher nahegelegt werden, gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung. Das betonen sogar die Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützer von der gemeinnützigen Verbraucherzentrale NRW: Ein ausreichender Berufsunfähigkeitsschutz sei ein „absolutes Muss, heißt es in einer Publikation. Zu dieser Versicherung gäbe es „praktisch keine Alternative. Denn das Risiko „Berufsunfähigkeit“ ist seit einer Rentenreform im Jahr 2001 nicht mehr durch den staatlichen Schutz versichert.


Als „berufsunfähig“ gilt, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf infolge Krankheit, Körperverletzung oder Alter ganz oder teilweise auf Dauer nicht mehr ausüben kann – Orientierungswert ist eine Einschränkung ab 50 Prozent. Die Definition bezieht sich hierbei auf den zuletzt ausgeübten Beruf. Die Rentenkasse aber sichert eine solche „Berufsunfähigkeit“ seit 2001 nicht mehr ab. Stattdessen besteht Anspruch auf Leistungen nur noch für die Erwerbsminderung.


Bedingungen für eine Erwerbsminderungsrente aber sind äußerst rigoros: Volle Erwerbsminderung nach dem 6. Sozialgesetzbuch liegt demnach erst dann vor, wenn die oder der Betroffene wegen Krankheit oder Behinderung weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann — egal in welcher Tätigkeit. Dass demnach ein Chirurg, der berufsunfähig ist und Kriterien der Erwerbsminderung noch nicht erfüllt, zum Beispiel als Pförtner arbeiten muss, ist durchaus vorstellbar. Dieses Beispiel zeigt: Die Überprüfung des privaten Versicherungsschutzes ist dringend geboten


Aber können auch Studierende eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Zu dieser Frage gibt es viele Irrtümer, über die aktuell ein Anbieter von BU-Versicherungen aufklärt. Denken doch viele Menschen: „Studenten und Auszubildende können noch nicht versichert werden, weil sie ja noch keinen Beruf ausüben. Das aber ist falsch.


Im Gegenteil: Ein zeitiger Abschluss einer BU-Police wird sogar für Studierende empfohlen. Das sehen nicht nur Versicherer so. Sondern sogar der verbrauchernahe Bund der Versicherten (BdV) warb auf dem Campus der Universität Hamburg für den Abschluss einer BU-Police unter Studierenden. Zum Ersten nämlich gehen Versicherer dazu über, das Studieren mit dem gleichen Status zu versehen wie die Berufstätigkeit. Noch wichtiger aber ist: Eintrittsalter und Gesundheitszustand entscheiden wesentlich über die Beitragshöhe für den so wichtigen BU-Schutz über den Lebensweg.


So ist der Versicherungsschutz für junge Studierende besonders günstig zu haben, da sich ein niedriges Eintrittsalter günstig auf die Prämie auswirkt. Hinzu kommt: Mit größerer Wahrscheinlichkeit leiden junge Menschen noch nicht an jenen Vorerkrankungen, die einen BU-Schutz wesentlich verteuern könnten. Versicherer nämlich haben die Möglichkeit, bei bestimmten Vorerkrankungen die Beiträge wesentlich teurer zu kalkulieren oder sogar bestimmte Risiken ganz vom BU-Schutz auszuschließen. Liegen solche Vorerkrankungen aber noch nicht vor, behält der Versicherungsnehmer die günstigen Bedingungen ein Leben lang. Schon diese Tatsache spricht für einen zeitigen Abschluss der BU-Police auch aus Verbrauchersicht.


Ein weiteres Problem aber macht den BU-Schutz für Studierende zusätzlich empfehlenswert. Denn sogar der Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenkasse besteht für Studierende meist noch gar nicht. Wird doch ein solcher Anspruch laut Sechstem Sozialgesetzbuch erst dann erworben, wenn in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt wurden.


Diese Bedingung können viele Studierende noch nicht erfüllen. Demnach ist die BU-Police auch wichtig, um überhaupt Schutz sowohl bei Berufsunfähigkeit als auch bei Erwerbsminderung zu erhalten – und zwar bereits während des Studiums. Wer mehr wissen möchte über die wichtige BU-Vorsorge für Studierende und über geeignete Produkte, sollte sich dringend an unseren Experten wenden.

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14.01.2020

MandantenInformation zum Thema Krankenkassen-Zusatzbeiträge


Krankenkassen - nun doch deutliche Zusatzbeitrags-Erhöhungen


Mitte Dezember hieß es noch, dass kaum Krankenkassen ihre Beiträge anheben werden. Ganze zwei Anbieter hatten damals Prämienanstiege bekannt gegeben. Das hat sich nun geändert, da die Zahl sich deutlich erhöht hat. Und das dürfte noch nicht das Ende sein.


Wer schlechte Nachrichten hat, der wartet damit lieber gern mal etwas länger. Das bestätigt sich nicht nur für die Aufschieberitis im Alltag. Auch bei den Krankenkassen zeigt sich ein ähnliches Muster. Noch am 15 Dezember des letzten Jahres sah es so aus, als würden nur zwei Kassenanbieter ihren Zusatzbeitrag anheben. Zum Stand 01.01.2020 hat sich die Zahl deutlich erhöht: Nun haben mittlerweile 26 Krankenkassen einen höheren Zusatzbeitrag für 2020 festgelegt, betroffen sind rund 1,85 Millionen Mitglieder. Das berichtet die Webseite krankenkassen.net.


Akzeptieren muss man eine solche Teuerung nicht automatisch. Wenn die Krankenkasse dem Versicherten eine höhere Prämie schriftlich ankündigt (dazu ist sie gesetzlich verpflichtet), hat der Betroffene ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht. Da dieses Jahr besonders viele Kassen ihren Beitrag stabil halten konnten, ist ein Wechsel durchaus zu erwägen. Immerhin 76 Krankenkassen halten ihre Prämie stabil, ohne mehr Geld zu verlangen. Zwei Anbieter haben den Beitrag sogar runtergesetzt.


Der Hintergrund: Seit 2015 dürfen die Kassen zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag erheben, wenn das Geld nicht ausreicht. Zunächst allein von den Arbeitnehmern getragen, wird er seit letztem Jahr wieder zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert. Aktuell liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag pro Kasse bei 1,06 Prozent.


Schlechte Nachrichten für alle Kassenversicherten hat aber aktuell Gernot Kiefer, der stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes ist. Also des Dachverbandes der Krankenkassen. Er warnt in der „Welt am Sonntag“, dass bald alle Kassen die Prämie wieder raufsetzen müssen. Grund seien teure Reformen der Bundesregierung, aber auch die Alterung der Gesellschaft und steigende Ausgaben für Kliniken und Medikamente.


„Allein in diesem Jahr rechnen wir aufgrund des Terminservicegesetzes und des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes mit fünf Milliarden Euro Mehrausgaben“, sagt Kiefer. Aufgrund hoher Rücklagen der Kassen habe es in diesem Jahr nur wenige Beitragserhöhungen gegeben. „Im kommenden Jahr wird es allerdings schwieriger aussehen, denn viele der beschlossenen Gesetze führen zu dauerhaft höheren Ausgaben. Und wenn die Rücklagen erst mal aufgebraucht sind, führt kein Weg an höheren Beiträgen vorbei.“


Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz soll dafür sorgen, dass speziell Kliniken mehr Personal für Pflege einstellen und die Fachkräfte besser bezahlen. Dringend notwendig, da schon jetzt viele Kliniken unterbesetzt sind und in Deutschland zehntausende Pflegerinnen und Pfleger fehlen. Kostet aber eben auch Geld. Darüber hinaus soll die zweite Reform, das Terminservicegesetz, dazu beitragen, dass Kassenpatienten schneller einen Facharzt-Termin erhalten. Für zusätzlich angebotene Sprechzeiten erhalten die Ärzte nun höhere Honorare.


Mit welchen Modellen auch gesetzlich Versicherte Prämie sparen, kann ein Beratungsgespräch klären. Darüber hinaus lässt sich der Schutz durch private Zusatzversicherungen aufwerten, wenn kein Wechsel zu einem privaten Krankenversicherer möglich ist.

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07.01.2020

MandantenInformation zum Thema Naturgefahren


Extremwetter: vor allem Kfz-Versicherer mussten 2019 mehr zahlen


Deutschland gilt in der Versicherungswirtschaft mittlerweile auch als Land für Extremwetter. Denn Sturm und Hagel, aber auch Starkregen und Hochwasser schlagen sich jährlich bitter in den Bilanzen der Versicherungsunternehmen nieder. Aktuelle Zahlen hierfür präsentierte nun der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Presseerklärung.


Demnach fällt die Naturgefahrenbilanz 2019 zwar erneut, wie schon im Vorjahr, leicht unterdurchschnittlich aus. Dennoch verharren Aufwendungen für Unwetterschäden auf hohem Niveau. Bitter litten besonders die Kfz-Versicherer in 2019. Denn Leistungen für Sturm- und Hagelschäden an Kraftfahrzeugen haben sich in 2019 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Die Zahlen der Naturgefahrenbilanz 2019 gemahnen an eine Überprüfung des Versicherungsschutzes für Gebäude, Hausrat und Auto.


Laut den ersten Zahlen der Naturgefahrenbilanz deutscher Versicherer sind Schadenaufwendungen gegenüber dem langjährigen Durchschnitt leicht zurückgegangen. Denn ergibt sich für Unwetter ein langjähriger Durchschnitt von jährlich rund 3,7 Milliarden Euro, lag er in 2019 bei 3,2 Milliarden Euro und damit beim gleichen Wert wie in 2018. Somit mussten Versicherer, wie bereits in 2018, diese Summe zahlen für alle versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Industrie und Kraftfahrzeugen, die durch Unwetter verursacht wurden. Die aktuellen Zahlen sind noch vorläufig.


Dass der Wert leicht unter dem langjährigen Durchschnitt lag, sollte laut GDV-Präsident Wolfgang Weiler jedoch nicht zu falschen Schlussfolgerungen führen. Denn die Bilanz dürfe „nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer wieder heftige lokale Regenfälle mit hohen Schäden“ auch in 2019 gab. Die Gefahr ist also ungebrochen hoch, durch extreme Wettererscheinungen einen hohen Schaden zu erleiden.


Eine Branche traf es sogar besonders bitter. Denn im Vergleich zum vergangenen Jahr haben sich Leistungen für Unwetterschäden an Kraftfahrzeugen nahezu verdoppelt. Eine Milliarde Euro kostete das Begleichen aller versicherten Kfz-Schäden in 2019. Ein Grund für diesen Anstieg sind Unwetterserien wie der Hagel zu Pfingsten, der allein schon mit rund 350 Millionen Euro negativ zu Buche stand. Stürme wie „Dragi“ und „Eberhard“ tragen das ihre zu der hohen Schadenbilanz bei.


Welche Versicherung aber zahlt bei Unwetterschäden? Diese Frage kann dazu dienen, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen. Denn nicht alle Unwettergefahren sind durch herkömmliche Policen abgedeckt. Es lohnt also, genauer hinzusehen.


So gilt zum Beispiel für die Kfz-Versicherung: Zwar sind Unwetterschäden am Auto durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt, wenn sie durch Sturm, Hagel oder Blitzeinschlag verursacht werden. Seltenere Naturgefahren wie Erdrutsch oder Schneedruck jedoch fallen meist nicht unter die Deckung. Der GDV empfiehlt folglich, sich über einen erweiterten Naturgefahrenschutz beim Kfz-Versicherer zu informieren.


Noch wichtiger ist es, Unwetterschäden am Gebäude richtig abzusichern. Denn zwar kommt die Wohngebäudeversicherung für Schäden durch Hagel oder Blitzschlag oder durch Sturmschäden ab Windstärke 8 auf. Schäden durch Hochwasser oder durch Starkregen allerdings sind nicht durch eine gewöhnliche Wohngebäudeversicherung erfasst. Geschützt sind Mieter und Eigentümer vor solchen Schäden nur über die sogenannte Naturgefahrenversicherung, die als eigenständiger Vertrag oder Zusatzbaustein zu einer Wohngebäude-Police erhältlich ist.


