LandwirtschaftBetrieb & MitarbeiterSommer

Fotovoltaikanlagen -
Schutz vor Bränden und Diebstahl

Auf vielen landwirtschaftlichen Gebäuden werden die Dächer zur Energieerzeugung mittels Fotovoltaikanlagen genutzt. Mängel können nicht nur zu einer instabilen Funktion von Fotovoltaikanlagen führen, sondern oftmals zu erheblichen Schäden.

Die Planung und Errichtung soll nur von Fachfirmen erfolgen, damit sichergestellt ist, dass Fotovoltaikanlagen den anerkannten Regeln der Technik entsprechen und somit ein sicherer Betrieb gewährleistet wird.

Bei dem Montagesystem dürfen nur geeignete Elemente des Herstellers verwendet werden. Angrenzende Bauteile dürfen nicht beschädigt oder in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Bei der Montage von Fotovoltaikmodulen müssen die Installations- und Befestigungshinweise des Herstellers beachtet werden.

Elektrische Komponenten sind entsprechend der Errichtungsbestimmungen DIN VDE 0100 und der Norm für Fotovoltaik-Stromversorgungssysteme zu errichten.

Bei Wechselrichtern sind ebenfalls die Herstellerangaben zu beachten, z.B. Umgebungstemperatur, keine brennbare Montagegrundfläche und Mindestabstände zu brennbaren Materialien sind einzuhalten.

Die Leitungen von Fotovoltaikanlagen sind entsprechend der Normen zu verlegen. Eine saubere und geschützte Verlegung von Kabeln ist unbedingte Voraussetzung bei der Erstellung einer Fotovoltaikanlage.

Achten Sie bei der Auswahl eines Stromspeichers auf ein möglichst sicheres System, das auch bei mechanischer Beschädigung oder Überladung nicht zu einem Brand neigt.

Häufige Fehler beim Aufbau von Fotovoltaikanlagen sind:
  • Nichtbeachtung der Systemstatik.
  • Überlappende Modulmontage - Windanfälligkeit.
  • Nicht fachgerechte Leitungsverlegung.
  • Montage von Wechselrichtern auf brennbarem Material (ohne Zustimmung des Herstellers).
  • Fehlende Trenneinrichtungen (Feuerwehrschalter) zur Verhinderung von Gefahren bei der Brandlöschung.
  • Nicht vorhandener Überspannungsschutz.

Aufgrund auftretender Dämpfe und Stäube in der Landwirtschaft, wie z. B. Ammoniak, sollten Fotovoltaikmodule gegen derartige Verunreinigungen beständig sein. Das hätte sonst ein vorzeitiges Altern der Module zur Folge. Auch von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) werden Fotovoltaikmodule auf Ammoniakbeständigkeit geprüft.

Der Diebstahlschutz von Fotovoltaikanlagen steht im Fokus, da es Tätergruppen gezielt hierauf absehen. Geringe Dachhöhen oder vorhandene Steighilfen begünstigen ein gutes Erreichen von Fotovoltaikmodulen.

Einige der genannten Sicherungsarten erschweren die Demontage und schrecken potenzielle Täter ab:

  • Befestigungsschrauben mit speziellen Antrieben, in die Stahlkugeln oder Stopfen eingeschlagen werden.
  • Befestigungsschrauben mit Einwegantrieb.
  • Vermeidung von Aufstiegshilfen oder Sicherung mobiler Aufstiegshilfen mit Kette und Hangschloss.
  • Individuelle Kennzeichnung von Modulen und Geräten zur Identifizierung.
  • Vollständige Einfriedung des Grundstücks (Wild- oder Maschendraht ist ungeeignet).
  • Automatische Beleuchtung bei Annäherung.
  • Überwachung der Module und Wechselrichter mit einer Meldeanlage auf Demontage.
  • Videoüberwachung des Geländes (bei Anlagen außerhalb geschlossener Ortschaften).
  • Ist eine Blitzschutzanlage vorhanden, muss auch die Fotovoltaikanlage in diese eingebunden werden.

Mit installierter Überwachungstechnik lassen sich Fotovoltaik-Diebe abschrecken

Concordia Versicherungs-Gesellschaft aG
Unternehmen


Mit ihren Ratgebern vermittelt die Concordia Wissen, um ihre Leser:innen bestmöglich rund um deren individuelle Interessen und Lebenslage zu informieren.
Seit 1864 bieten die Concordia und ihre Tochtergesellschaften überall in Deutschland für ihre Mitglieder lebensnahe Versicherungslösungen für Fahrzeuge und Verkehr, Recht und Haftpflicht, Gesundheit und Pflege, Zukunft und Vorsorge sowie Haus und Wohnen an.

Zuletzt aktualisiert am 28.04.2026