Autor

Autorin: Anna Volkenborn

Anna ist Mama von drei Kindern und bloggt auf www.familiemotte.de über das Unterwegssein mit Kindern. Neben Reise- und Ausflugtipps gibt es jede Woche auch Tipps und Inspirationen rund ums Familienleben und Impressionen aus ihrer Heimatstadt Hamburg.

Vorsorge

Was will mein Kind mir sagen? So deuten Sie die Zeichensprache Ihres Babys

Bevor ich Kinder hatte dachte ich immer: Woher wissen Eltern bloß was Ihr Baby möchte? Es schreit doch nur. Vor der Geburt meiner ersten Tochter hatte ich daher große Angst, dass ich nicht erkennen würde was sie braucht. Drei Kinder später weiß ich: Diese Angst war völlig unbegründet, denn Babys zeigen ganz genau was sie brauchen. Und ihre Eltern lernen intuitiv sie zu verstehen.

Wie lernt Ihr Baby zu kommunizieren?

Eltern machen von Beginn an alles richtig. Denn sobald Ihr Baby auf der Welt ist, beginnen Sie mit ihm zu interagieren. Dabei sprechen Sie sanft, wiegen es im Arm und schauen ihm direkt in die Augen. Zwar kann Ihr Kind noch nicht antworten, aber es nimmt jeden Laut, jede Bewegung aufmerksam wahr und lernt dadurch.

Bereits in der Schwangerschaft kann das Baby Sprachgeräusche durch die Bauchdecke hören. Die Stimme der Mutter ist also bereits vertraut und es kann sie schnell von den Stimmen anderer Menschen unterscheiden. 

Das Betrachten menschlicher Gesichter fordert in den ersten Wochen die gesamte Aufmerksamkeit Ihres Kindes. So werden Sie beobachten, dass Ihr Kind versucht Dinge nachzumachen, die sie tun. Strecken sie ihm die Zunge heraus, macht das Baby es ihnen nach. Auch die Lippenbewegungen werden aufmerksam studiert und nachgeahmt.

Aber warum ist das so? Das menschliche Gehirn besitzt sogenannte Spiegelneuronen, die einem Baby die Fähigkeit verleihen, Emotionen der Eltern und Geschwister zu erkennen. Diese Nervenzellen sind sozusagen der Grund, warum wir zu empathischen Wesen werden. 

Die erste Kommunikation Ihres Babys

Bis zum ersten Wort ist es trotzdem noch ein langer Weg. Zuerst mal wird Ihr Kind sich nur durch Schreien verständlich machen können. Dabei müssen Sie erst einmal herausfinden, was genau Ihr Baby möchte. Hat es Hunger, braucht es eine frische Windel oder ist es müde und findet allein nicht in den Schlaf? Keine Sorge, wenn Sie nicht sofort Bescheid wissen. Obwohl ich alles ausprobiert habe, hat mein Sohn manchmal so lange geschrien, dass ich schon fast verzweifelt bin. Wichtig ist einfach: Bleiben Sie bei ihm, sprechen Sie beruhigend auf Ihr Baby ein und halten Sie es im Arm. So versteht es: Sie sind für es da, auch wenn Ihnen gerade eine Lösung fehlt.

Je älter Ihr Baby wird, desto besser wird es sich mit Zeichen verständigen können und Sie werden so schnell zum eingespielten Team.

Und zum Glück gibt es ein paar Gesten, die fast jedes Baby gleich macht. Welche das sind, verrate ich Ihnen jetzt, so sind Sie schon ein bisschen vorbereitet!

So verständigt sich Ihr Baby: Die häufigsten Gesten und Zeichen der Babysprache

  • Lächeln: Ein deutlicheres Zeichen, dass sich Ihr Baby wohl fühlt gibt es wohl kaum. Das erste richtige Lächeln schenkt Ihr Baby Ihnen voraussichtlich mit rund 6 Wochen. Dieser Moment entschädigt die meisten Eltern für all’ die schlaflosen Nächte davor und sie werden ganz intuitiv zurücklächeln. Und Ihr Baby hat sofort etwas gelernt: nämlich, dass sein Lächeln eine sofortige Reaktion hervorruft. Es wird daher immer und immer wieder fleißig „üben“.
  • Fäuste in den Mund stecken oder Schmatzen: Meist deutet dies an, dass Ihr Baby Hunger hat. Später kann das intensive Herumkauen oder Lutschen auf einem Gegenstand auch bedeuten, dass ein Zähnchen im Anmarsch ist.
  • Augen reiben oder Gähnen: Ihr Baby ist müde oder hat zu viele Reize aufgenommen. Gönnen Sie ihm jetzt unbedingt eine Pause und etwas Ruhe.
  • Mit dem Finger zeigen: Da ist etwas, dass die Aufmerksamkeit Ihres Babys erregt. Zeigen oder geben Sie ihm den Gegenstand und erklären Sie mit einfachen Worten, was es ist. Ihr Baby wird nun sicher versuchen mit Brabbeln oder Gurren ein kleines „Gespräch“ mit Ihnen anzufangen.    
  • Strampeln: Babys, die strampeln, wollen meist auf sich aufmerksam machen und damit sagen: „Hey beschäftige Dich mit mir“.
  • Geschlossene Fäustchen: Kleine fest verschlossene Fäustchen deuten darauf hin, dass Ihr Baby vor irgendetwas Angst hat oder sich unwohl fühlt.
  • Ausgestreckte Arme: Ihr Kind streckt Ihnen die Arme oder die Hände entgegen? Das heißt: Ich möchte auf den Arm.
  • Winken: Ist in den allermeisten Fällen das Zeichen für „Tschüss“. Babys schauen sich das sehr schnell bei den Eltern oder Geschwistern ab. Meine Kinder haben aber zum Beispiel auch mit der Handfläche nach innen gewunken, wenn sie mir beim Essen sagen wollten: „Ich will noch mehr“. 

Wächst mit Ihrem Kind: Die Concordia Versicherung „junior BASIC“

Natürlich sind all´ diese Anzeichen nicht in Stein gemeißelt. Sicher wird Ihr Kind noch viel mehr Wege entwickeln, um mit Ihnen zu kommunizieren. Und nach und nach kommen immer mehr Laute und Geräusche hinzu bis plötzlich, eines Tages, das erste richtige Wort hervorsprudelt.

Übrigens: Passend zur rasanten Entwicklung Ihres Kindes gibt es auch „mitwachsenden“ Versicherungs-Schutz. Eine interessante Variante ist junior BASIC von der Concordia. Damit lassen sich Kinder ab 6 Monaten für die Folgen von bleibenden Schäden (Invalidität) durch Krankheit oder Unfall schützen. Wenn Ihr Kind größer wird, kann der Schutz bis ins Erwachsenenalter immer wieder flexibel angepasst werden.

Und das Beste: Die Invaliditäts-Rente lässt sich später ohne neue Gesundheitsprüfung in Berufsunfähigkeits-Schutz umwandeln. Wer einmal erlebt hat, wie pingelig Versicherungen bei so einer Gesundheitsprüfung sind, ahnt, was das für ein Riesenvorteil ist.

Kommunikation mit Ihrem Baby: Bald sind Sie Profi

Wenn ich an unsere Babyjahre zurückdenke, bin ich fast ein bisschen wehmütig. Die Sprachentwicklung zu begleiten ist einfach fantastisch. Manchmal konnten wir kaum glauben, dass aus diesem – manchmal auch nervenaufreibenden – Schreien irgendwann mal Worte werden. Und ganz vielleicht wünschen Sie sich irgendwann die Zeit zurück, in der Sie nicht mit ihrem Kind diskutieren mussten.