Kapitalanlage und Umwelt-Management

Ökologisch, wirtschaftlich, sozial.

Kapitalanlage und Umwelt-Management

Concordia oeco Lebensversicherungs-AG

Die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG ist ein kompetenter und richtungsweisender Lebensversicherer. Neben unserem konventionellen Angebot bieten wir mit der Produktline „Leben oeco“ Vorsorgelösungen an, die hohe Qualität, Flexibilität und nachhaltige Aspekte miteinander verbinden. Damit fördern wir

  • wirtschaftliche Veränderungen
  • soziale Gerechtigkeit und
  • umweltfreundliche Innovationen.


Schon bei der Vorgängergesellschaft oeco capital Lebensversicherung AG wurde eine zu 100% grüne Kapitalanlage sichergestellt. Seit der Verschmelzung der oeco capital Lebensversicherung AG mit der Concordia Lebensversicherungs-AG 2014 wird die Kapitalanlage für Bestands- und Neuverträge in zwei getrennten Sicherungsvermögen geführt, die der Produktlinie „Leben oeco“ bzw. der Produktlinie „Concordia Leben“ zugeordnet sind.

Die Concordia vertritt eine offene Informationspolitik und steht in einem partnerschaftlichen Dialog mit Öffentlichkeit und Kundschaft.

Unsere Produkte und alle Prozesse müssen langfristig ökologisch tragbar, wirtschaftlich machbar sowie sozial vertretbar sein. Im Fokus der Aktivitäten steht die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung des gesamten Unternehmens.

Grundsätze der Kapitalanlage

Wie jeder Versicherer müssen wir die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Kapitalanlage einhalten. Die sind streng und das ist auch gut so, denn Ihre Gelder müssen ja sicher angelegt werden. Die Auswahl der Kapitalanlagen der Produktlinie Leben oeco wird durch einen strukturierten Prozess unter Einbezug eines externen Nachhaltigkeits-Beirats und unter Berücksichtigung der unten stehenden Richtlinien sichergestellt. Die grundsätzlichen Richtlinien für die Auswahl der Kapitalanlagen der Produktfamilie „Leben oeco“ sind in OK- und K.O.-Kriterien festgelegt.

Häufig gestellte Fragen zur Kapitalanlage

Was ist das Sicherungsvermögen?

Das Sicherungsvermögen (auch Deckungsstock genannt) umfasst die Werte, die zur Absicherung aller Ansprüche der Versicherten benötigt werden:

 

Die Beiträge unserer Versicherten werden so angelegt, dass wir jederzeit Garantien und Verpflichtungen gegenüber unserer Kundschaft erfüllen können: Das erfolgt einerseits renditeorientiert (Aktien, Unternehmensanleihen, Immobilien) sowie risikostabilisierend (im Wesentlichen Anleihen des Bundes und der Bundesländer).

Bei der Concordia oeco gibt es für die nachhaltige und die konventionelle Produktlinie zwei getrennte Sicherungsvermögen. Dabei wird insbesondere das Sicherungsvermögen für die grüne Kapitalanlage nach klar definierten Nachhaltigkeits-Leitlinien angelegt und durch einen externen Nachhaltigkeits-Beirat überwacht.

Die Auszahlungen von Leistungen an die Versicherten (z.B. als lebenslange Rente) sind über unser breit gefächertes Portfolio an Anlagen und das damit verbundene geringe Risiko in jedem Fall gesichert.

Was ist das Besondere beim Sicherungsvermögen der nachhaltigen Produktlinie?

Auf das Sicherungsvermögen kommt es an!

Wann ist denn eine Altersvorsorge wirklich zu 100% nachhaltig? Bestimmt nicht, wenn nur ein Teil der Kundengelder in grüne Geldanlagen fließt. Wir hingegen machen das so: 

Das Sicherungsvermögen (auch Deckungsstock genannt) umfasst die Werte, die zur Absicherung aller Ansprüche der Versicherten benötigt werden. Viele Anbieter legen das Sicherungsvermögen nach konventionellen Grundsätzen an und investieren nur einen Teil der Beiträge in "grüne" Investments.

Bei der Concordia oeco gibt es für die nachhaltige und die konventionelle Produktlinie zwei getrennte Sicherungsvermögen.

Dabei wird insbesondere das Sicherungsvermögen für die grüne Kapitalanlage nach klar definierten Nachhaltigkeits-Leitlinien angelegt und durch einen externen Nachhaltigkeits-Beirat überwacht.

Daher können wir mit Stolz sagen: Unser Sicherungsvermögen ist konsequent nachhaltig!

Was sind Positiv-Kriterien für die Kapitalanlage?

Unsere OK-Kriterien sind:

  • Erzeugung und Nutzung regenerativer Energieformen
  • Klimaschutz
  • Effiziente Nutzung von Ressourcen und Energie
  • Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität
  • Umweltschonende Produktionsmethoden
  • Technologien zur Verringerung bzw. Beseitigung von Schadstoffbelastungen und Lärm
  • Abfallvermeidung und -verwertung und schonende Entsorgung
  • Ökologische Produktgestaltung
  • Naturgemäße Verfahren und Erzeugnisse im Gesundheitswesen
  • Ökologischer Landbau und gesunde Ernährung
  • Nachhaltige Transportsysteme
  • Nachhaltige Immobilienwirtschaft
  • Zusammenarbeit mit Umwelt- und Naturschutz­organisationen
  • Zertifizierte Umweltmanagementsysteme und aussage­kräftige Nachhaltigkeitsberichterstattung
  • Förderung „nachhaltiger Entwicklung“ auf (lokaler) gesellschaftlicher Ebene
  • Chancengleichheit ohne Ansehen von Geschlecht, Rasse, Religion und sexueller Orientierung
  • Vorbildliche Personalführung und Mitbestimmung in der Arbeitsorganisation
Was sind Negativ-Kriterien für die Kapitalanlage?

Unsere K.O.-Kriterien sind:

  • Erzeugung von Atomenergie
  • Herstellung von Kriegswaffen und Militärgütern
  • Herstellung von und Handel mit umwelt- und gesundheitsschädigenden Technologien und Produkten
  • Ausbeutung von Flora, Fauna, Meeren und Böden (Raubbau)
  • Verschwendung von natürlichen Ressourcen (Wasser, Bodenschätze, Energie)
  • Verstöße gegen Umweltrecht, Naturschutzgesetze oder internationale Konventionen zum Schutz der Umwelt
  • Giftmülltransporte und -exporte
  • Grüne Gentechnik
  • Tierversuche (über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus)
  • Artwidrige Tierhaltung (Massentierhaltung)
  • Kontroverse Formen des Glücksspiels
  • Pornographie
  • Herstellung von Suchtmitteln
  • Ausbeuterische Kinderarbeit und weitere Verstöße gegen die Kernarbeitsnormen der ILO (Vereinigungs­freiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen, Beseiti­gung der Zwangsarbeit, Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf)
  • Zerstörung der Lebensgrundlagen indigener Völker
  • Korruption und Bestechung
Gibt es weitere Kriterien für die Anlageentscheidungen?

Ja, neben den eindeutig formulierten OK- und K.O.-Kriterien spielen weitere Faktoren für die Anlageentscheidungen eine Rolle. Diese unterliegen zum Teil einer fortlaufenden Auslegung und werden in Abstimmung mit dem externen Nachhaltigkeits-Beirat laufend geprüft.

Hier einige Beispiele für weitere Kriterien, zu denen sich der Beirat positioniert hat:

  • Spekulation mit Nahrungsmitteln
    Hierzu hat die Concordia oeco Leben 2012 folgende Erklärung abgegeben: "Die Prämien unserer Versicherten werden nicht an Warenterminbörsen investiert. Auf Investitionen in Finanzprodukte, deren Rendite in direktem Zusammenhang mit Rohstoffpreisen stehen, wird verzichtet. Dazu gehören z.B. Rohstoffindexfonds oder auf Rohstoffpreisen basierende Zertifikate.“
     
  • Mindest-Arbeitsstandards
    Neben dem Verzicht auf ausbeuterische Kinderarbeit und weitere Verstöße gegen die Kernarbeitsnormen der ILO wird zudem kritisch beurteilt, wenn systematisch Mindestarbeitsstandards (z.B. in den Bereichen Sicherheit & Gesundheit, Bezahlung, Arbeitszeit) umgangen werden, auch wenn diese sich nicht direkt auf die vier genannten ILO Konventionen beziehen. Hier wird unter anderem fallweise auf die Informationen von Nachhaltigkeits-Ratingagenturen zurückgegriffen, die in der Regel die Häufigkeit und Schwere entsprechender Verstöße bewerten und somit wichtige Hinweise geben, ob bestimmte Unternehmensaktivitäten im Branchenvergleich als besonderes kontrovers gelten können.
     
  • Ressourcenschonung
    Als Positivkriterium wird gewertet, wenn sich ein Unternehmen dem 3R-Prinzip verschreibt: Replace, Reduce, Refine (Vermeiden, Vermindern, Verfeinern). Dieses Prinzip ist im Einzelnen durch die durchgeführten Maßnahmen vom Unternehmen zu erläutern.
     
Wie wird kontrolliert, ob die Anlage tatsächlich nach den vorgegebenen Kriterien erfolgt?

Unsere Nachhaltigkeits-Leitlinien legen unter anderem die Grundsätze für die Kapitalanlage mittels umfangreicher Positiv- und Negativkriterien fest. Bei der konkreten Auswahl der Kapitalanlagen arbeitet die Concordia oeco Leben mit einem Team von professionellen Beraterinnen und Beratern zusammen. Das Auswahlverfahren erfolgt nach einem dreistufigen System:

  1. In der Finanzanalyse werden mögliche Anlagen von den Expertinnen und Experten der Concordia Versicherung und durch externe Portfolio Manager auf ihre wirtschaftliche Bonität untersucht.
  2. Im nächsten Schritt erfolgt eine Prüfung der nachhaltigen Auswirkung der Anlage sowohl durch externe Nachhaltigkeits-Bewertungen als auch intern durch die Abteilung Wertpapiere.
  3. Eine zusammenfassende Beurteilung der Erfüllung unserer ESG-Kriterien* bei allen Kapitalanlagen wird durch unseren extern besetzten und unabhängigen Nachhaltigkeits-Beirat vorgenommen, der mit namhaften Expertinnen und Experten aus dem Nachhaltigkeitsbereich besetzt ist.

Im Ergebnis steht ein nachhaltiges Anlageuniversum, das als verbindliche Grundlage aller Investmententscheidungen dient. Die Umsetzung wird zudem laufend überprüft.
 

* ESG bedeutet "Ecological, (ökologisch) Social (sozial), Governance (Unternehmensführung)"

Wie viel Prozent des Vermögens werden in Investitionen investiert, die nach ESG-Kriterien geprüft werden?

Für die grüne Produktlinie der Concordia oeco Leben sind es 100%.

ESG bedeutet "Ecological, (ökologisch) Social (sozial), Governance (Unternehmensführung)". 

Weitere Informationen finden Sie auch unter der Frage zum "Sicherungsvermögen".

Der Nachhaltigkeits-Beirat

Der Nachhaltigkeits-Beirat ist ein festes Gremium der Concordia oeco Lebensversicherungs-AG. Er ist Ansprechpartner des Vorstands und sorgt für die nachhaltige Grundausrichtung der Gesellschaft.

Welche Rechte und Pflichten übernimmt der Nachhaltigkeits-Beirat?
  • Informationsrecht:
    Der Beirat informiert sich beim Vorstand regelmäßig über die Grundzüge des Geschäftsverlaufs sowie über die Entwicklung und Umsetzung der nachhaltigen Ziele des Geschäftsbetriebs.
     
  • Hinwirkungspflichten:
    Der Beirat wirkt zusammen mit dem Vorstand darauf hin, dass die nachhaltigen Ziele im Geschäftsbetrieb wie in der Kapitalanlage umgesetzt werden. Dabei orientiert sich der Beirat an den von ihm festgelegten Nachhaltigkeits-Leitlinien.
     