Doch auch für den Hausrat gilt: Nur ein ungenügender Teil der Schäden am Inventar eines Hauses nach einem Unwetter wird durch die Hausratversicherung erfasst. Dieser Einwand gilt immer dann, wenn die Police über keinen notwendigen Naturgefahrenversicherungsschutz verfügt – auch hier drohen Unwetterschäden, die nicht durch die Versicherung beglichen werden. Wer nicht weiß, ob er über genügend Versicherungsschutz gegen sich mehrende Unwetter-Ereignisse verfügt, sollte dringend nochmals unseren Rat einholen.

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30.12.2019

MandantenInformation zum Thema Silvesterfeuerwerk


Feuerwerksverbote zu Silvester 


Knallen zu Silvester - schöner Brauch oder großes Ärgernis? Fest steht: Was vielen Menschen Spaß bereitet, sorgt auch jedes Jahr für hohe Schäden. Und nicht überall ist Feuerwerk erlaubt.


Das Knallen zu Silvester ist eine umstrittene Tradition. Befürworter sehen darin einen „Ausdruck von Lebensfreude“ – diese Position vertritt der Deutsche Städte- und Gemeindebund über seinen Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Raketen und Böller gehören folglich für Anhänger des in Deutschland ab dem 16. Jahrhundert eingeführten Brauchs, der in früher Neuzeit nur dem Adel vorbehalten war, dazu.


Kritiker des großen jährlichen Knallens hingegen verweisen auf Schäden für Mensch, Tier und Umwelt. Denn Lärm, Feinstaub und unnötiger Müll sind die akzeptierten Folgen zu Silvester. Dass der Umgang mit Raketen und Böllern zudem nicht ungefährlich ist, zeigen jährliche Meldungen über Verletzte oder sogar Tode durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.


Aber auch Versicherer tragen ihre Last an Silvester. Jedes Jahr verursacht die Knallerei Versicherungs-Schäden in Höhe von 30 Millionen Euro. Betroffen sind insbesondere Immobilien und Autos. Jedoch stehen zum Beispiel Haftpflicht- und Unfallversicherer auch für Personenschäden ein. Damit es nicht zu solchen kommt, sollten Böller und Feuerwerke sachgemäß gezündet werden.


Anders als in manch anderen Staaten hat sich die Forderung nach einem generellen Böller-Verbot in Deutschland nicht durchsetzen können. Denn während in Städten wie Paris, Athen oder London private Feuerwerkskörper laut ZDF schon seit Jahren verboten sind, verhängen deutsche Städte nur ein teilweises Feuerwerksverbot für bestimmte Orte. Ursache dieses Verbots sind zumeist Risiken großer Menschenmengen oder ist der Denkmalschutz.


38 Städte listet eine interaktive Karte von ZDF-heute auf, die über teilweise Böller-Verbote in Städten informiert. Betroffen sind große Städte wie Köln (Verbot am Dom), Berlin (Verbot am Brandenburger Tor, Alexanderplatz und in Schöneberg) oder Hamburg (Verbot an der Binnenalster). Einige wenige Kommunen des Nordens wie Sylt oder Föhr-Amrum haben aber auch aus Naturschutzgründen das Böllern verboten.


Wer zu Silvester böllern will, sollte solche Verbotszonen dringend beachten. Aber auch weitere gesetzliche Regeln sollten befolgt werden sowie ein sachgerechter Umgang mit den Feuerwerkskörpern. Ansonsten drohen ernste Folgen für das eigene Leben oder das anderer Menschen.


Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber hohe Strafen vorgesehen bei Verstoß gegen das sogenannte Sprengstoffgesetz (SprengG). So informiert die Seite des Bundesministeriums des Innern: Geldbußen bis zu 50.000 Euro drohen und bei schwerer Zuwiderhandlung sogar bis zu fünf Jahre Haft. Eine solche Strafe kann zum Beispiel bei wissentlicher Gefährdung von Personen oder bei Gefährdung von Sachen von bedeutendem Wert verhängt werden. Schon ein wissentliches Zünden von Böllern in einer Verbotszone des Denkmalschutzes ist also alles andere als ein Kavaliersdelikt.


Nicht nur explizit ausgewiesene Zonen gelten jedoch als Verbotszonen für das Böllern und Knallen. Denn Feuerwerk darf zudem nicht abbrennen in unmittelbarer Nähe von: 

  • Kirchen
  • Krankenhäusern
  • Kinder- und Altersheimen
  • Reet- oder Fachwerkhäusern
  • Großen Menschenansammlungen


Folgt man den Informationen des Innenministeriums, trifft dies stets zu – und zwar auch ohne explizites Verbot durch die Kommunen.


Wichtig ist zudem, auf einen sachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper gemäß Anleitung zu achten. Feuerwerkskörper der Kategorie F2 – Raketen, Fontänen, Verbundfeuerwerke, Römische Lichter, Batterien und laute Knaller – dürfen nur an Erwachsene verkauft und sollten auch nur von diesen gemäß Anleitung gezündet werden. Zugelassene Feuerwerkskörper dieser Kategorie verfügen zudem über ein CE-Zeichen sowie ein Prüfsiegel, das

  1. aus einer vierstelligen Nummer,
  2. der Bezeichnung F2 sowie
  3. einer weiteren fortlaufenden Nummer besteht.

 

Auf das Siegel sollte dringend geachtet werden – denn nur diese Böller sind durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen. Wer hingegen illegale Böller zündet – als Beispiel genannt seien die berüchtigten „Polenböller“ – der geht zum einen ein hohes Risiko für sich und andere ein. Denn mehrere Menschen kamen in den letzten Jahren durch derartige illegale Böller ums Leben, wie zum Beispiel die Berliner „BZ" informiert. Zudem macht sich derjenige strafbar im Sinne des Sprengstoffgesetzes.


Welche Versicherung zahlt aber, wenn es doch mal zu Schäden durch Böller kommt? Eine Haftpflichtversicherung zahlt, sobald man dritten Personen einen Schaden verursacht hat. Schäden am PKW bezahlt die Teilkasko, sobald der Täter nicht mehr auffindbar ist. Das gilt jedoch nicht, falls das Auto von einem fremden Täter mutwillig beschädigt wurde – hier ist eine Vollkasko-Versicherung vonnöten.


Schäden in der Wohnung oder am Haus bezahlt die Wohngebäudeversicherung, die auch für Wohnungsbrände aufkommt. Kommt es hingegen zu Personenschäden (zum Beispiel, wenn das Zünden der Rakete nicht nur sprichwörtlich ins Auge ging), ist eine private Unfallversicherung der passende Schutz. Das nahende Silvester kann also ein guter Anlass sein, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen.

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23.12.2019

MandantenInformation zum Thema Kinder- und Elternunterhalt


"Düsseldorfer Tabelle" angepasst 


Die „Düsseldorfer Tabelle“, eine von den Familiensenaten des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf ausgearbeitete Richtlinie für Unterhaltsrecht und Unterhaltszahlungen, wurde nun für 2020 aktualisiert. Kinder erhalten demnach mehr Unterhalt. Doch auch der Selbstbehalt für unterhaltspflichtige Eltern wurde deutlich nach oben angepasst.


Schon seit 1962 gibt die Düsseldorfer Tabelle Richtwerte für Unterhaltszahlungen vor – zum Beispiel für den Kinds- aber auch den Ehegatten- oder den so genannten Elternunterhalt. Erarbeitet wurde die Tabelle durch die Familiensenate des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf. Zwar hat die Tabelle keine verbindliche Gesetzeskraft, jedoch dient sie Gerichten als Orientierung und hat eine hohe praktische Relevanz auch für Behörden. Nun wurde eine aktualisierte Ausgabe dieses wichtigen Werkzeugs der Familiengerichtsbarkeit für das Jahr 2020 veröffentlicht – Kinder erhalten demnach ab 2020 mehr Unterhalt.


Durchschnittlich um 22,70 Euro im Monat steigt demnach – über vier Altersstufen und zehn Einkommensgruppen der unterhaltspflichtigen Eltern hinweg, der Unterhaltsanspruch für minderjährige Kinder. Am geringsten fällt die Erhöhung für die jüngste Altersgruppe der Kinder im Alter von 0 Jahren bis 5 Jahren aus, und zwar für Eltern mit dem geringsten Einkommen. Sobald ein unterhaltspflichtiges Elternteil nur bis 1.900 Euro netto verdient, sind 15 Euro mehr drin ab 2020 für ein unterhaltsberechtigtes Kind. Der Unterhaltsanspruch liegt für diese Kinder bei 369 Euro ab 2020.


Am höchsten hingegen steigt der Anspruch für Kinder bis 17 Jahre, die gut verdienende Eltern haben. Bei einem Einkommen der unterhaltspflichtigen Eltern zwischen 5.101 Euro und 5.500 Euro netto erhöht sich der Unterhaltsanspruch um 34 Euro gegenüber der alten Tabelle und beträgt ab 1. Januar 848 Euro. Denn mit zunehmendem Einkommen der Eltern haben Kinder auch einen höheren Unterhaltsanspruch.


Für erwachsene Kinder ab 18 Jahre fällt die Erhöhung in 2020 allerdings durchweg gering aus, und zwar über alle Einkommensgruppen hinweg. Sie beträgt für volljährige Kinder nur zwischen drei und fünf Euro. Bedacht werden muss aber auch, dass der Unterhaltsanspruch erwachsener Kinder bereits die höchsten Bedarfssätze aller Altersstufen ausweist. Der Unterhaltsanspruch der Kinder liegt hier zwischen 530 Euro, wenn getrennt lebende Eltern wenig verdienen, und 848 Euro als höchster Anspruch auf Kindesunterhalt ab 2020.


Aber auch unterhaltspflichtige Eltern profitieren durch die neue Tabelle, und zwar wesentlich durch eine Erhöhung des Eigenbedarfs. So wird der notwendige Eigenbedarf, der die absolute Untergrenze für belastbares Einkommen darstellt, für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige von aktuell 880 Euro monatlich auf zukünftig 960 Euro angehoben. Für erwerbstätige Unterhaltspflichtige hingegen steigt der notwendige Eigenbedarf von derzeit 1.080 Euro monatlich auf 1.160 Euro ab 2020. Dieses Einkommen darf also nicht durch Unterhaltsansprüche belastet werden, sondern ist den Unterhaltspflichtigen sicher. Inbegriffen in den Betrag ist jedoch schon ein Anteil für die Warmmiete.


Zudem gibt es noch den angemessenen Eigenbedarf, der höher ausfällt als der notwendige Eigenbedarf. Der angemessene Eigenbedarf greift jedoch nur unter bestimmten Bedingungen, sobald Unterhaltspflicht gegenüber volljährigen Kindern besteht. Auch dieser Richtwert steigt mit der neuen Ausgabe der Düsseldorfer Tabelle – von derzeit 1.300 Euro auf zukünftig 1.400 Euro.

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11.12.2019

MandantenInformation zum Thema Paketversicherungen


Wer versichert die Weihnachtspäckchen?


Weihnachten ist die Zeit der Geschenke. Das macht Weihnachten zu einer logistischen Herausforderung für Paketdienste. Während allein die Post als Anbieter an einem normalen Tag im Jahr rund 4,6 Millionen Pakete durch Deutschland befördert, liegen die Spitzenwerte vor Heiligabend bei rund zehn Millionen Sendungen, gab das Unternehmen letztjährig an. Wie aber sind per Postweg bestellte Waren oder Weihnachtspakete an Familie und Freunde versichert? Darüber klärt das Verbraucherportal des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) auf.


