Wir verwenden Cookies, um die Gestaltung unseres Internetangebotes für Sie zu optimieren.
Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr dazu unter Datenschutz.

Ratgeber - Auto

Neuwagen müssen leider rechts bleiben

Teilen auf:

Autos werden nicht nur schneller, sondern auch breiter

Bitte? Wurde doch das neue Auto vielleicht auch wegen der vielen PS gekauft. Tja, Autos werden zwar immer schneller – aber eben auch breiter. Was das für Sie auf den Straßen bedeutet, erfahren Sie hier.

Die Zahlen sind eindeutig:

  • Rund 80 Prozent aller Neuwagen in Deutschland sind breiter als zwei Meter.
  • Allerdings dürfen etwa im Baustellenbereich von Autobahnen Fahrzeuge nicht überholen, die breiter als zwei Meter sind.
  • Zur Breite des Autos zählen beide Außenspiegel.
  • Wer auf „besonders unfallträchtigen Streckenabschnitten“ – so heißt das offiziell – mit einem überbreiten Auto überholt und erwischt wird, riskiert ein Verwarngeld von 20 Euro.

Wenn Sie nicht wissen, wie breit Ihr Auto ist, dann hilft nur eines: Zollstock heraussuchen und damit die Breite Ihres Autos von Außenspiegel zu Außenspiegel messen. Denn in Ihren Zulassungspapieren werden Sie diese Breite vergeblich suchen. Dort ist nur das Maß ohne Außenspiegel angegeben.

Mist, es hat doch nicht gereicht - und nun?

Nun ist es doch passiert, die zwei Spuren bei der Autobahnbahnstelle waren wirklich eng. So eng, dass Sie beim Überholen mit Ihrem Wagen das Auto neben Ihnen auf der rechten Spur tuschiert haben. Zum Glück wurde niemand verletzt. Dennoch, was nun? Jetzt springt Ihre Versicherung ein. Je nachdem, wie Sie versichert sind, kommen unterschiedliche Versicherungen für den Schaden auf. Wir erklären Ihnen das:

  1. Als Autofahrer müssen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Diese Versicherung bezahlt, sofern Sie den Unfall verursacht haben, den Schaden des Unfallgegners.
  2. Eine (freiwillige) Vollkaskoversicherung bezahlt den Schaden Ihres Autos nach einem Unfall mit Selbstverschulden, nach Vandalismus oder nach einem Einbruch in das Auto.
  3. Die Teilkaskoversicherung, ebenfalls freiwillig, kommt für weitere Schäden an Ihrem Auto auf. Etwa, wenn sich ein Marder an den Leitungen Ihres Autos verbissen hat oder sich ein Steinschlagschaden ereignet hat.

Und in unserem Beispiel des zu breiten Fahrzeugs? Für den Schaden am tuschierten Auto würde Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung aufkommen. Den Schaden am eigenen Auto würde Ihre Vollkaskoversicherung bezahlen. Wenn Sie weder eine Vollkasko-, noch eine Teilkaskoversicherung hätten, müssten Sie den Schaden am eigenen Wagen selbst bezahlen.

Das Problem ist: höher, schneller - breiter

Autos werden nicht nur immer schneller, sie werden auch immer breiter. Das ist nicht nur bei Autobahnbaustellen ein Problem, das macht sich auch auf Straßen oder in Parkhäusern bemerkbar. Wer also meint, er könnte mit dem Neuwagen schlechter einparken, der hat recht. Der Bundesverband Parken hat dies in einer Studie bestätigt. Demnach sind Autos zwischen 2000 und 2010 in die Breite gegangen, im Schnitt um 15 Zentimeter. Übrigens wurden Sie auch 25 Zentimeter höher und 19 Zentimeter länger. Die Parkhäuser sind natürlich nicht mitgewachsen – was erklärt, warum man „plötzlich“ schlechter einparkt.

Anschließende Tipps:

  • Ist Ihr Auto inklusive der Außenspiegel breiter als zwei Meter, bleiben Sie bei Autobahnbaustellen unbedingt auf der rechten Spur.
  • Fahren Sie in engen Straßen noch umsichtiger und klappen Sie dort beim Parken die Außenspiegel ein.
  • Wenn Sie auf Parkhäuser angewiesen sind, achten Sie beim Neuwagenkauf auf die Maße (mit Außenspiegel!) des Wunschautos.

Teilen auf: