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Erstsemester – welche Versicherungen ihr jetzt NICHT braucht

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Autor

Sophie Bernadette Peinemann

Sophie Bernadette Peinemann ist Studentin im letzten Semester BWL, mit Schwerpunkt Marketing & digitalen Medien. Als Influencerin auf Instagram (@sophieberna) nimmt Sophie ihre Follower mit, wenn es um Themen wie Weiterbildung, Karriere, Selflove oder Nachhaltigkeit geht. Tipps zu den Bereichen Beauty und Fashion findet man ebenfalls auf ihrem Kanal. Nebenbei arbeitet Sophie als Trainerin in der Google Zukunftswerkstatt

Erstsemester – welche Versicherungen ihr jetzt NICHT braucht

Bevor mein erstes Semester in meinem BWL Studium gestartet ist, kamen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Ein neuer Lebensabschnitt ist aufregend und am Anfang hat man doch ein wenig Angst davor, was alles auf einen zukommen mag. Viel neues Wissen, neue Menschen, denen man begegnet, eine große Verantwortung sein eigenes Leben zu meistern und nicht mehr bei den Eltern daheim zu wohnen.

Ich habe mir bereits mit meinem Auszug aus dem Elternhaus Gedanken über Risiken in meinem Leben gemacht: Bekomme ich das alles alleine hin? Was ist, wenn ich krank bin? Wer zahlt mein WG Zimmer? Bin ich noch über meine Eltern in der Haftpflichtversicherung abgesichert, wenn ich ausziehe?

Ich hoffe und denke, jeder ist sich bewusst, dass heutzutage eine Privathaftpflicht ein absolutes Muss zur Absicherung ist. Es gibt viele weitere kluge Absicherungen für junge Menschen, wo es sich lohnt, frühzeitig gut informiert zu sein, um sich zu günstigen Tarifen und Prämien abzusichern. 

Was ich als Student ebenfalls gelernt habe: Es gibt Dinge, die man weder in der Schule beigebracht bekommt, noch in einem Bachelorstudium. Daher freue ich mich, heute meine Erfahrungen und mein Wissen zum Thema Absicherung im Studium zu teilen.

Welche Versicherung benötige ich als Student und welche eher nicht?

Ich habe vor meinem Studium einmal das Handy einer Freundin fallen gelassen — aus Versehen natürlich. Das Display war zersplittert und der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging war, wie teuer die Reparatur des Handys wohl sein mag oder wie kostenintensiv gar ein komplett neues Handy ist. Damals hatte ich Glück im Unglück, da ich über die Haftpflichtversicherung meiner Eltern abgesichert war. Der gesamte Schaden der Displayreparatur wurde also von der Versicherung übernommen.

Eine Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten grundlegenden Versicherungen. Laut Gesetzgebung haftet man für alle Schäden, die man einem anderen zufügt — mit dem gesamten eigenen Einkommen und Vermögen und das in unbegrenzter Höhe. Da man als Student kein hohes Gehalt hat, ist diese Versicherung besonders wichtig.

Was ist, wenn nicht ich anderen einen Schaden zufüge, sondern wenn ich geschädigt bin?

Was passiert, wenn z. B. eine Krankheit, eine psychische Belastung oder ein Unfall dazu führen, dass mein gewohntes Einkommen nicht mehr zur Verfügung steht? Genau diese Fragen habe ich mir damals gestellt, als ich das erste Mal auf mich selbst gestellt war. Zudem wollte ich in einem solchen Fall meinen Eltern nicht auf der Tasche liegen, sondern vorsorgen.

Sich aus krankheits- oder unfallbedingten Gründen finanziell nicht mehr versorgen zu können, will niemand. Es kann jeden treffen, unabhängig vom Alter und von der Art der Tätigkeit. Daher ist es sinnvoll, bereits bei Studienbeginn über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachzudenken. Ein Vorteil ist, dass die Beiträge sich nach dem Alter richten: Je jünger man bei Vertragsabschluss ist, desto günstiger sind die Beiträge. Umgekehrt gilt: Mit steigendem Alter wächst auch die Wahrscheinlichkeit, dass z.B. durch eine Sportverletzung, Allergie oder Krankheit der Abschluss teurer oder gar unmöglich wird.