Für Bestellungen im Versandhandel gilt laut den Versicherern: Der Kunde ist König. So müssten sich Transporteur und Händler darum streiten, wer den Schaden begleicht, falls etwas beschädigt ist. Jedoch erspart schnelle Vorsicht Aufwand. Möchte der Transporteur ein Paket überreichen, das bereits sichtbar geöffnet oder beschädigt ist, sollten Kunden die Annahme verweigern. Das erspart hinterher Ärger.


Dieser Tipp bedeutet allerdings nicht, man könne die Ware hinterher nicht reklamieren. Warnen doch Versicherer wie Verbraucherschützer: Oft berufen sich Händler auf eine ungültige Klausel. Man hätte bei Annahme das Paket auf Schäden überprüfen müssen, heißt es dann.


Trotz dieser Klausel steht der Händler in der Gewährleistungspflicht. Die Frist für die Gewährleistung beträgt zwei Jahre, ist aber in den ersten sechs Monaten nach Erhalt der Ware leichter geltend zu machen. Der Kunde hat bei mangelhafter Ware also das Recht, eine Nacherfüllung in Form von Reparatur oder Lieferung einwandfreier Neuware zu verlangen, wenn die gelieferte Ware defekt ist.


Für sechs Monate ab Erhalt des Päckchens gilt die Annahme, dass die Ware vor Auslieferung bereits defekt war. Behauptet der Händler das Gegenteil, ist er in der (oft nicht zu erbringenden) Beweispflicht. Gewährleistungspflichtig sind Händler auch, wenn die Originalverpackung nicht mehr existiert. Denn niemand ist verpflichtet, die oft raumzehrenden Originalverpackungen vieler Geräte aufzuheben.


Beim Onlinehandel ist der Kunde als Käufer also in einer vorteilhaften Position. Vorsicht ist hingegen bei Nachbarschaftshilfe angebracht – und zwar aufgrund von Haftungsrisiken des Nachbarn. Ist es doch mittlerweile Gang und Gebe, dass oft überlastete Paketdienste Pakete an der Haustür nebenan abliefern, sobald der Kunde nicht zuhause ist. Jedoch: Dem Nachbar droht Ärger.


Denn fehlt die explizite Einwilligung des Kunden, einem Nachbarn das Paket auszuliefern (diese Einwilligung wird heutzutage von einigen Paketdiensten eingeholt), dann ist es nicht Schuld des Kunden, wenn das Paket beim Nachbarn landet. Den Ärger haben dann Händler und Transporteur oder der Nachbar. Ist doch der Nachbar für das Paket verantwortlich, sobald er es annimmt, führen die Versicherer aus. Wenn das Paket dann verschwindet oder beschädigt wird, haftet der Nachbar im Zweifel für die Sendung.


Anders als bei den vorteilhaften Regelungen für den Online-Handel trägt der Käufer bei Privatkäufen jedoch selbst das Risiko für den Transport. Ist das Paket dann unbeschädigt, jedoch die Ware defekt, muss der Käufer den Schuldigen finden. War es der Transporteur? War es der private Verkäufer? Die oft schwere Beweislast macht den privaten Versandhandel zu einem Risiko, das man besser kennen sollte – Geld gibt es für den Käufer erst zurück, wenn der Schuldige eindeutig benannt ist. Und das ist im Nachgang oft nicht mehr möglich.


Wie aber ist der Inhalt der Weihnachtspakete versichert, wenn etwas an die Freunde oder die Familie verschickt wird? Bei den meisten Paketdiensten sind die Waren durch den Versender bis knapp 500 Euro versichert, führt der GDV-Verband aus. Darüber hinaus gibt es kein Geld zurück, wenn ein Paket verschwindet. Standardbriefe oder Päckchen sind grundsätzlich nicht abgesichert.


Aber man sollte auch beim Verschicken von Paketen aufpassen. Denn eine Reihe von Waren dürfen mit den Paketdiensten gar nicht versendet werden oder nur unter bestimmten Konditionen gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Das trifft auf Geld, Sparbücher, Uhren, Schmuck oder Münzen zu.


Eine besondere Falle lauert sogar, wenn Waren im Wert von über 500 Euro verschickt werden sollen. Denn viele Kunden glauben irrtümlich, der Paketdienst oder Transporteur würde dann bis zur Höhe von 500 Euro haften. In Wirklichkeit schließen die Dienste aber die Haftung für Waren über 500 Euro ganz aus – gehen solche Waren verloren oder kaputt, haftet der Paketdienst mit keinem Cent.


Aus diesem Grund ist gut beraten, wer sich bei Verschicken von Wertgegenständen über die Bedingungen informiert und ab einem bestimmten Wert der versendeten Sache für das Versenden draufzahlt. Denn die Paketdienste bieten als Service zumeist eine zusätzliche Transportversicherung gegen Aufpreis an – zum Beispiel bis zu einer Versicherungssumme von 2.500 Euro oder 25.000 Euro. Wer Wertgegenstände verschicken will oder Gegenstände von einem Wert von über 500 Euro, sollte eine solche Transportversicherung also dringend abschließen.

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03.12.2019

MandantenInformation zum Thema brandgefährliche Weihnachtszeit


In Advents- und Weihnachtszeit 50 Prozent mehr Brände


Brandschäden in der Weihnachts- und Adventszeit sind leider keine Seltenheit. Darauf weist aktuell die Versicherungswirtschaft hin. Und nennt Zahlen: Die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer verzeichnen dann regelmäßig rund 50 Prozent mehr Feuerschäden als in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, berichtet der Dachverband der Versicherer am 03.12.2019.


Weihnachtszeit ist Lichterzeit: ein Adventsgesteck, Schwibbogen oder der Weihnachtsbaum wären ohne Kerzen für viele Menschen gar nicht denkbar. Das matte Licht verleiht so mancher Stube einen festlichen Glanz — und viel Heimeligkeit. Dass dies auch eine echte Gefahr bedeuten kann, darauf weist aktuell der Dachverband der Versicherer hin. Denn wenig verwunderlich steigt in der Adventszeit auch die Brandgefahr deutlich an.


Die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer verzeichnen zum Jahresende regelmäßig rund 50 Prozent mehr Feuerschäden als in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, so berichtet der GDV auf seiner Webseite. 2018 zählten die Versicherer rund 30.000 Brände in der Advents- und Weihnachtszeit. Das sind 10.000 mehr als im Frühjahr oder Herbst. Dafür mussten in Summe 31 Millionen Euro aufgebracht werden.


Hauptursache für die Brände sind, wenig verwunderlich, Adventskränze und Bäume, wie aus Statistiken des Versicherer-Verbands hervorgeht. Doch auch zum Jahreswechsel bleibe es brandgefährlich: wenig verwunderlich sind dann Silvesterraketen und Böller wichtigste Brandverursacher.


Um Brände zu vermeiden, sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden. Kerzen und Feuer sollten demnach nie unbeaufsichtigt angezündet werden. Kerzen, Kränze und Weihnachtsgestecke sollten zudem nicht in der Nähe anderer brennbarer Stoffe und Materialien aufgestellt werden: etwa bei Gardinen und Vorhängen. Schon ein Windstoß kann dann dazu beitragen, dass die Gardine in die Flammen weht, warnt das Institut für Schadenverhütung (IFS) in einem aktuellen Pressetext.


Eine besondere Aufmerksamkeit verdienen Weihnachtsbäume und Lichterketten. Zunächst sollte der Weihnachtsbaum in einem massiven und kippfesten Ständer gestellt werden - gern mit Wassertank. Das verhindert ein Umkippen. Auch hier gilt: nicht in der Nähe von Holz, Gardinen und anderen brennbaren Materialien.


Darüber hinaus sollten nur solche Lichterketten benutzt werden, die ein TÜV-Siegel oder „Geprüfte Sicherheit“-Zertifikat (GS) haben. Denn laut Verbraucherstudien sind gerade billige Lichterketten echte Brandherde. Selbst, wenn sie im offiziellen Handel gekauft wurden. Defekte Glühbirnen sollten grundsätzlich nur durch solche mit der gleichen Volt- und Wattstärke ersetzt werden. Denn falscher Ersatz mit stärkeren Lampen kann dazu beitragen, dass die dünnen Kabel im Dauerbetrieb durchschmoren und ein Schwelbrand entsteht. Auch hier gilt: Lieber ausschalten, wenn man nicht im Raum ist! Laut Gerichtsurteilen kann schon eine 15minütige Abwesenheit als grob fahrlässig gewertet werden, wenn Licht und offene Kerzen unbeobachtet bleiben.


Wer Katzen oder andere Haustiere hat, sollte sie ebenfalls nicht unbeobachtet in einem Zimmer mit dem leuchtenden Weihnachtsbaum oder Gestecken zurücklassen. Diese verwechseln eine glitzernde Kugel gern mal mit einem Spielzeug und schon kippt der Baum. Weniger brandgefährlich sind Lichterketten mit Leuchtdioden (LED), weil sie weniger Wärme entwickeln.


Zu bedenken ist auch, dass Heizungen im Winter auf Hochtouren laufen und die Raumluft austrocknen, was ebenfalls die Brandgefahr erhöht. Auch deshalb sollten Kerzen, Gestecke und Lichter regelmäßig kontrolliert werden, ob sie noch fest und sicher sind. Unterlagen aus Keramik und Porzellan können dazu beitragen, die Brandgefahr zu minimieren. Darüber hinaus empfiehlt die Versicherungswirtschaft, Rauchmelder in Fluren und Schlafräumen anzubringen. Das kann Leben retten — und ist in manchen Bundesländern für Neubauten sogar schon vorgeschrieben.

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25.11.2019

MandantenInformation zum Thema Naturgefahrenversicherung


Starkregen - 6,7 Milliarden Euro Schaden


Achtung, Starkregen! Schwere Niederschläge richteten in den 16 Jahren von 2002 bis 2017 rund 6,7 Milliarden Euro Schaden an, wie eine aktuelle Studie zeigt. Insgesamt waren 1,3 Millionen Gebäude betroffen. Und die Gefahr solcher Unwetter besteht bundesweit.


Wie groß ist die Bedrohung durch Starkregen — und wo tritt er auf? Um das Herauszufinden, hat sich der Dachverband der Versicherer (GDV) mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zusammengetan und in einem Forschungsprojekt Daten zu Niederschlägen in Deutschland ausgewertet. Dabei flossen neben versicherten auch unversicherte Schäden an Gebäuden ein.


Das Ergebnis lässt aufhorchen. Rund 6,7 Milliarden Euro Schaden zählten die Forscher in den Jahren von 2002 bis 2017. Und stolze 1,3 Millionen Gebäude wurden im selben Zeitraum beschädigt. Das teilt der Versicherer-Verband am 25.11.2019 in einem Pressetext mit.


Die meisten Schäden wurden dabei im Bundesland Sachsen gemessen. Von 1.000 Gebäuden waren immerhin 132,8 durch Starkregen betroffen. Kaum besser die Bilanz in Berlin, wo 131,2 Häuser je 1.000 Gebäuden Schaden nahmen. Bayern (88 betroffene Gebäude von 1.000), Nordrhein-Westfalen (86,4) und Hessen (83,2) landen auf den Plätzen der Starkregen-Hochburgen.


Vergleichsweise wenige Schäden waren hingegen in den Bundesländern Bremen (44,8 betroffene Gebäude von 1.000), Baden-Württemberg (48) und dem Saarland (49,6) zu beklagen. Dennoch will Andreas Becker, Wetterexperte vom DWD, auch für diese Gebiete keine Entwarnung geben. „Unsere Untersuchung zeigt, dass jeder Ort in Deutschland quasi gleich stark von solch gefährlichen Regenmengen bedroht ist. Gegenden, die im Untersuchungszeitraum nur wenige Schäden durch Starkregen erlebten, haben bislang schlicht Glück gehabt“, sagt Becker.


