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Das Kleingedruckte einer Wohngemeinschaft

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Tipps für ein unbeschwertes WG-Leben

Geteilte Kosten, niedrigere Mieten, immer jemand da: Wohngemeinschaften (WG) machen Spaß – der hört spätestens dann auf, wenn es ums Geld geht.

 

Eine WG gehört zum Jungsein dazu: Jeder vierte Student in Deutschland lebt in einer. Wegen des Geldes, weil es Spaß macht und praktisch ist. Doch was passiert, wenn die Party aus den Fugen gerät oder die Zigarette den Teppichboden des Vermieters in Brand setzt? Dann ist entscheidend, was im Mietvertrag steht!

Der WG-Mietvertrag in der Praxis

Für den Mietvertrag für eine Wohngemeinschaft gibt es in der Praxis zwei Möglichkeiten:

 

  1. Ein Bewohner ist der haftende Hauptmieter.
  2. Alle Bewohner sind Hauptmieter, alle haften.

1. Regelung mit einem Hauptmieter:

Hier unterschreibt ein Mensch den Mietvertrag, ihm wird dabei das Recht auf Untervermietung eingeräumt. Er haftet alleine, etwa auch für Mietrückstände der Mitbewohner – oder den verschmutzten Teppichboden bei der Party. Dafür kann der Hauptmieter aber auch alleine entscheiden, etwa über die Kündigung eines unliebsam gewordenen Mitbewohners.

 

Wer sich für dieses Modell entscheidet, sollte das Verhältnis mit den Mitbewohnern in Untermietsverträgen regeln. Zudem sollte geregelt werden, was passiert, wenn der Hauptmieter auszieht. Sicherlich möchten die anderen WG-Bewohner in einem solchen Fall nicht unbedingt auch ausziehen.

 

Für einen Vermieter bedeutet diese Regelung, dass er nur einen Ansprechpartner hat. Das kann aber auch nachteilig sein. Dann etwa, wenn der Hauptmieter die Miete nicht bezahlt. In diesem Fall können die anderen WG-Bewohner nicht von ihm belangt werden.

2. Regelung mit mehreren Hauptmietern:

Alle WG-Bewohner unterschreiben den Mietvertrag. Damit haben alle die gleichen Rechte und Pflichten, alle haften für alles – auch für die Zigarette, die auf den Teppichboden gefallen ist. Dieses Modell ist natürlich gerechter, weil sich das Haftungsrisiko auf alle verteilt.

 

Etwas umständlich ist in diesem Fall, wenn beispielsweise ein WG-Bewohner ausziehen möchte. Denn dann müssten alle den Mietvertrag kündigen. Ein solcher Fall kann vorher durch sogenannte „Nachfolgeklauseln“ geregelt werden.

 

Vorteilhaft für den Vermieter ist, dass er sich in finanziellen Angelegenheiten an alle WG-Bewohner wenden kann.

Regeln machen das WG-Leben einfacher:

Denn was im Vorfeld geregelt wurde, darüber muss nicht mehr gestritten werden. So sollte auch schriftlich festgehalten werden, wie die Nebenkosten aufgeteilt werden und wie die Kaution bezahlt wird.

Versicherungen gehören zum Erwachsenwerden

Nicht nur Regeln, auch Versicherungen erleichtern das WG-Leben. Spätestens, wenn der Teppichboden ersetzt werden muss, weiß man dies. „Junge Menschen, die erstmals eine eigene Wohnung beziehen, sollten spätestens dann für eine Basisabsicherung sorgen“, sagt Christiane Alfes von der Concordia und ergänzt: „Eine Haftpflichtversicherung und eine Hausratversicherung sind das Minimum, um böse Überraschungen zu vermeiden.“ Die Privat-Haftpflichtversicherung der Concordia wurde übrigens von der Stiftung Warentest mit der Note „sehr gut“ bewertet (nachzulesen in „Finanztest“ 09/2012 und 01/2013).

Tipps für den „idealen“ WG-Bewohner

Bevor man in eine WG zieht oder eine gründet, lohnt es sich darüber nachzudenken, warum man dies will. Hier sind einige Fragen, die Ihnen bei der Entscheidung „WG – hopp oder top“ helfen können:

 

  • Was erwarte ich von der WG – nur ein zweckmäßiges Zusammenleben oder auch nette Gesellschaft?
  • Möchte ich in einer „gemischten“ WG wohnen oder möchte ich lieber unter Männern bzw. unter Frauen bleiben?
  • Wie tolerant bin ich wirklich: Stören mich die nach oben geklappte Toilettenbrille, der Mitbewohner, der sonntags in Unterwäsche frühstückt?
  • Achtung, unterschiedliche Lebensphasen: Verträgt sich der „Partystudent“ mit dem Bankkaufmann-Azubi, der früh aufstehen muss?

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