Welche zusätzlichen Versicherungen sind als Student noch sinnvoll, aber (noch) kein Muss?

Ich bin während meines 4. Semesters aus meinem WG Zimmer in meine erste eigene Wohnung gezogen. Da ich immer viel neben dem Studium gearbeitet habe, hatte ich das Glück meine Wohnung toll einrichten zu können. Nach und nach wird ein eigener Haushalt, mit diversen Möbeln, technischen Geräten, Kleidung, Schmuck und Dekoration immer mehr Wert. Daher war es auch hier nur eine Frage der Zeit, bis ich mich dafür entschieden habe, mein Hab und Gut über eine Hausratversicherung abzusichern. 
Mit einer Hausratversicherung schützt man alle Sachen gegen Schäden oder Verlust z.B. durch Feuer, Rohrbruch oder einen Einbruch. Fahrraddiebstahl ist meist auch mit inbegriffen. Auch hier lohnt es sich regelmäßig zu gucken, wann der beste Zeitpunkt ist, um Wertgegenstände im eigenen Leben abzusichern.

 

Eine weitere Versicherung, die ich im Laufe meines Studiums abgeschlossen habe, war eine Rechtsschutzversicherung. Zum Glück hatte ich während meines Studiums keinerlei Rechtsstreitigkeiten. In meinem Bekanntenkreis gab es leider bereits während des Studiums Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber oder auch mit Reiseveranstaltern. Gerichts- und Anwaltskosten können enorm hoch sein. Nur selten wurden meine Bekannten sich außergerichtlich einig, weshalb ich mich frühzeitig für eine Rechtsschutzversicherung entschieden habe.

Ob Ärger rund ums Fahrzeug, Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber, einem Reiseveranstalter oder anderen Vertragspartner — manchmal führt kein Weg an einem Rechtsstreit vorbei. Eine leistungsstarke Rechtsschutzversicherung unterstützt dabei und sichert das finanzielle Risiko ab. Sie trägt die anfallenden Anwalts- und Prozesskosten, so müssen keine hohen Gerichtskosten gefürchtet werden und man kann sein Recht bestmöglich durchsetzen.

Welche Versicherungen benötige ich NICHT als Student, sondern erst später?

Es gibt über die eben beschriebenen Versicherungen hinaus noch viele weitere, welche das eigene Leben, Familie oder Hab und Gut absichern. Je nach Lebenslage sollte man Versicherungssummen anpassen und sich über weitere Absicherungen im Laufe des Lebens Gedanken machen.

Sinnig ist es später, wenn das erste Eigenheim gekauft oder gebaut wird, über eine Wohngebäudeversicherung nachzudenken. Diese greift z. B. bei Schäden durch Hagel, Leitungswasser, Feuer, Sturm und vielem mehr.

 

Wenn es an die Familienplanung geht, gibt es nichts Wichtigeres als dass unsere Liebsten gut abgesichert und im Fall der Fälle gut versorgt sind. Eine Risikolebensversicherung sichert bei Ableben die Angehörigen finanziell ab. Junge Singles oder Studenten müssen sich darum aber erst später Gedanken machen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken um eventuelle Risikofaktoren im eigenen Leben zu machen und sich entsprechend abzusichern. Vor allem als Student sind eine Privathaftpflicht und eine Berufsunfähigkeitsversicherung unumgänglich. Gerade den Aspekt der günstigen Beiträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung als Student sollte man bei Vertragsabschluss kennen. Später wird es meist teurer oder aufgrund von Krankheiten gar unmöglich eine solche Versicherung abzuschließen. Alle weiteren Versicherungen, sollte man nach und nach dem eigenen Werdegang anpassen, um so ein Leben lang gut abgesichert zu sein. 

Gut versichert lässt es sich auf jeden Fall entspannter Studieren kann ich euch sagen!