Ein solches Unwetter kann aber ein Haus bis zur Unbewohnbarkeit ruinieren. Oft laufen nicht nur Keller voll, sondern es werden auch Wände durchnässt und das Fundament des Hauses wird unterspült — je nach Schwere und Verlauf des Starkregens. Umso bedenklicher ist, dass nur vier von zehn deutschen Hausbesitzern (43 Prozent) eine passende Elementarschaden-Police („Naturgefahren-Versicherung“) haben. Eine Wohngebäudeversicherung reicht allein nicht aus. Hier klärt ein Beratungsgespräch über den Absicherungsbedarf auf.


Die Ergebnisse des Forschungsprojektes würden darüber hinaus zeigen, dass im Gegensatz zu Dauerregen (mehr als zwölf Stunden) oft kürzere und heftige Regenfälle (bis zu neun Stunden Dauer) sehr hohe Schadensummen verschlingen, so ein weiteres Fazit der Forscher. Hierauf sollten sich Hausbesitzer einstellen. Ein Problem ist dabei auch, dass eine lokale Warnung vor derartigen Regenfällen oft nur kurzfristig erfolgen kann, nämlich unmittelbar vor dem Ereignis.


Beim Neubau eines Hauses sollten Bauherren deshalb auch berücksichtigen, welche Präventionsmaßnahmen gegen Starkregenschäden ergriffen werden können.

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18.11.2019

MandantenInformation zum Thema Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeit - neue Zahlen zum Leistungsverhalten.


Der Versichererverband hat am 18.11.2019 neue Zahlen zur Berufsunfähigkeit vorgelegt. Diese sollen helfen, Vorurteile gegenüber privaten Versicherern abzubauen.

Jeder Vierte wird im Laufe seines Berufslebens mindestens einmal berufsunfähig. Das geht aus Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Und keineswegs tragen nur Menschen mit körperlich schwerer Arbeit ein hohes Risiko – Dachdecker etwa oder Arbeiter auf dem Bau. Denn psychische Erkrankungen sind mittlerweile die Hauptursache, wenn ein privater Versicherer eine Berufsunfähigkeits-Rente auszahlt – fast vier von zehn Leistungsfällen werden durch diese Erkrankungen verursacht. Mehr denn je sind deswegen auch Menschen in Büros oder in akademischen Berufen von der Berufsunfähigkeit bedroht.


Und dennoch sorgen viele Menschen noch immer nicht vor. Denn nur jeder dritte Erwerbstätige hat nach Zahlen des GDV einen Vertrag, der auf irgendeine Weise die Arbeitskraft absichert. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, wird demnach stark unterschätzt. Nötiger Versicherungsschutz wird zugleich jedoch durch Vorurteile behindert. So zeigte die Studie eines großen Versicherers: Jeder zweite Befragte glaubt, im Schadenfall würde die BU-Versicherung eh nicht leisten. Gegen dieses Vorurteil ziehen die Versicherer nun mit einer aktuellen Presseerklärung ins Feld.


Denn aufgrund eigener Zahlen, die 80 Prozent des Marktes abdecken, beteuert der Verband der Versicherer: Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet zuverlässig. Das zeigt die jährliche Umfrage unter Mitgliedsunternehmen, die nun im November veröffentlicht wurde. Laut dieser Umfrage werden 79 Prozent aller Leistungsanträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung „ohne Wenn und Aber bewilligt“, wie die Versicherer zugleich beteuern. Und auch die Bearbeitung geht oft leichter, als viele denken würden.


Denn liegen dem Versicherer alle Unterlagen vor, vergehen im Schnitt zehn Tage bis zur Leistungsprüfung durch den Versicherer. Freilich dauert es zuvor stets etwas, bis alle Unterlagen eingeholt sind. In durchschnittlich 65 Tagen hat der Versicherte seine Dokumente gesammelt und an die Versicherung übermittelt.


Fordert die Versicherung einen ärztlichen Befund an, würde es zudem durchschnittlich 22 Tage bis zur Antwort des Arztes dauern. Letztendlich wird eine Dauer von durchschnittlich 110 Tagen angegeben von der ersten Meldung beim Versicherer bis zur Auszahlung der Leistungen.


Auch zu medizinischen Gutachten existieren viele falsche Vorstellungen. Diese werden dann durch die Versicherung in Auftrag gegeben, sobald die Frage der Berufsunfähigkeit nicht über einen ärztlichen Befund zu klären ist. Keineswegs ist ein solches Gutachten aber die Regel: In nur 6 Prozent der Fälle sind die Gutachten überhaupt notwendig, wie die Versicherer unter Berufung auf eigene Zahlen ausführen. Und 63 Prozent aller Gutachten führten im Sinne der Versicherten zu einer positiven Leistungsentscheidung.


Wird in 79 Prozent der BU-Fälle laut Darstellung der Versicherer die Leistung „ohne Wenn und Aber bewilligt“, können die Versicherer hingegen in rund 20 Prozent der Fälle Leistungsanträgen von Versicherten nicht entsprechen. Der häufigste Grund dafür ist, dass der Versicherte nicht den vereinbarten Grad von Berufsunfähigkeit erreicht hat. Viele Menschen aber wissen nicht: Bedingungen für eine private Berufsunfähigkeitsrente sind dennoch wesentlich leichter zu erfüllen als Vorgaben des Gesetzgebers für eine Leistung bei Invalidität aus der gesetzlichen Rente.


Denn für Arbeitnehmer, die nach dem 1. Januar 1961 auf die Welt kamen, erbringt die gesetzliche Rentenkasse seitdem nur noch eine Leistung für Erwerbsminderung. Die Berufsunfähigkeitsrente jedoch wurde infolge einer Rentenreform im Jahr 2001 abgeschafft. Eine volle Erwerbsminderung im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung liegt aber erst dann vor, wenn die Person nicht mehr in der Lage ist, für mindestens drei Stunden täglich irgendeinem Beruf nachzugehen. Hierfür ist nicht einmal relevant, welchen Beruf die oder der Betroffene ausübte – jeder Beruf wird durch den Gesetzgeber zugemutet, sobald sie mehr als drei Stunden arbeiten können. Damit droht Betroffenen sogar, dass sie unliebsame Jobs annehmen müssen, ohne eine Rente zu erhalten.


Hingegen orientiert sich die Berufsunfähigkeit für den privaten BU-Schutz an dem bisher ausgeübten Beruf. Auch tritt Berufsunfähigkeit in der Regel schon ab 50 Prozent Beeinträchtigung ein, die ein weiteres Ausüben des bisherigen Berufs unmöglich machen – und damit wesentlich eher als Erwerbsminderung. Weil demnach auch berufsunfähig sein kann, wer noch keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente hat, ist die Überprüfung des privaten Versicherungsschutzes dringend geboten.

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11.11.2019

MandantenInformation zum Thema Martinstag

Martinstag - damit nichts anbrennt


Rund um den Martinstag ziehen Kinder mit Erziehern und Erzieherinnen durch die Straßen, freudig, und tragen stolz ihre beleuchteten, oft bunten Laternen. Der Brauch ist nicht nur bei Christen beliebt, um an den heiligen Martin von Tours zu erinnern. Vielmehr nutzen auch Kindergärten und Grundschulen den Martinstag als Anlass, der dunklen Jahreszeit eine angenehme Atmosphäre abzuringen. Auch Kerzen als Laternenbeleuchtung sind oft fester Bestandteil des Brauches.

 

Damit die Freude aber nicht durch einen unsachgemäßen Umgang mit offenem Feuer getrübt wird, geben Versicherer und Feuerwehrverbände Tipps. „Die Kerze soll brennen – nicht die Laterne“, lautet das Motto einer Versicherung. Und der Feuerwehrverband Baden-Württemberg pointiert in einer Presseerklärung: „Eine echte Kerze oder ein Teelicht in der Laterne sind toll – wenn das Kind vorher entsprechend gelernt hat, damit umzugehen.“

 

Wie aber kann ein sicheres Martinsfest gelingen? Zunächst gilt: Was Kindereinrichtungen und Eltern den Kindern beibringen müssen, sollte zunächst auch fest in den Köpfen der Erwachsenen verankert sein. Denn handelsübliche Kerzen können bis zu 750 Grad heiß werden. Keineswegs handelt es sich also bei Laternen, die mit Kerzen beleuchtet werden, um ungefährliches Spielzeug.

 

So warnt auch ein Versicherer in seiner Broschüre: Kerzen sind immer eine Gefahr. Denn schon ein kleines Schubsen unter Kindern, ein Stolpern oder Wind können dazu führen, dass eine Laterne Feuer fängt. Kindern sollte diese Gefahr bewusst gemacht werden. Auch sollten Regeln benannt werden, wie sich ein Kind verhalten muss, wenn die Laterne tatsächlich einmal Feuer fängt.

 

Die Feuerwehr Baden-Württemberg wird noch konkreter. Denn eine weitere Gefahr geht nicht nur von entflammten Laternenmaterial, sondern auch von den Kerzen selbst aus, sobald offenes Feuer in Kontakt mit langen Haaren oder mit leicht entflammbarer Kleidung kommt. Brennbare Stoffe sollten bei der Kleidungswahl der Kinder deswegen vermieden werden. Das jedoch ist keine leichte Aufgabe. Ein Produktvergleich der Stiftung Warentest kam vor Jahren zu dem Ergebnis, dass bei fast allen getesteten Kleidungsstücken „die Brandgefahr hoch“ ist.

 

Neue und vor allem synthetische Stoffe, so praktisch sie oft bei schlechtem Wetter sind, zeigen bei offenem Feuer schnell ihre Tücken. So sind Produkte, die sowohl aus Wolle als auch Polyester bestehen, doppelt brandgefährlich. Sie brennen ähnlich schnell wie Baumwolle. Hinzu gesellt sich aber, dass sie schmelzen und abtropfen. So können sie den Brand schneller verbreiten und teils tiefere Verletzungen der Haut verursachen. Gerade mit diesen Stoffen jedoch muss in einer Kindereinrichtung heutzutage gerechnet werden.

 

Aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass Kinder Abstand halten beim Laternenumzug und die Laternen nicht spielerisch umher schwenken. Besonders tückisch ist starker Wind. Deswegen sollte auch auf den Wetterbericht geachtet werden: Droht dieser Wind, sind LED-Lichter und elektrische Laternenstäbe die bessere Wahl. Auch für besonders kleine Kinder bietet es sich an, lieber auf elektrisches Licht zurückzugreifen.

 

Eine besondere Verletzungsgefahr auch für Erwachsene geht von Löschversuchen aus, sobald eine Laterne Feuer fängt. Aus diesem Grund wird geraten, nach Möglichkeit diese Löschversuche unterbleiben zu lassen – zum Beispiel der Versuch, eine brennende Laterne auszutreten. Stattdessen wird geraten, die Laterne auf einem nicht brennbaren Untergrund abzulegen. Dann stellt die Laterne hingegen keine Gefahr mehr dar und kann ausbrennen.

 

Wie aber sieht es mit dem Versicherungsschutz zum St. Martin Umzug aus? Hierzu klärt eine Seite der Unfallkasse Rheinland-Pfalz auf. Personenschäden der Kinder und Erzieherinnen bzw. Erzieher trägt die Unfallkasse aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Das trifft übrigens auch auf Personenschäden von Eltern zu, die durch die Einrichtung um Mithilfe gebeten wurden – sobald Eltern mit Aufgaben beim Umzug betraut werden, greift auch für sie der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

 

Personenschäden anderer Personen trägt hingegen deren Krankenversicherung oder Krankenkasse. Das trifft auch für Eltern zu, die privat und nicht auf Bitte der Kindertagesstätte die Kinder begleiten und ebenso für Kinder, die privat an einem Laternenumzug teilnehmen.

 

Zwar kommt die Krankenversicherung für die direkten Krankheitskosten, nicht jedoch für mögliche Folgekosten eines Personenschadens auf, die zum Beispiel entstehen können, wenn in der Folge zusätzliche therapeutische Maßnahmen nötig sind, ohne im Leistungskatalog einer Krankenversicherung enthalten zu sein.

 

Aus diesem Grund kann der Martinstag auch ein guter Anlass sein, über den Abschluss einer privaten Unfallversicherung nachzudenken.

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2018

Deutscher Meister nun auch in der Halle

Nach dem Titel auf dem Feld 2017 gelingt der VfK-Bundesligamannschaft der nächste Streich. Sieben Monate nach dem zweiten Feldtitel der Vereinsgeschichte konnte man sich am 10/.11. März 2018 nun auch zum ersten Mal die Krone in der Halle aufsetzen. Die von der Agentur für Finanzdienste unterstützteBerlinvertretung reiste als eine der Mitfavoriten auf den Titel nach Mannheim zum Finalturnier. So eng waren die qualifizierten Teams vor dem DM-Wochenende wohl noch nie beisammen.

 

Im ersten Spiel der DM wartete auf den VfK vermeintlich eine Pflichtaufgabe. Mit dem Ahlhorner SV hatte man einen Gegner, den man sich in Bestbesetzung lange nicht mehr beugen musste. Doch die Ahlhorner konnten ihr Potenzial abrufen, was man von den Hauptstädtern nicht behaupten konnte. Nach einem Start nach Maß und einer deutlichen Führung in Satz 1, verlor das VfK-Team total den Faden. Zu viele Schlagfehler gepaart mit einem unkonstanten Aufbau bedeuteten eine verdiente 1:3 Auftaktniederlage gegen den Norddritten.

 

Nachdem der andere Gruppengegner, Serienmeister Pfungstadt, nach wie vor ohne ihren Ausnahmeangreifer Patrick Thomas, dafür aber mit Deutschlands Nummer 2 im Angriff Steve Schmutzler, erwartungsgemäß mit 3:1 gegen Ahlhorn gewonnen hatte, musste ein Sieg für den VfK im letzten Spiel am Samstag her. Die Berliner konnten noch nie gegen den Dauerrivalen aus Hessen gewinnen. Nun war sogar ein 3:1-Erfolg nötig um dann eventuell über das Ballverhältnis noch die Gruppenphase zu überstehen. Mit einem 3:0 Sieg war man sicher weiter - und Pfungstadt ausgeschieden. Dies hielten einige „Faustballexperten“ allerdings für unmöglich.

 

Aus einer kompakten Abwehr und im Angriff stark verbessert konnte man den Favoriten aus Pfungstadt ordentlich einheizen. Das fehlerbehaftet Spiel der Hessen tat sein übriges für eine verdiente 1:0 Satzführung. Nun zeigte sich Pfungstadts Angreifer verbessert und erzeugte mehr Druck auf die Berliner Abwehr. Doch Schubert hielt mit ebenfalls starkem Service dagegen. Am Ende waren es die Big Points, welche der VfK für sich verbuchen konnte und somit auch Satz Zwei knapp gewann. Das war eine kleine Vorentscheidung und die Berliner wollten die Rechenschieber in der Schublade lassen. Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung lies man dem Serienmeister keine Chance und kegelte sie durch das klare 3:0 aus dem Titelrennen.

 

Auf dem Weg ins Finale stand zunächst der gute Bekannte aus Brettorf im Weg. Dort musste der Hauptstadtklub die einzige Saisonniederlage hinnehmen. Auch dieses Mal lies der VfK nichts anbrennen. Von Beginn an waren die Berliner voll da und ließen den Niedersachsen nicht den Hauch einer Chance. Durch eine überzeugende Leistung und etwas blutleer wirkende Brettorfer, gab es einen weiteren deutlichen 3:0-Erfolg der Berliner.

 

Nun war der erste Hallentitel in greifbarer Nähe. Doch der Finalgegner wurde etwas überraschend vom Ausrichter des TV Käfertal gestellt. Eine junge schlaggewaltige Mannschaft die zuvor als Geheimfavorit gehandelt wurde und mit überzeugendem und eindrucksvollem Spiel verdient in das Finale eingezogen war. Der VfK startete wieder gut und konnte im ersten Satz mit seiner Routine und Erfahrung überzeugen. Der 2. Satz gestaltete sich offen. Die Führungen wechselten und es ging hin und her. Diesmal hatte der TVK das bessere Ende für sich und holte den zweiten Satz. Im folgenden Satz entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, vor allem geprägt durch starke Angaben auf beiden Seiten. Doch bei 6:5 Führung für Käfertal gab es einen ersten Wackler im Angriffsspiel der Süddeutschen. Mit fünf Schlagfehlern in Serie vergab man schließlich den Satz im Alleingang und bescherte so dem VfK eine gute Ausgangsposition für den weiteren Spielverlauf. Dieser wollte jetzt den Sack zu machen und das ließ er die junge Truppe aus Mannheim spüren. Die stark spielenden Berliner Abwehr entschärfte die gegnerischen Angriffe, der VfK-Angriff nutzte seine Chancen konsequent und erspielte sich mit dem 10:4 sechs Matchbälle. Direkt den ersten nutzte man schließlich auch und viel sich im Freudentaumel in die Arme. Deutscher Hallenmeister! Damit hatten wohl nicht mehr viele im VfK gerechnet...

 

Die Mannschaft ist überglücklich und stolz auf ihre gezeigte Leistung und vor allem wie man sich am Finalwochenende zurückgekämpft hat. Großer Dank geht, wie immer, an die Unterstützer, Helfer, Fans und Zuschauer die dieser Mannschaft seit über einem Jahrzehnt den Rücken stärken.

 

Jascha Ohlrich

Mannschaftskapitän (rechter Bildrand)

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06.08.2017

Hafin unterstützt erneut das Rasentennis-Open

Vom 02. bis 06. August findet die Jubiläumsauflage der Turnierserie auf Rasen beim VfK 1901 Berlin statt. Schon vor 10 Jahren gehörte die Agentur für Finanzdienste zu den ersten Sponsoren.

 

Die Agentur für Finanzdienste wird das Wimbledon-Feeling in Berlin als Sponsor erneut gerne unterstützen und mit dem blauen "Concordia"-Zelt auf der grünen Anlage vertreten sein.

 

Das Ranglisten-Turnier erfreut sich großer Beliebtheit bei Spielern und Zuschauern und bietet attraktiven Tennissport, ein schönes Rahmenprogramm und gute Gespräche.

 

Wo? Maikäferpfad 36 in 14055 Berlin beim VfK Berlin!

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2017

Bundesliga-Heimspiele Halle 2016/17 des VfK Berlin

Nach der Deutschen Vizemeisterschaft der VfK-Männer auf dem Feld als abschließender Höhepunkt der Sommersaison geht es nun in der Halle für die von der Agentur für Finanzdienste unterstützte Frauen- und Männermannschaft des VfK Berlin in der 2. und 1. Bundesliga weiter. Die Ansetzungen bei den Heimspielen finden Sie nebenstehend.

 

Gespielt wird in der Sporthalle am Steinplatz

Uhlandstrasse 194 in 10623 Berlin, Eingang rechts, Vorderhaus, drittes Obergeschoss.

 

Eintritt 2 Euro. Kaffee und Kuchen reichlich käuflich zwischen den Satzpausen zu erwerben. "Meet and Great" mit den Spielerinnen und Spielern nach den Spielen.

 

Spielberichte, Ergebnisse und Tabellen können Sie dem Internetauftritt des VfK 1901 e.V. entnehmen.

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2017

Endlich wieder deutscher Meister

Die von der Agentur für Finanzdienste unterstützte VfK-Bundesligamannschaft der Männer nutzte ihre Chance und wurde zum zweiten Mal nach 2009 Deutscher Meister im Feldfaustball!

 

Durch die schwere Schulterverletzung des Pfungstädter Ausnahme-Angreifers Patrick Thomas bei den World Games, bot sich den Männern des VfK Berlin die riesige Möglichkeit wieder Deutscher Meister zu werden. Denn in den letzten sieben Jahren scheiterte man etliche Male nur am TSV Pfungstadt. Doch obwohl man nun als großer Favorit in die Endrunde ging, war es keinesfalls ein Spaziergang für die Hauptstädter.

 

Der VfK Berlin tat sich im Halbfinale schwer gegen die furios aufspielenden Debütanten Wünchmichelbach aus der Nähe von Heidelberg. Berlin holte sich trotzdem die ersten Matchbälle bei 10:8 im entscheidenden Satz. Der letzte Punkt für den VfK war der wohl kurioseste, der auch als Videoclip bei Sportdeutschland.tv als Highlight abgerufen werden kann.

 

Es war geschafft, der VfK stand endlich wieder zur Freude des Vereins und der Sponsoren wieder im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Gegner war der Nord-Ligarivale vom TV Voerde. Voerde kämpfte beherzt doch der VfK schaffte es, seinen Angreifer immer besser in Position zu bringen und dieser vollstreckte in gewohnt sicherer Manier und machte sich und sein Team zum zweiten Mal nach 2009 zum Deutschen Meister.

 

Nach vielen erfolgreichen Saisons in den letzten zehn Jahren, war diese nun endlich wieder eine sehr Erfolgreiche. Zum ersten Mal schafften es die Berliner mit ihrem frisch gebackenen Worldgames-Sieger Lukas Schubert in das Finale eines Europapokals der Landesmeister einzuziehen und holten sich letztlich die Silbermedaille beim European Mens Championscup. Die Krönung der Saison war dann der erneute DM-Titel nach acht Jahren.

 

Wie immer geht großer Dank an alle Helfer, Fans, Zuschauer und Unterstützer, ohne die das alles nicht möglich wäre. Besonders schön emfand es die Mannschaft, dass der Vereinsvorsitzende und Förderer Gunnar Hoppe die Mannschaft bei der DM mit seiner Anwesenheit unterstützt hat.

 

Jascha Ohlrich

Mannschaftskapitän

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2016

Hafin unterstützt erneut das Rasentennis-Open

Vom 03. bis 07. August findet die 9. Auflage der Turnierserie auf Rasen beim VfK 1901 Berlin statt.

 

Die Agentur für Finanzdienste wird das Wimbledon-Feeling in Berlin als Sponsor erneut gerne unterstützen und mit dem blauen "Concordia"-Zelt auf der grünen Anlage vertreten sein.

 

Das Ranglisten-Turnier erfreut sich großer Beliebtheit bei Spielern und Zuschauern und bietet attraktiven Tennissport, ein schönes Rahmenprogramm und gute Gespräche.

 

Wo? Maikäferpfad 36 in 14055 Berlin beim VfK Berlin!

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02.07.2016

Zum dritten Mal silber beim EFA-Cup für den VfK

Die Spiele um den Europäischen Faustballcup fanden am 01. und 2. Juli 2016 im österreichischen Linz statt. Auch wenn die 4 aktuellen Landesmeister ihren gesonderten Championscup durchführten, stellt der EFA-Cup ein Turnier auf hohem Niveau mit enormer Leistungsdichte dar.

 

So musste sich der VfK Berlin schon in der Vorrunde mit dem momentanen Tabellenführer aus der Schweiz, dem frischgebackenen österreichischen Staatsmeister, sowie dem aufstrebenden Team aus Vöcklabruck aus Österreich und dem SSV Bozen aus Italien messen.

