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Ratgeber - Lifestyle

Wolf in Sicht!

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Wölfe: Wie Sie sich bei einer Begegnung richtig verhalten.

Böse, listig und unberechenbar: So wird der Wolf im Märchen beschrieben. Doch wird er seinem schlechten Ruf auch in der Realität gerecht? Wie Sie sich bei einer Begegnung mit einem der inzwischen 500 in Deutschland lebenden Wölfen richtig verhalten und was Sie unbedingt vermeiden sollten, verraten wir Ihnen in unserem Sechs-Punkte-Check.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wölfe gehen Menschen normalerweise aus dem Weg.
  • Wölfe niemals anfüttern oder nachlaufen.
  • Bei der Begegnung mit einem Wolf: Ruhe bewahren und sich langsam zurückziehen.
  • Jogger oder Reiter sind nicht besonders gefährdet.
  • Spaziergang mit Hund: In Wolfsgebieten den Hund am besten anleinen.

1. Wie reagieren Wölfe bei der Begegnung mit Menschen?

Sie gehen Menschen normalerweise aus dem Weg, ergreifen aber auch nicht zwangsläufig die Flucht. Speziell bei Jungtieren überwiegt die Neugier und sie erkunden ihre Umgebung. Seit Wölfe in Deutschland wieder heimisch sind, wurde kein aggressives Verhalten gegenüber Menschen beobachtet.

2. Was sollte man auf jeden Fall lassen?

Wölfe, die angefüttert wurden, verlieren die natürliche Scheu vor dem Menschen, suchen dann Speisereste und reagieren möglicherweise aggressiv. Deshalb niemals Wölfe anlocken oder füttern. Jungtiere nicht berühren, aufnehmen oder nachlaufen, denn das könnte die erwachsenen Tiere auf den Plan rufen.

3. Ist ein Waldbesuch in Wolfsrevieren besonders gefährlich?

Nein, denn die Wahrscheinlichkeit auf einen Wolf zu treffen, ist nach wie vor gering. Das Risiko, wehrhaften Wildschweinen oder Füchsen zu begegnen, ist schon aufgrund der weiteren Verbreitung wesentlich größer.

4. Wie muss man sich bei einer Begegnung mit einem Wolf verhalten?

Die wichtigste Regel: Ruhe bewahren! Versuchen Sie, sich langsam zurückzuziehen und auch dem Wolf die Möglichkeit zu geben, das Weite zu suchen. Der NABU empfiehlt außerdem, sich aufzurichten und groß zu machen. Lautes, energisches Rufen oder Klatschen kann den Wolf vertreiben. Wenn Sie einen Wolf gesehen haben, melden Sie Ihre Beobachtung den Behörden in den einzelnen Bundesländern. Welche das sind, erfahren Sie hier: www.dbb-wolf.de.

5. Wecken Jogger, Reiter oder Fahrradfahrer den Jagdinstinkt des Wolfs?

Menschen gehören nicht zum Beuteschema eines Wolfes. Übergriffe sind deshalb grundsätzlich unwahrscheinlich. Das gilt erst recht, wenn Menschen mit dem Fahrrad oder auf einem Pferd unterwegs sind.

6. Gibt es besondere Verhaltensregeln für einen Spaziergang mit Hund in einem Wolfsrevier?

Wölfe können allein umher laufende Hunde als Rivalen im Revier wahrnehmen. In einer solchen Situation kann es zu einem Angriff auf den Hund kommen. Deshalb sollten sich Hunde immer nah beim Menschen aufhalten oder sogar angeleint bleiben.

Tipp!

Mit der Zahl der Wölfe steigt auch die Zahl der durch die Raubtiere getöteten oder verletzten Lämmer, Schafe, Kälber und Rinder. Landwirte können diesen Schaden über ein Meldeverfahren gegenüber dem jeweiligen Bundesland geltend machen und erhalten einen finanziellen Ausgleich. So weit die Theorie. In der Praxis heißt das: Formulare, Gutachten und erhebliche Wartezeiten - und am Ende ggf. doch keine Entschädigung. Mancher Landwirt hat vor dieser Bürokratie bereits kapituliert. Concordia Experte Jan Plönzig empfiehlt deshalb den Abschluss einer privaten Absicherung. „In unserer neuen landwirtschaftlichen Inhaltsversicherung entschädigen wir unsere Kunden für jedes gerissene Nutztier mit bis zu 3.000 Euro, sofern es keine Entschädigung der öffentlichen Hand gibt“, erklärt Plönzig.

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