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Ratgeber
Die Bandbreite von Einbrüchen und Diebstählen in landwirtschaftlichen Betrieben reicht vom Diebstahl beweglicher Maschinen (Trecker, Radlader) über Metalldiebstahl bis zu Einbrüchen in hofeigenen Werkstätten.
Melkroboter mit Steuerungen und Melkgeschirre sind Ziel von Tätergruppen. Dieselkraftstoff, Erntegut, Vieh und auf Scheunendächer montierte Fotovoltaikanlagen werden entwendet. Der wirtschaftliche Schaden für einen landwirtschaftlichen Betrieb kann immens sein.
Der Schutz gegen Einbruchdiebstahl in landwirtschaftlichen Betrieben ist problematisch, da Hofflächen meist nicht gut einsehbar sind und die Gebäude oft weiter auseinander stehen. Zudem werden Gebäude, in denen sich Tiere befinden, üblicherweise nicht verriegelt. Bei einer Brandentstehung sollen auch zufällig vorbeikommende Personen in der Lage sein, die Rettung der Tiere vorzunehmen und mittels einfachen Öffnens von Türen oder Toren die gefährdeten Tiere ins Freie zu führen.
Potenziellen Tätern mit Aufmerksamkeit und Widerstand entgegenzutreten kann zum Erfolg führen. Die einfachste Art ist Aufmerksamkeit. Es geht darum, den Blick für Ungewöhnliches zu schärfen, fremde Personen auf dem Hof anzusprechen und nach ihrem Anliegen zu befragen. Auf fremde Fahrzeuge auf dem Hof und in der Umgebung ist besonders zu achten, vor allem bei ortsfremden Kfz-Kennzeichen.
Täter scheuen das Licht. Eine permanente Hofbeleuchtung in der Dunkelheit an unübersichtlichen Stellen oder zumindest Lichteinschaltung über Außenbewegungsmelder kann hilfreich sein. Potenzielle Täter informieren sich meist tagsüber, wo nachts was zu holen ist. Eine Beschilderung mit der Aufschrift: „Dieser Betrieb ist videoüberwacht“, die zusätzlich mit einem entsprechenden Videosymbol abgebildet ist, kann Täter verunsichern und von ihrem weiteren Vorhaben abbringen.
Im Fokus steht die Sicherung von Treckern oder Radladern, die auf landwirtschaftlichen Betrieben im Einsatz sind. Um dem Fahrzeugdiebstahl entgegen zu wirken, ist auch bei kurzer Standzeit im Tagesbetrieb der Zündschlüssel zu entfernen und - sofern möglich - die Fahrerkabine mit dem Fahrzeugschlüssel zu verriegeln.
Weitere Möglichkeiten, die Fahrzeugentwendung wesentlich zu erschweren, bieten folgende Maßnahmen:
In der täglichen Arbeit findet das Thema Einbruchdiebstahlschutz oft wenig Aufmerksamkeit. Ein Landwirt muss sich mit ganz anderen betrieblichen Belangen beschäftigen, um einen Hof am „Laufen“ zu halten. Mehr Beachtung bekommt das Thema, wenn dann doch mal etwas passiert ist.
Im Rahmen einer Einbruchdiebstahlversicherung ist der landwirtschaftliche Inhalt eines Gebäudes versichert, sofern durch verriegelte Öffnungen eingebrochen wurde. Bei der Wegnahme von Gegenständen aus unverschlossenen (nicht verriegelten) Gebäuden handelt es sich dagegen um einen einfachen Diebstahl, der in der Regel nicht versichert ist.
Die wirtschaftlichen Schäden können aber auch bei Abschluss von geeigneten Versicherungen für einen landwirtschaftlichen Betrieb ganz erheblich sein. Deshalb ist Schadenverhütung eine sinnvolle Investition, um einen Betrieb zu schützen. Die hier genannten Maßnahmen zeigen, dass man mit geringen Möglichkeiten viel für den Einbruchschutz in der Landwirtschaft tun kann.
Täglich ein bisschen mehr Aufmerksamkeit für den Einbruchdiebstahlschutz gibt einem auch das Gefühl von mehr Sicherheit.