 

Dies bekamen die Berliner auch direkt im ersten Spiel gegen den STV Wigoltingen aus der Schweiz zu spüren. Mit viel Mühe und einer, in Satz zwei und drei, starken Mannschaftsleistung konnte man die wichtige Auftaktpartie, knapp mit 2:1, für sich entscheiden und sich somit bereits eine gute Ausgangsposition in der Gruppe erarbeiten. Mit weiteren, überraschend klaren Siegen, setzte man sich gegen den SSV Bozen und Vöcklabruck durch. Hier zeigten die Berliner auf allen Positionen eine ansprechende Leistung und gaben den Gegnern keine Chance. So war man bereits vor dem letzten Spiel gegen den Staatsmeister aus Kremsmünster sicher für die Endrunde qualifiziert.

 

Allerdings benötigte man einen weiteren Satzerfolg um als Gruppensieger direkt für das Halbfinale am Samstag gesetzt zu sein. Entsprechend konzentriert wurde die Begegnung angegangen. Erneut dominierte der VfK von Beginn an die Partie und überzeugte durch eine aggressive Spielweise. Letztlich gewann man auch dieses Spiel klar mit 2:0.

 

Am folgenden Tag setzte sich das schweizerische Topteam aus Diepoldsau aus der zweiten Gruppe ebenfalls gegen die TUS aus Kremsmünster durch und stand somit gegen den VfK im Halbfinale. Ein harter Brocken für die Berliner. Aus einer guten Defensive agierend und enorm Kraftvoll im Angriff, waren die Schweizer eine Hohe Hürde die es auf dem Weg ins Finale zu überspringen galt. Am Ende hatte der VfK das bessere Ende für sich und konnte sich knapp mit 3:2 durchsetzen.

 

Im Finale traf man wieder auf den ersten Gegner des Wochenendes. Der aktuelle Tabellenführer aus der Schweiz konnte sich an diesem Tag nochmals steigern und überzeugte in seinem Halbfinale gegen den MTV Rosenheim. Ein aufziehendes Gewitter mit starken Windböen erschwerte die Bedingungen.

 

Den ersten Satz konnte der VfK trotzdem knapp für sich entscheiden und ging somit zunächst in Front. Doch Wigoltingen kam besser in das Spiel und glich mit einem klaren 11:5 aus. Nun musste der VfK eine Schippe drauflegen. Und dies gelang den Berlinern. Man konnte in einem hochklassigen Match erneut in Führung gehen. Nun brauchte das Team angeführt von Nationalmannschaftsangreifer Lukas Schubert nur noch einen Satzgewinn zum Titel. Berlin schien das Spiel im Griff zu haben. Der schweizerische Angreifer fand wenige Lücken in der Abwehr des VfK. Doch zur Satzmitte schlichen sich einzelne Nachlässigkeiten ein. Ebenfalls setzte leichter Regen ein, was dem Angriffsspiel von Wigoltingen entgegen kam. Der STV drehte schließlich den Satz knapp mit 8:11 und zwang das Finale in den entscheidenden 5. Satz. Bei stärker werdendem Regen wurde das Spiel der Schweizer immer sicherer. Der VfK-Abwehr gelang es einfach nicht, einen Angriff der Wigoltinger zu entschärfen. Schubert versuchte mit risikoreichem Service die Titelchancen zu wahren. Doch letztlich konnte auch er nichts mehr am Ausgang ändern und der VfK musste den Siegerpokal dem STV Wigoltingen überlassen.

 

Insgesamt hat die von der Agentur für Finanzdienste unterstützte ein überragendes Wochenende gespielt und freut sich über die gezeigte Leistung und die Silbermedaille.

 

Jascha Ohlrich

Mannschaftskapitän

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13.03.2016

VfK 1901 Berlin ist deutscher Vizemeister

Der VfK ist zum zweiten Mal in Folge Deutscher Vizemeister im Hallenfaustball! Das Team aus der Hauptstadt hat am Wochenende der Deutschen Meisterschaften am 12. und 13. März 2016 als Tabellenerster der 1. Bundesliga Nord das Maximum herausgeholt.

 

Mit diesem Endergebnis war man beim VfK überaus zufrieden, fühlt sich die Mannschaft doch auf dem Rasen weitaus wohler als auf dem Parkett. Und die von der Agentur für Finanzdienste unterstützte Mannschaft tat sich zu Beginn der Endrunde in Hamm schwer. Gegen den Norddritten aus Ahlhorn lief zunächst nicht viel zusammen. So verlor man den ersten Satz des Wochenendes und konnte in der Folge nur mit viel Kampfgeist das Auftaktspiel gewinnen. Dieser Arbeitssieg brachte die Männermannschaft aus der Hauptstadt allerdings direkt in eine gute Ausgangsposition in Gruppe A. Durch eine weitere Niederlage der Ahlhorner gegen den TV Schweinfurth-Oberndorf, war man schon sicher im Halbfinale. Nun ging es um den Gruppensieg, um im Halbfinale dem Mitkonkurrenten TSV Pfungstadt aus dem Weg gehen zu können.

 

Dieses Mal kam der VfK besser in das Spiel und konnte eine ansehnliche Leistung gegen den Tabellenzweiten aus dem Süden zeigen. Letztlich sicherten sich die Berliner das Spiel und somit den Gruppensieg deutlich und verdient.

 

Im sonntäglichen Halbfinale trafen die "Berliner Jungs" nun auf den am Samstag noch stark aufspielenden TV Brettorf. Hier zeigte der VfK seine wohl beste Saisonleistung. Nationalangreifer und Weltmeister Lukas Schubert traf mit seinen Rundangaben immer wieder die Lücken in der Brettorfer Abwehr und sorgte somit für viel Druck. Den Rest besorgte Mitangreifer Sebastian Kögel mit souveränen Angriffen aus einer sicheren Abwehr heraus. So gelang es dem Gegner zu keiner Zeit wirklich Zugriff auf das Spiel zu bekommen und die Berliner zogen mit einem deutlichen 3:0 in das Finale um die Deutsche Meisterschaft ein.

 

So sehr man im Halbfinale den Gegner noch dominieren konnte, so machtlos war man nun im letzten und vielleicht wichtigsten Endspiel der Wintersaison. Ausnahmeangreifer Patrick Thomas (ebenfalls amtierender Weltmeister) wurde von seinem Team mit vorzüglichen Zuspielen in Szene gesetzt und ließ somit dem VfK keine Chance im Block oder in der Abwehr. Nur durch den Satzgewinn im dritten Durchgang konnten die Berliner für ein fünkchen Hoffnung sorgen. Am Ende konnte man dem überragend aufspielenden Serienmeister aus Pfungstadt nichts mehr entgegensetzen.

 

Die 1. Mannschaft möchte sich wieder für eine tolle Saison mit seinen Helfern, Gönnern und treuen Fans bedanken und blickt mit der Silbermedaille um den Hals, mehr als Glücklich, auf diesen erfolgreichen Winter zurück.

 

Jascha Ohlrich

Mannschaftskapitän

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Meilensteine
09.01.2019

Gunnar Hoppe erhält Ehrenamtspreis

Aufgrund der langjährigen Ehrenamtstätigkeit für einen besonders nachhaltig in Jugendarbeit investierenden Sportverein erhielt Gunnar Hoppe am 09. Januar 2019 den mit 750 Euro dotierten Ehrenamtspreis 2018 von der Concordia-Stiftung verliehen.


Die Jury legte dabei besonders Wert auf die Ausbildung der sportlichen, sozialen und toleranten Kompetenz von Kindern und Jugendlichen. Die Förderung dieses Aspektes war Gunnar Hoppe immer wichtig und brachte zudem auch dauerhafte, sportliche Erfolge mit sich.


Die Faustballschülerinnen und- Schüler freuten sich stellvertretend für alle Kinder und Jugendlichen im VfK 1901 Berlin e.V. über 750 Euro, die in die Jugendkasse fließen. Als Dankeschön spendete der VfK Berlin der Concordia Stiftung Mensch, Natur und Gemeinschaft einen Faustball mit der Unterschrift seines A-Nationalspielers (Welt- und Europameister) Lukas Schubert für einen guten Zweck!

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2017

Und 2018? Ein Ausblick...

Das Jahr 2018 wird in vielerlei Hinsicht ein arbeitsreiches Jahr werden. Die Beratung wird sich weiterhin auf die Begegnung des immensen Pflegekostenrisikos und der drohenden Altersarmut nicht nur als Folge des demographischen Wandels konzentrieren. Die politisch niedrig gehaltenen Zinsen bereiten vielen hinsichtlich ihres Sparvermögens oder der Altersvorsorge Kopfzerbrechen. Darauf haben wir Antworten.

 

Ende 2017 betreute die Agentur 1.205 Mandanten und verwaltete allein an Versicherungs- und Vorsorgebeiträgen über 947.000 Euro.

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2015

Weltmeister im Faustball

Der Nationalangreifer Lukas Schubert (links) vom Bundesligisten VfK 1901 Berlin verteidigte mit der Deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel am 21. November in Argentinien/Córdoba. Gunnar Hoppe verfolgt die sportliche Karriere des 28jährigen seit dessen Kindheit und war als Fan für die Finanlspiele nach Argentinien gereist. Die Agentur für Finanzdienste fördert bescheiden die Faustballabteilung des VfK 1901 Berlin, aus der Lukas Schubert als einer der wertvollsten Spieler Deutschlands hervorging. Nach dem Finanle gegen die Schweiz war man sich schnell einig, dass es zuvor keine stärkere Nationalmannschaft gab.

Eine Woche später, am 29. November, wurde Gunnar Hoppe als Kapitän des VfK 1901 Berlin - leider verletzungsbedingt ohne Einsatz - Weltmeister bei den Klub-Weltmeisterschaften der Senioren in Chile/Llanquihue (s. Aktuelles).

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2013

Erstes Jubiläum

Die ersten Zehn Jahre in Funktion als Hauptvertretung für die Concordia Versicherungen wurden zusammen mit vielen Mandanten und Geschäftspartnern gefeiert.

 

Die Jubiläumsfeier wurde zum Anlass genommen, unter anderem das neue Unternehmenslogo zu präsentieren.

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2012

Das Engagement weitet sich aus

Die Faustball-Bundesligamannschaft des VfK hat sich seit 2009 in der Spitze etabliert und jährlich für den inter-nationalen Wettbewerb qualifiziert. Als Cheforganisator holte Roland Schubert den Faustball Europacup, den höchsten europäischen Vereinswettbewerb (wie schon im Jahr 2010 erstmalig), in die Hauptstadt. Die Veranstaltung wurde unterstützt durch die Concordia Versicherungen. Schirmherr war der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit.

Der rbb berichtete in Bild und Ton. Die Veranstaltung trug dazu bei, jungen Amateursportlern abseits des allgegenwärtigen Profisports einen ihren höchstsportlichen Leistungen entsprechend würdevollen Rahmen zu verleihen.

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2011

Das neue Büro

Leider wurde das beliebte Büro in der Pariser Straße zu klein. Glücklicherweise konnten relativ schnell nicht weit vom alten "Kiez" die neuen und helleren Räumlichkeiten in der Westfälischen Str. 82 bezogen werden.

Die Kunden schätzen das persönliche Ambiente und das neue System der Terminvergabe ohne Wartezeiten. Auch die telefonische Erreichbarkeit des Büros wurde für jeden Werktag einheitlich verlängert. Ab sofort können auch für den Samstag Beratungsgespräche vereinbart werden. Das Serviceangebot - persönlich wie auch online - hebt sich deutlich von anderen Finanzdienstleistern ab.

Seit 2011 erhalten die Kunden der Agentur monatlich die Mandanteninformation der Agentur für Finanzdienste mit aktuell Wissenswertem aus der Finanzwelt (s. Aktuelles).

 

Ende 2011 betreute die Agentur 1.125 Mandanten und verwaltete allein an Versicherungsbeiträgen über 730.000 Euro.

