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Ratgeber - Lifestyle

Hörgerät: Sehen Sie es doch einfach als modisches Accessoire!

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Selbsttest: Brauchen Sie ein Hörgerät?

Die Brille ist alltäglich geworden, mit dem Hörgerät tut man sich schwer – warum? Trägt es doch entschieden zur Lebensqualität bei. Prüfen Sie mit einem Schnelltest, wie es um Ihre Ohren steht.

Mehr 15 Millionen Menschen, so schätzt der Deutsche Schwerhörigenbund, kämpfen in Deutschland mit Schwerhörigkeit – doch nur 3 Millionen tragen eines. Bedauerlich, denn mit einem Hörgerät ließe sich leicht die Lebensqualität steigern. Wie sieht es mit Ihren Ohren aus?

Schnelltest

Wenn eine oder mehrere Aussagen zutreffen, lohnt es sich, das Hörvermögen kontrollieren lassen. Am besten vereinbaren Sie dann einen Termin bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt:

  • Anderen fällt auf, dass ich den Fernseher oder das Radio zu laut einstelle
  • Gespräche am Telefon fallen mir schwer
  • Ich finde, dass viele Menschen undeutlich sprechen
  • In größeren Runden kann ich dem Gespräch nur mühsam folgen
  • Ab und zu überhöre ich die Türklingel oder das Telefon
  • Bei Gesprächen muss ich oft nachfragen
  • Geflüsterte Worte kann ich nur schlecht verstehen

Hörbar besser: In- und Hinter-dem-Ohr-Geräte

Trifft etwas zu? Dann empfiehlt sich der Gang zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Die Spezialisten können genau bestimmen, ob eine Schwerhörigkeit vorliegt und anschließend individuell die technisch beste Lösung empfehlen. Die gängigsten Lösungen sind In-dem-Ohr-Geräte (Ido) und Hinter-dem-Ohr-Geräte (HdO).

In-dem-Ohr-Geräte:

Für leichte und mittlere Schwerhörigkeit ist oft ein „In-dem-Ohr-Hörsystem“ die erste Wahl. Die aufwendige Technik wird im Ohrpassstück eingebaut und ist von außen kaum zu sehen. Vor allem bei Kindern wird diese unauffällige Form genutzt.

Vor- und Nachteile:

  • Sie sind nahezu unauffällig.
  • Schall kann natürlich empfangen werden.
  • Sie sind nicht für jeden Hörverlust geeignet.
  • Sie sind recht teuer.

Hinter-dem-Ohr-Geräte:

Die Alternative dazu sind Hörsysteme, bei denen die Technik hinter dem Ohr verschwindet und der Schall über ein Ohrpassstück transportiert wird. Hier können modisch neue Wege beschritten werden: Statt beispielsweise die Hörmuschel dem Hautton anzupassen, kann diese knallig bunt sein.

Vor- und Nachteile:

  • Sie sind durch größere Batterien leistungsstärker.
  • Sie können meist mit Geräten wie dem Fernseher verbunden werden.
  • Sie sind für jeden Hörverlust geeignet.
  • Sie haben ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Sie sind auffälliger.

In jedem Fall gilt: Vor dem Kauf eines Hörgeräts lohnt sich der Anruf bei der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse, gegebenenfalls gibt es eine Kostenbeteiligung. Zudem sollte man auf ein Probetragen bestehen, um zu hören, wie man mit der neuen Technik zurechtkommt.

Sagen wir „Ja“ zum Hörgerät

Die zögerliche Haltung hin zum Hörgerät liegt auch daran, dass das nachlassende Gehör meist eine Frage des Alters ist – im Gegensatz zur eingeschränkten Sehkraft. Und wer möchte heutzutage schon als alt gelten?

Denn bei den unter 50-Jährigen ist nur jeder Zwanzigste betroffen. Bei den 50- bis 59-Jährigen steigt der Anteil bereits auf 25 Prozent und bei den über 70-Jährigen benötigt jeder Zweite die technische Unterstützung durch ein modernes Hörgerät.

Doch wollen Sie sich wegen einiger Zahlen um ein hörbares Stück Lebensqualität bringen? Pfeifen Sie darauf! Lassen Sie Ihr Hörvermögen prüfen, wenn Sie das Gefühl haben, dass es nachlässt und tragen Sie gegebenenfalls ein schickes Hörgerät.

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