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Ratgeber
In der Tierhaltung werden verschiedene Heizgeräte eingesetzt. Je nach Bauart ist ihr Einsatz mit einem unterschiedlich hohen Risiko verbunden.
Eine Brandgefahr geht insbesondere von Heizgeräten mit offener Flamme oder hoher Oberflächentemperatur aus. Hierzu zählen vor allem Gaskanonen und Gasstrahler, aber auch Elektro-Wärmestrahlgeräte (z. B. Infrarotstrahler).
Typische Brandschäden durch Gasheizgeräte entstehen in der Aufheizphase kurz vor der Einstallung der Tiere, wenn die Einstreu noch trocken ist. Zu diesem Zeitpunkt ist das Feuerrisiko am größten und eine ständige Überwachung der Heizgeräte erforderlich.
Wenn sich die trockene Einstreu in dieser Phase entzündet, bleibt kaum Zeit für Schadenminderungsmaßnahmen. Durch die Brandlast der Einstreu entstehen hohe Feuerschäden, die bis zum Totalschaden des betroffenen Stalls reichen können. Die Feuerwehr kann in vielen Fällen lediglich das Übergreifen des Feuers auf Nachbargebäude verhindern. Erst nach der Einstallung der Tiere reduziert sich die Zündeigenschaft der Einstreu durch die zunehmende Feuchtigkeit im Stall.
Eine sorgfältige Durchführung der Aufheizphase ist daher von existenzieller Bedeutung für Ihren Betrieb.
In Schweineställen besteht bei Einsatz von Gasheizgeräten die Gefahr, dass sich aus dem Güllekeller aufsteigende Gase an den Heizgeräten entzünden.
Berücksichtigen Sie bei der Messung bitte den höchsten Punkt der Tiere und der Einstreu (siehe Infobox rechts).
Der vorbeugende Brandschutz beginnt bereits bei der Entscheidung für ein möglichst sicheres Heizsystem. Hierzu zählen insbesondere Fußbodenheizungen und Warmwasserkonvektoren. Über diese Heizsysteme kann zudem die Wärme der eigenen oder einer in der Nähe befindlichen Biogasanlage verwertet werden.
Durch die Installation einer von der VdS Schadenverhütung GmbH zertifizierten Brandmeldeanlage mit Löschfunktion kann das Risiko eines Brandschadens zusätzlich reduziert werden. Das kann sich auch positiv auf den Feuerversicherungsbeitrag auswirken.