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2009

Die Agentur als Förderer II

Erstmalig in der Geschichte des VfK 1901 e.V. wurde die Bundesligamannschaft der Männer Deutscher Meister im Faustball. In den Folgejahren konnte immer Edelmetall erkämpt werden. Leistungsträger der Mannschaft wurden mit der Deutschen Nationalmannschaft Europameister und Weltmeister, ja sogar World-Games-Sieger!

 

Die Agentur für Finanzdienste ist seit 2005 Sponsor der Damen- und Herrenfaustball-Mannschaften des VfK 1901 e.V. in der jeweiligen 1. Bundesliga.

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01.09.2007

Die Agentur als Arbeitgeber

Seit 2007 ist die Agentur ein IHK-Ausbildungsbetrieb.

Was mit einem Berufspraktikum begann, wurde zu einer soliden Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen für die Mitarbeiterin Kathrin Bork.

Die Concordia Hauptzentrale sendete ebenfalls Auszubildene für die Zeit der Praxisausbildung in die Agentur nach Berlin.

 

Das Berufsbild Kauffrau/Kaufmann für Versicherungen und Finanzen möchte die Agentur zum Sommer 2018 wieder ausbilden! Bewerbungen richten Sie bitte an:

Gunnar Hoppe

Agentur für Finanzdienste

Westfälische Str. 82

10709 Berlin

oder

agentur@gunnarhoppe.de

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2007

Die Agentur als Förderer

Seit 2007 unterstützt die Agentur das jährlich ausgetragende Rasentennis-Open. Das einzige im Raum Berlin stattfindene Ranglistenturnier auf Naturrasen bietet Jahr für Jahr hochklassigen Tennissport und Wimbledon-Atmosphäre. Das einzigartige Sporthighlight lockt auch viele Kunden in den Eichkamp, die dann auch außerhalb des Büros bei Erdbeeren mit Sahne den Gesprächsrahmen mit ihrem Agenten schätzen.

Vom 02. bis 06. August 2017 fand bereits die zehnte Auflage des Rasentennis-Open Berlin beim VfK statt. Besuchen Sie auch künftig das Concordia-VIP-Zelt beim

VfK 1901 e.V.

Maikäferpfad 36

14055 Berlin

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2005

Die Agentur als Netzwerk und Dienstleister

Das Gewerbe-Forum Berlin wurde als Netzwerk für Gewerbetreibende initiiert. Regelmäßig lädt die Agentut Berliner Kaufleute und Freiberufler zu informativen Themenabenden ein und bemüht sich um fachkundige Referenten.

Beim alle zwei Monate stattfindenen Business-Lunch in einem Restaurant am Walter-Benjamin-Platz findet ein reger Austausch mit Selbständigen, Freiberuflern und Handwerkern statt. Die Agentur vertritt hier die Themen Vorsorge, Vermögensbildung und Versicherungslösungen und hilft gerne eigenen Mandanten durch die Vermittlung an passende Kontakte weiter.

Eine im Jahr 2005 durchgeführte Befragung von über 700 Privatkunden bescheinigte der Agentur einen schnellen, hoch kompetenten, freundlichen wie erfolgbringenden Service.

Ende 2006 betreut die Agentur 972 Mandanten und verwaltete allein an Versicherungsbeiträgen über 500.000 Euro.

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2004

Der Standort und eine kleine Randgeschichte

Die Agentur lag erneut zentral in der City-West, nahe dem U-Bahnhof Spichernstraße zwischen Kurfürstendamm und Hohenzollerndamm, verbunden durch die Fasanenstraße, über die das Büro auch mit dem Auto zu erreichen war.

Die Räume boten eine freundliche Atmosphäre und einen schnellen Service!

Im Dezember 2004 wurde diese Atmosphäre, die repräsentative Architektur und der Treppenflur des Hauses für die Dreharbeiten zum internationalen Kinoerfolg "Flightplan" genutzt. Die ganze Straße, sogar der Innenhof des Hauses wurden für eine Woche mit Kunstschnee bedeckt. In ihren Drehpausen in Berlin nutzte Jodie Foster die von der Agentur zur Verfügung gestellten Räume im Erdgeschoss zum Entspannen und Textlernen. Zu Anfang des Films und in den Rückblenden erkennt man die mystisch in Szene gesetzte Fassade, den Hof, das Treppenhaus und entdeckt hier den Eingang zur Agentur.

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2003

Ausschließlich Concordia


... und es folgte ein Angebot.

Mit Eröffnung der exklusiven Hauptvertretung in der Pariser Straße, dem Concordia Service-Büro Berlin, kam es zum entgültigen Schulterschluss mit dem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und den angeschlossenen Unternehmen

  • oeco capital Lebensversicherung AG,
  • seit 2014 Concordia oeco Lebensversicherungs-AG
  • Cordial Versorgungs-Management e.V.,
  • BHW Bausparkasse AG,
  • Hauck & Aufhäuser Investmentgesellschaft S.A.,
  • European Bank for Financial Services GmbH,
  • Commerzbank AG, Immobilienfinanzierungen

und weiteren Partnern. Die Agentur für Finanzdienste startete mit einer Bürohilfe und verzeichnete gleich im ersten Jahr im Raum Berlin den höchsten Zulauf von Lebens- und Rentenversicherungskunden. Dies setzte sich in den Folgejahren auch bezüglich des Zulaufs von Krankenversicherungs- und Rechtsschutzkunden fort.

Ende 2003 betreute die Agentur 658 Mandanten und verwaltete allein an Versicherungsbeiträgen knapp 300.000 Euro.

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1998

Neue private und geschäftliche Herausforderungen

Gunnar Hoppe wird Vorsitzender des VfK 1901 e.V., einem traditionsreichen Sportverein im Berliner Sportbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Er war Berlins jüngster Ehrenamtsträger auf einem solchen Posten und führte den Verein gemeinsam mit dem Vorstandsteam aus unruhigen Fahrwassern zu seinem einhundertjährigen Bestehen mit Zukunftsperspektive.

Noch heute sitzt Gunnar Hoppe dem Verein vor, der durch eine erfolgreiche Jugendarbeit, nationalen und internationalen Titeln im Faustball sowie eine stetig wachsende Tennisabteilung auf sich aufmerksam macht.

Die neue Herausforderung motivierte auch für das Berufsleben.

Die in dieser Zeit verabschiedeten Gesundheits-, Rentenreformen, Steueränderungen und das Platzen der Börsenblase konnten die Agenturkunden durch nachhaltige Beratung zu ihrem Vorteil nutzen.

Weiterhin wurde der Concordia ("bester Schadenregulierer") als Risikoträger in der Schaden-, Rechtsschutz- und Krankenversicherung vertraut. Die unbürokratische Schadenregulierung und die schnellste Kostenerstattung in der Krankenversicherung überzeugten Gunnar Hoppe und seine Kunden weiterhin.

Dies blieb auch den Verantwortlichen der Concordia-Bezirksdirektion nicht verborgen ...

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1996

Neuer Anstrich

Fortan wurde nun als Mehrfachagent ausgehend vom neuen, repräsentativen Büro in der Fasanenstraße vermehrt auch im Risikomanagement für Apotheken und in der betrieblichen Altersversorgung beraten.

Der stetige Privatkundenzulauf resultierte aus Mandantenempfehlungen und vertrauensfassenden Mitarbeitern aus den betreuten Apotheken und Gewerbebetrieben.

Nach den ersten fünf Jahren als selbständiger und unabhängiger Finanzdienstleister stand fest, dass die Berufsentscheidung seinerzeit richtig getroffen wurde. Die Berufung, für die Sicherheit von Menschen verantwortlich zu sein und finanzielle Schicksalsschläge in vielen Fällen bereits erfolgreich abgewendet zu haben, bestärkte Gunnar Hoppe, seine Kunden weiterhin aktiv zu begleiten.

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1992

Erste Schritte

Die Möglichkeit zur Selbständigkeit als Versicherungsvermittler und Finanzberater wird nahtlos ergriffen. Die ersten Kunden werden auf eigenes, unternehmerisches Risiko an die Concordia und die Heimstatt Bausparkasse vermittelt.

Ein eigener und treuer Kundenstamm wird aufgebaut.

Jüngst hatte die Concordia Krankenversicherungs-AG den Geschäftsbetrieb aufgenommen und entwickelte einen wertstabilen Versicherungsschutz für Beihilfeberechtigte. Ein Klientel, auf das eine weitere Spezialisierung erfolgte.

Noch heute ist der Zuspruch und das Vertrauen von Beamten in die Beratungskompetenz ungebrochen.

Gearbeitet wurde seinerzeit im Versicherungsbüro Lorenz Bruckner in der Sächsischen Straße unweit des Fehrbelliner Platzes.

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1992

Durch gute Leistungen

Nach der dualen Ausbildung wurden die IHK-Abschlussprüfungen zum Versicherungskaufmann am OSZ Banken und Versicherungen in Berlin nach Verkürzung der Ausbildungsdauer um ein halbes Jahr erfolgreich abgelegt.

Heute nennt sich das damalige Berufsbild Versicherungskaufmann übrigens Kaufmann für Versicherungen und Finanzen mit Schwerpunkt Versicherungen.

Seit Beginn seiner Tätigkeit kümmert sich Gunnar Hoppe regelmäßig um Fortbildungen für sich und seine Mitarbeiter. Unter anderem erlangte er Zusatzqualifikationen in allen Sparten der Personen- und Schadenversicherung sowie in der Schadenregulierung und spezialisierte sich für alle Durchführungswege in der Kranken-, Pflegeversicherung und Existenzsicherung. Die Concordia zertifizierte ihn darüber hinaus als Berater für die betriebliche Altersversorgung (bAV).

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1991

Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Nach anderthalb Jahren relativ ernüchternder Ausbildung bei der Debeka, eröffnete sich die Chance, in die praxisnahe Ausbildung bei einer auf Heilberufe spezialisierten Versicherungs-agentur zu wechseln. Schirmherr der Ausbildung war fortan die Concordia Versicherungs-Gesellschaft a.G. und der Generalagent wie unternehmerische Ziehvater Lorenz Bruckner.

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1989

Berufsentscheidung

Gunnar Hoppe (*05.04.1969 in Berlin Wilmersdorf) entschied sich nach dem Abitur für den Ausbildungsberuf des Versicherungskaufmanns mit einer Zusatzausbildung in Bankbetriebslehre. Die Basis für die Qualifikation als späterer Finanzdienstleister wurde somit begründet.

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Sie können mich zu folgenden Themen ansprechen

Gesundheit & Pflege

Wir bieten beste Versorgung bei Krankheit und Invalidität sowie im Pflegefall.

Zukunft & Vorsorge

Alles rund um Rente, Berufsunfähigkeit, Absicherung von Angehörigen und Vorsorge für den Todesfall.

Recht & Haftpflicht

Setzen Sie Ihr Recht durch und schützen Sie sich vor Forderungen von Schadenersatz.

Haus & Wohnen

Vom WG-Zimmer über die Wohnung bis zum Haus: Wir schützen Ihr Zuhause.

Betrieb & Mitarbeiter

Unsere Versicherungen für Landwirte, Selbstständige, Firmen und deren Mitarbeiter.

Fahrzeuge & Verkehr

Für Pkw, Motorrad, Moped oder Oldtimer: unser Schutz für Ihr Kfz und für unterwegs.

Gesundheit und Pflege

Gesundheit & Pflege

Die eigene Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und verdient die bestmögliche Absicherung. Mit den Tarifen der Concordia sind Sie bei Krankheit bestens versorgt, haben im Pflegefall ausreichend finanziellen Spielraum und sind auch nach einem Unfall finanziell abgesichert. Lassen Sie sich zu den maßgeschneiderten Angeboten rund um die Absicherung Ihrer Gesundheit beraten: Für Sie selbst und Ihre Familienmitglieder.