  • Beratungspflichten:
    Der Beirat berät und unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben, sofern diese die nachhaltigen Unternehmensziele berühren.
     
  • Berichtspflichten:
    Der Beirat erstattet dem Vorstand regelmäßig und als auch auf besondere Anforderung Bericht zu nachhaltigen Themen.
Wer sitzt im Nachhaltigkeits-Beirat?
Ulf Doerner

Er ist Unternehmensberater und arbeitet als unabhängiger Nachhaltigkeitsexperte in verschiedenen Beiräten. Er ist unter anderem Mitglied des Club of Rome (EU Chapter) in Brüssel. Seine Verdienste um die Nachhaltigkeit wurden vielfach international ausgezeichnet, wie z.B. dem Order of the Golden Arc (HRH Prince Bernhard of the Netherlands) oder dem Bundesverdienstkreuz (D).

Ulf Doerner ist seit 1996 Gründungsmitglied des Nachhaltigkeitsbeirats und seit 2008 dessen Vorsitzender.

Dr. Verena Schuler

Expertin für unternehmerische Nachhaltigkeit, langjährige Führungsfunktionen im Konzern bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit, Impact Investing in Stiftungen sowie Co-Leitung eines Programms zur Organisationsentwicklung in weltweit tätigen Hilfsorganisationen.

Dr. Verena Schuler ist seit 2017 Mitglied im Nachhaltigkeits-Beirat.

Max Deml

Max Deml ist ein Pionier der grünen Geldanlage: Seit 1991 Chefredakteur des Börsenbriefs “Öko-Invest” in Wien, Autor des Handbuchs “Grünes Geld” (8. Auflage seit 1990), Begründer des Natur-Aktien-Index “nx-25” und des Solar-Aktien-Index "PPVX".

Max Deml ist seit 1997 Mitglied im Nachhaltigkeits-Beirat.

Berichterstattung

Kennzahlen und Daten, Geschäftsberichte, SFCR-Berichte usw. finden Sie im Bereich "Unternehmen"

Zur Seite Geschäftsberichte

Umweltmanagement

Umweltmanagement hat bei uns Tradition:

Schon die oeco capital (frühere Tochtergesellschaft der Concordia) hat ihr Umweltmanagement-System seit 2008 regelmäßig prüfen lassen. 

Die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG ist in diese Fußstapfen getreten. Seit 2015 wird auch das Umweltmanagement-System der neuen Lebensversicherungs-Gesellschaft überprüft.

Unsere Umweltaktivitäten werden damit kontinuierlich verbessert. Informationen zu den bisherigen Schritten zur Nachhaltigkeit bei der Concordia oeco Lebensversicherungs-AG finden Sie in der Umwelterklärung.

Wir lassen uns nach dem europäischen Umweltmanagement-System EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) prüfen. EMAS-geprüfte Organisationen leisten einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz, sparen Kosten ein und zeigen gesellschaftliche Verantwortung.

Die EMAS hat der Concordia oeco Lebensversicherungs-AG die Erfüllung der Prüfkriterien bestätigt:

  • wendet ein Umwelt-Managementsystem nach EG-Verordnung und ISO-Norm an
  • veröffentlicht regelmäßig eine Umwelterklärung
  • ist eingetragen im EMAS-Register.

Mehr zur EMAS


Die vollständigen Berichte können Sie hier herunterladen:

Stand 06.2020



Stand 08.2018


VERÖFFENTLICHUNGEN GEMÄß TRANSPARENZVERORDNUNG

Nach der Verordnung (EU) 2019/2088 vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (sog. Transparenz-Verordnung) muss die Concordia oeco Lebensversicherungs-AG als Anbieter von Versicherungsanlage- und Altersvorsorgeprodukten sowie in Bezug auf ihre eigenen Versicherungsberatungstätigkeiten bestimmte Angaben veröffentlichen. Die entsprechenden Angaben zur Erfüllung dieser Offenlegungspflichten sind hier zusammengefasst.