Krankenversicherungen

Die gesetzlichen Krankenkassen lassen Sie mit zahlreichen Kosten allein. Die Concordia bietet eine Vielzahl von Produkten mit denen Sie Ihre Versorgung verbessern und Geld sparen können. Beamte und Beamtenanwärter, Selbstständige sowie Angestellte mit entsprechendem Einkommen können sich und ihre Familienangehörigen privat absichern. Die Concordia ist dafür ein leistungsstarker Partner. Aus vielen Bausteinen lässt sich der Versicherungsschutz individuell auf Sie persönlich zuschneiden. 

Wir beraten Sie zur Absicherung Ihrer Gesundheit – von der Krankenversicherung für den Urlaub über private Zusatz- oder Vollversicherungen bis hin zu Vorsorgemaßnahmen für den Pflegefall.

Gute Gründe für die Concordia Krankenversicherungen:

  • Kerngesundes Unternehmen: Die Concordia ist ein solider und finanzstarker Krankenversicherer
  • Die Leistungen sind garantiert (im Gegensatz zu denen der gesetzlichen Krankenversicherung)
  • Durch unsere vielen Gestaltungsmöglichkeiten bekommen Sie den Schutz, der genau zu Ihnen passt

Unfallversicherung

Es ist ganz schnell passiert und häufig haben Unfälle keine schweren Folgen. Wenn das aber doch der Fall ist, kann ein Unfall sogar dazu führen, dass Sie nicht mehr arbeiten können. Für diese Situation können Sie Vorsorge treffen: Mit dem Concordia Sorglos-Unfallschutz. Wir stellen die individuelle Absicherung für Sie selbst und Ihre Familie aus mehreren Bausteinen zusammen.

 

Vorteile der Concordia Unfallversicherung:

  • Familiennachlass schon ab 2 versicherten Personen
  • Durchdachtes Leistungspaket mit vielen Extras
  • Viele Gestaltungsmöglichkeiten
Zukunft und Vorsorge

Zukunft & Vorsorge

Wie können Sie Ihre Arbeitskraft und Ihre Angehörigen absichern und welche Maßnahmen zur Vorsorge fürs Alter passen am besten zu Ihnen? Dabei beraten wir Sie gern und fachkundig. Neben der konventionellen Tarifwelt bieten wir auch eine „grüne“ Angebotspalette für alle, die Wert auf eine ökologische Altersvorsorge legen. Die Vorsorge für den Todesfall ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung. Lassen Sie uns zusammen einen Plan für Ihre sichere Zukunft erstellen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Zu den wichtigsten Absicherungen zählt der Schutz der Arbeitskraft. Lassen Sie sich darüber beraten, ob Sie von den Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung leben könnten und welche Vorsorgemaßnahmen Sie zusätzlich treffen können. Wir beraten Auszubildende, Studierende, Arbeitnehmer, Selbstständige und Hausfrauen und -männer. Mit „junior BASIC“ der Concordia können Eltern auch ihre Kinder gegen die finanziellen Folgen einer Invalidität versichern.

 

Vorteile der Concordia Berufsunfähigkeitsversicherung:

  • Unabhängig von gesetzlichen Leistungen
  • Viele Kombinationsmöglichkeiten
  • Passt sich flexibel an veränderte Lebenssituationen an

Lebens- und Rentenversicherungen

Wie hoch wird Ihre Rente später einmal sein und kommen Sie damit im Rentenalter gut aus? Welche Optionen zur Ergänzung gibt es und schöpfen Sie schon alle Möglichkeiten staatlicher Förderung aus? Darüber informieren wir Sie gern. Neben Ihrer eigenen Absicherung steht auch die Versorgung von Angehörigen, die finanziell von Ihnen abhängig sind, im Mittelpunkt.

Recht und Haftpflicht

Recht & Haftpflicht

Ein Missgeschick kann schnell dazu führen, dass jemand durch Sie geschädigt wird und dann Schadenersatz von Ihnen fordert. Und jeder kann in die Situation kommen, die Unterstützung eines Anwalts zu brauchen. Das kann teuer werden. Mit der Concordia an Ihrer Seite haben Sie für diese Fälle den richtigen Partner: Zum Durchsetzen Ihrer Rechtsansprüche und zur Übernahme (oder Abwehr) von Schadenersatzforderungen.

Privat-Haftpflichtversicherung

Für das eigene Auto ist Haftpflichtschutz vorgeschrieben. Genauso wichtig ist er im Privatbereich, denn immer, wenn ein anderer durch Sie geschädigt wird, haften Sie dafür. Besonders bei Personenschäden können hier hohe Forderungen auf Sie zukommen.

Prüfen, zahlen und unberechtigte Ansprüche in Ihrem Interesse abwehren – das sind die Leistungen unserer Haftpflichtversicherung. Damit sind Sie im Ernstfall auf der sicheren Seite.

Gute Gründe für die „Sorglos-Privathaftpflicht“:

  • Besonders umfangreiches Leistungspaket zum günstigen Preis
  • Immer aktuell durch Leistungsverbesserungs-Garantie
  • Wahlweise mit und ohne Selbstbeteiligung

Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie Ihr Recht durchsetzen müssen, ist es hilfreich, sich auf einen erfahrenen Versicherer in Sachen Rechtsschutz verlassen zu können. Im Beruf, Privatbereich und Straßenverkehr kann es rasch zu einer Lage kommen, in der Sie die Unterstützung eines Rechtsanwalts benötigen. Ob Autounfall, Streit mit dem Arbeitgeber, Vermieter, Reiseveranstalter usw. – der Sorglos-Rechtsschutz bietet Schutz für zahlreiche Lebenslagen.

Weitere Produkte rund um Recht und Haftpflicht
Haus und Wohnen

Haus & Wohnen

Ihre Wohnungseinrichtung und die eigenen vier Wände sollten gut abgesichert sein, denn hier stecken enorm viele Werte drin. Wir beraten Sie zu den einzelnen Versicherungen, mit denen Ihr Eigentum bestens geschützt werden kann. Durch den Klimawandel nehmen extreme Wetterereignisse zu – auch für diese Fälle hat die Concordia ein Angebot. Für Besitzer einer vermieteten Immobilie oder eines unbebauten Grundstücks ist zusätzlich eine Haftpflichtversicherung wichtig.

Hausratversicherung

eine Faustregel besagt: Zum Hausrat gehört alles, was herausfällt, wenn man die Wohnung oder das Haus umdrehen würde. Da kommt schon bei einem kleinen Haushalt sehr viel zusammen. Mit dem Sorglos-Hausrat-Tarif ist Ihr Eigentum clever und mit vielen Extras geschützt. Im Schadenfall ersetzen wir zerstörte oder gestohlene Dinge und sorgen dafür, dass Ihr Heim schnell wieder bewohnbar wird.

Wohngebäudeversicherung

Vom Keller bis zum Dach: Wir {versichern, schützen} Ihr Haus gegen alle denkbaren Gefahren. Gute Beratung gehört dazu, denn jedes Gebäude sollte individuell betrachtet werden, um den besten Schutz zusammenzustellen. In der Concordia Wohngebäudeversicherung sind viele Extras schon mitversichert. Darüber hinaus lässt sich der Schutz für Ihr Gebäude mit zusätzlichen Bausteinen ausbauen. Hier empfiehlt sich besonders die Absicherung gegen Naturgefahren wie zum Beispiel Überschwemmung und Schneedruck.

Weitere Produkte rund um Haus und Wohnen

Zusätzlich bieten wir Ihnen kompetente Beratung für folgende Produkte:

Betrieb und Mitarbeiter

Betrieb & Mitarbeiter

Neben dem Versicherungsschutz für den privaten Bereich kennen wir uns auch hervorragend mit der Absicherung für gewerbliche und landwirtschaftliche Betriebe aus. Unsere Spezialisten kommen zu Ihnen und beraten Sie umfassend, darüber, welche Risiken Ihren Betrieb beeinträchtigen können und wie Sie Gebäude, Inventar und auch Ihre Mitarbeiter umfassend schützen.

Landwirtschaftliche Betriebe schützt die Concordia übrigens schon seit 1864.

Versicherung von Betrieben

Unserer Erfahrung in Fragen der Absicherung vertrauen Firmeninhaber schon seit mehr als 150 Jahren.

Besonders kleinere und mittlere Betriebe aus Handel, Handwerk, Dienstleistung sowie aus der Landwirtschaft schätzen unseren Beratungsservice vor Ort. Wir bieten Ihnen Sicherheitslösungen, die passgenau auf den tatsächlichen Bedarf von gewerblichen und landwirtschaftlichen Unternehmen abgestimmt sind. Und im Fall des Falles profitieren Sie von einer zügigen und kundenfreundlichen Schadenregulierung.

 

Wir bieten Ihnen

  • Sicherheitsanalyse für Ihren Betrieb
  • Rundum-Absicherung aus einer Hand
  • Ganzheitliche und branchengerechte Lösungen

Absicherung von Mitarbeitern

Als Arbeitgeber können Sie auch in Sachen Sicherheit viel für Ihre Arbeitnehmer tun. Das sichert qualifiziertes Personal und unterstreicht Ihre soziale Verantwortung. Da ist zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge, mit der Sie Ihren Mitarbeitern helfen, die Lücke zwischen Einkommen und Rente zu verkleinern. Eine Gruppen-Unfallversicherung bietet günstigen Schutz für die finanziellen Folgen eines Unfalls und auf Dienstreisen im Ausland schützt die Auslandsreise-Krankenversicherung Ihre Mitarbeiter.

 

 

Das bieten wir Ihnen und Ihren Mitarbeitern:

  • Breites Angebot für die betriebliche Altersversorgung
  • Berücksichtigung von Steuervorteilen und Förderungsmöglichkeiten
  • Infoveranstaltungen für Mitarbeiter
Fahrzeuge und Verkehr

Fahrzeuge & Verkehr

Wer ein Fahrzeug besitzt, möchte es auch gut abgesichert wissen. Ob Pkw, Motorrad, Moped oder Oldtimer: Die Concordia bietet Ihnen neben der – gesetzlich vorgeschriebenen – Haftpflichtversicherung gut durchdachte Extras in Teilkasko und Vollkasko. Schutzbriefe runden das Angebot ab und sorgen für sichere Mobilität. Im Schadenfall stehen wir Ihnen als persönliche Ansprechpartner für unkomplizierte Hilfe zur Seite.

Motorrad-Versicherung

Starke Maschinen brauchen auch in der Versicherung volle Power. Die Concordia Motorrad-Versicherung erhält regelmäßig gute Noten bei Versicherungsvergleichen. Die Leistungen der Concordia Kfz-Versicherung werden immer weiterentwickelt. Ein Beispiel: Die Concordia „Ferienkasko“ für alle, die Vollkasko-Schutz nur für die Reise brauchen. Klar, dass wir auch im Schadenfall alles möglich machen, dass Sie mit Ihrer Maschine schnell wieder auf der Straße sind.

Autoversicherung

Wenn Sie auf unkomplizierte Hilfe im Schadenfall Wert legen, sind Sie bei der Concordia Versicherung genau richtig. Persönliche Ansprechpartner vor Ort und die Partnerwerkstätten für Kaskoschäden sorgen dafür, dass Ihr Fahrzeug ganz schnell wieder flott ist.

Und Sie erhalten leistungsstarken Schutz für Ihr Fahrzeug mit vielen Zusatzleistungen. Auch für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge haben wir spezielle Bausteine.

Weitere Vorteile der Concordia Autoversicherung:

  • Rabattschutz
  • Teilnehmer am „Begleiteten Fahren“ werden günstig eingestuft
  • Rabatt für Elektro- und Hybridfahrzeuge
Weitere Kfz-Produkte

Darüber hinaus bieten wir Ihnen fachkundige Beratung zu diesen Versicherungen:

Kontakt

Gern vereinbaren wir mit Ihnen einen persönlichen Beratungstermin. Bitte schreiben Sie uns kurz Ihr Anliegen. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen.

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